Haruki Murakami: Tanz mit dem Schafsmann

Haruki Murakami: Tanz mit dem Schafsmann

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Haruki Murakami: Tanz mit dem Schafsmann

Autor

Biografie & Bibliografie von
Verlag
ET (D)
2002
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Dansu, dansu, dansu
ET (Original)
1988
ISBN-13
9783442730742

Informationen zum Buch

Seiten
480

Sonstiges

Übersetzer/in
Erster Satz
Ich träume oft vom Hotel Delfin.

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Handlungsort

Handlungsorte
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Im Hotel Delphin gibt es eine dunkle, gruselige Zwischenwelt, in der manchmal der Lift stecken bleibt. Dann kann man dem Schafsmann begegnen. Er ist Schatten und Schutzengel des Erzählers. Und seine Botschaft lautet: "Tanzen. Immer weiter tanzen, solange die Musik spielt." Traum? Realität? Bei Murakami sind sie nicht so genau zu trennen. Mit traumwandlerischer Sicherheit versteht es der japanische Bestsellerautor, erotische Sehnsüchte in seinen Romanen zum Leben zu erwecken. "Tanz mit dem Schafsmann" ist eine wunderbar fesselnde Liebesgeschichte, verführerisch leicht erzählt und mit einem überraschenden Ende.

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Alles ist verbunden

Aus der Ich-Perspektive begleitet der Leser einen Mann Anfang 30, der nach einer gescheiterten Ehe und einer weiteren gescheiterten Beziehung beschließt sich in das Hotel Delfin in Sapporo zu begeben, in dem er vor Jahren mit einer Frau war, die dann plötzlich verschwand. Irgendwie hat er das Gefühl, dass damit alles begann und fängt an seine alten Spuren zu verfolgen. Groß ist die Überraschung, dass es zwar das Hotel noch gibt, es aber mit der Absteige von früher außer dem Namen nichts mehr gemein hat. Wo vor Jahren ein heruntergekommenes Hotel stand, steht jetzt ein Luxusbunker. Trotzdem mietet er sich ein, begegnet von diesem Moment an lauter Menschen, die irgendwie mit seinem Leben zusammenhängen und sucht dabei die ganze Zeit nach der Frau, die vor Jahren einfach verschwunden ist. Dabei agiert im Hintergrund der Schafsmann, der auch mit der Hauptfigur zusammenhängt, was sich aber erst nach und nach richtig erschließt.

So wie sich meine Zusammenfassung des Buches anhört, ist auch irgendwie das gesamte Buch. Auch jetzt noch, Tage nach dem ich das Buch ausgelesen habe, weiß ich immer noch nicht genau, was ich davon halten soll. Haruki Murakami nimmt den Leser wieder mit auf eine abenteuerliche ins surreale abdriftende Reise, die eigentlich total unspektakulär beginnt und nach und nach immer seltsamere Formen annimmt. Dieses Seltsame spiegelt sich auch in dem Ich-Erzähler wieder, den ich zu Beginn noch bemitleidenswert fand, über den ich mich irgendwann richtig amüsieren konnte und dessen Humor ich schließlich geteilt habe. Irgendwann habe ich mich dabei ertappt, dass ich bei seinen teilweise echt lahmen Witzen, fast laut lachen musste.

Auch die anderen auftretenden Figuren sind oft seltsam, manchmal wunderlich, trotz allem habe ich sie ziemlich gut kennengelernt und war neugierig, wie es mit ihnen weitergeht. Die Kriminalgeschichte, die sich schließlich auch noch in dem Buch findet, hat noch zusätzlich für Spannung gesorgt und auch wenn ich immer noch nicht so genau weiß, was der Autor mir mit seinem Buch mitteilen wollte, konnte ich es irgendwann kaum noch aus der Hand legen.

Dieses Buch zu bewerten, ist mir irgendwie gar nicht möglich. Wenn ich nüchtern darüber nachdenke, ergibt die Handlung zum Teil gar keinen Sinn, aber auf einer nicht zu erklärenden Ebene hat mich das Buch trotzdem gepackt. Dazu trägt auch die Sprache von Haruki Murakami bei. Er schafft es mich als Leser irgendwie in das Buch hinein zu ziehen und mir das Gefühl beim Lesen zu geben, ich würde quasi neben der Hauptfigur sitzen. Daher habe ich gebannt jeden Schritt verfolgt und habe die Erleichterung der Hauptfigur am Ende geteilt.

Zusammenfassend ein Buch auf das man sich einlassen muss. Es driftet ins Surreale ab, gibt dem Leser aber trotzdem immer das Gefühl, die Handlung könnte genau so hier stattfinden. Ein Buch das mich noch lange beschäftigen wird und das mich immer mehr begeistert, je mehr ich darüber nachdenke.

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