JR Moehringer: Tender Bar

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JR Moehringer: Tender Bar
Verlag
ET (D)
2007
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
The Tender Bar
ET (Original)
2005
ISBN-13
9783100496027

Informationen zum Buch

Seiten
464

Sonstiges

Übersetzer/in
Erster Satz
Wir gingen hin, weil wir dort alles bekamen.

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Eine Bar ist vielleicht nicht der beste Ort für ein Kind, aber bei weitem nicht der schlechteste. Vor allem das "Dickens" nicht, mit seinen warmherzigen und skurrilen Figuren: Smelly, der Koch, Bob the Copund seine geheimnisvolle Vergangenheit oder Cager, der Vietnam-Veteran. Für den kleinen JR sind sie alle bessere Väter als seiner - wäre er da gewesen. Von ihnen lernt er Mut, Zuversicht und die Gewissheit, dass es nicht nur Gut und Böse gibt, dass Bücher Berge versetzen können und das man an gebrochenem Herzen nicht stirbt. In der Bar hört er zum ersten Mal Sinatra, sieht Baseballspiele im Fernsehen, und trinkt sein erstes Bier. Er lernt auch, dass Träume wahr werden können - wenn man für sie kämpft.

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Eine Bar ist vielleicht nicht der beste Ort für ein Kind, aber bei weitem nicht der schlechteste. Vor allem das "Dickens" nicht, mit seinen warmherzigen und skurrilen Figuren: Smelly, der Koch, Bob the Copund seine geheimnisvolle Vergangenheit oder Cager, der Vietnam-Veteran. Für den kleinen JR sind sie alle bessere Väter als seiner - wäre er da gewesen. Von ihnen lernt er Mut, Zuversicht und die Gewissheit, dass es nicht nur Gut und Böse gibt, dass Bücher Berge versetzen können und das man an gebrochenem Herzen nicht stirbt. In der Bar hört er zum ersten Mal Sinatra, sieht Baseballspiele im Fernsehen, und trinkt sein erstes Bier. Er lernt auch, dass Träume wahr werden können - wenn man für sie kämpft.


Der kleine J.R. wächst in Manhasset, New York, bei seiner Mutter auf. Seinen Vater hat er nie kennengelernt, er weiß nur, dass er "die Stimme" ist, die er so gerne im Radio hört. Trotz aller Bemühungen ist die Mutter ständig von Geldnöten geplagt und schon mehrfach im chaotischen Haushalt der Großeltern ein- und später, wenn sie wieder etwas mehr Geld hatte, ausgezogen. Trotzdem ist es keine unglückliche Kindheit. J.R. findet in seinem Cousin, der ebenfalls im Haus der Großeltern wohnt, einen guten Kumpel - und in den Männern in der Bar, in der sein Onkel arbeitet, gleich mehrere väterliche Freunde. Sie alle haben ihre Macken und Eigenheiten und ihre mehr oder weniger traurige Lebensgeschichte und bringen J.R. das bei, was ihn sein Vater nicht lehren konnte. 
Als Schüler jobbt er in einer verstaubten, menschenleeren Buchhandlung und lernt von den beiden skurrilen Betreibern die Liebe zu Büchern. Er beschließt, aufs College zu gehen und Journalismus zu studieren - aber nicht irgendwo, sondern in Yale, wo er Sidney kennenlernt, die ihm lange Zeit keine Ruhe lassen wird ... 



J.R. Moehringer lässt hier seine eigene Biographie einfließen und erzählt manchmal schnoddrig, manchmal traurig, aber immer warmherzig und lebendig von den großen und kleinen Dingen, die ihn geprägt haben: seine Familie, die erste Begegnung mit der Literatur, die erste Liebe, Sport und Musik und natürlich die Jungs in der Bar, die ihm nicht nur den ersten Drink ausgegeben haben, sondern immer eine zuverlässige Anlaufstelle in guten und in schlechten Zeiten waren. Das Buch liest sich zügig und süffig, und die teilweise herrlich sarkastischen Beschreibungen verleihen ihm einen zusätzlichen Reiz. Mit J.R.s Lebensweg verflochten sind markante zeitgeschichtliche Ereignisse, die in der Regel in der Bar erlebt und kommentiert werden. Das einzige, was manchmal nervte, waren die sehr sinnfreien Wortspiele eines bestimmten Bargastes und ein paar Baseball-Bezüge, die mir zunächst nichts sagten, doch am Ende des Buches befindet sich ein Glossar, in dem viele Namen und Ereignisse in der Reihenfolge des Auftretens im Buch für Nicht-Amerikaner erläutert werden.


Fazit:

Alles in allem ein gelungenes Debüt - ein wenig schräg, aber doch lebensecht.

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Der kleine J.R. wächst in Manhasset, New York, bei seiner Mutter auf. Seinen Vater hat er nie kennengelernt, er weiß nur, dass er "die Stimme" ist, die er so gerne im Radio hört. Trotz aller Bemühungen ist die Mutter ständig von Geldnöten geplagt und schon mehrfach im chaotischen Haushalt der Großeltern ein- und später, wenn sie wieder etwas mehr Geld hatte, ausgezogen.

Trotzdem ist es keine unglückliche Kindheit. J.R. findet in seinem Cousin, der ebenfalls im Haus der Großeltern wohnt, einen guten Kumpel - und in den Männern in der Bar, in der sein Onkel arbeitet, gleich mehrere väterliche Freunde. Sie alle haben ihre Macken und Eigenheiten und ihre mehr oder weniger traurige Lebensgeschichte und bringen J.R. das bei, was ihn sein Vater nicht lehren konnte.

Als Schüler jobbt er in einer verstaubten, menschenleeren Buchhandlung und lernt von den beiden skurrilen Betreibern die Liebe zu Büchern. Er beschließt, aufs College zu gehen und Journalismus zu studieren - aber nicht irgendwo, sondern in Yale, wo er Sidney kennenlernt, die ihm lange Zeit keine Ruhe lassen wird ...

J.R. Moehringer lässt hier seine eigene Biographie einfließen und erzählt manchmal schnoddrig, manchmal traurig, aber immer warmherzig und lebendig von den großen und kleinen Dingen, die ihn geprägt haben: seine Familie, die erste Begegnung mit der Literatur, die erste Liebe, Sport und Musik und natürlich die Jungs in der Bar, die ihm nicht nur den ersten Drink ausgegeben haben, sondern immer eine zuverlässige Anlaufstelle in guten und in schlechten Zeiten waren.

Das Buch liest sich zügig und süffig, und die teilweise herrlich sarkastischen Beschreibungen verleihen ihm einen zusätzlichen Reiz. Mit J.R.s Lebensweg verflochten sind markante zeitgeschichtliche Ereignisse, die in der Regel in der Bar erlebt und kommentiert werden. Das einzige, was manchmal nervte, waren die sehr sinnfreien Wortspiele eines bestimmten Bargastes und ein paar Baseball-Bezüge, die mir zunächst nichts sagten, doch am Ende des Buches befindet sich ein Glossar, in dem viele Namen und Ereignisse in der Reihenfolge des Auftretens im Buch für Nicht-Amerikaner erläutert werden.

Alles in allem ein gelungenes Debüt - ein wenig schräg, aber doch lebensecht.

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