Theodora Bauer: Das Fell der Tante Meri

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Theodora Bauer: Das Fell der Tante Meri
Verlag
ET (D)
2016
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783746631448

Informationen zum Buch

Seiten
208

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Die Tante Meri ist im Grunde genommen eine liebe Person gewesen.

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Handlungsort

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Als Ferdinands Tante Meri stirbt, erbt er ihr gesamtes Vermögen. Und beginnt sich Fragen zu stellen, zu ihrem Leben und auch seinem. Warum war die Beziehung seiner Mutter zu der Tante so seltsam unterkühlt? Ist sein Vater wirklich im Krieg gefallen? Und was verschweigt ihm der Briefträger, der die Leiche seiner Tante gefunden hat? Auf der Suche nach Antworten taucht er tief in die österreichische Vergangenheit ein – und die seiner eigenen Familie. Einfühlsam und berührend: das Bild einer Epoche und ein dunkles Geheimnis, das über Generationen gehütet wurde.

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Nichts für mich

Alleine das Cover dieses Buches hat mich angesprochen. Die abgebildete Frau im 60er-Jahre-Stil ist mir irgendwie schick ins Auge gesprungen. Unter dem Titel konnte ich mir so gar nichts vorstellen, aber die Inhaltsangabe hat mich neugierig gemacht, da hier auf den Krieg, ein dunkles Geheimnis und die österreichische Vergangenheit angespielt wird... Und ich wurde nicht enttäuscht, soviel vorweg.

Die Geschichte wird aus drei Blickwinkeln, die sich auch in der Zeit unterscheiden, erzählt: Anni, Karl und die Hauptperson Ferdinand, Ferdl genannt, berichten - je Kapitel - abwechselnd.

Der ewige Junggeselle Ferdl hat in den Achtzigern von seiner verstorbenen Tante Meri nicht unerheblich geerbt. Die Tante, die zu besuchen er als Junge immer von seiner Mutter genötigt wurde, aber zu der er nie einen Draht gefunden hat. Wie kam sie dazu, dass ausgerechnet er nun ihr komplettes Vermögen bekommt?
Anni ist eine adrette aber einfach gestrickte Persönlichkeit, die ihre Brötchen als Friseurin verdient, und sich nicht sonderlich viele Gedanken um die Welt und das Geschehen um sie herum macht. Ihre Erzählungen spielen deutlich vor denen Ferdls, denn sie war in einen SS-Offizier verliebt und erlebt die Zeit als Österreich zum Deutschen Reich gehört. Die dritte Person, die dem Leser berichtet, Karl, ist nach Ende des Zweiten Weltkrieges gen Südamerika auf der Flucht, wo er sich auf die Suche nach Gleichgesinnten begibt.

Theodora Bauer legt mit "Das Fell der Tante Meri" ihr Debüt vor. Nachdem heutzutage viele nichts mehr von der Vergangenheit hören wollen oder können, hat es mir erst einmal imponiert, dass die Autorin mit ihrem 1990er-Jahrgang sich diesem nicht gerade leichten Thema widmet.
Was Theodora Bauer gelingt, ist, dass sie die unterschiedlichen Figuren mit einem jeweils eigenen Stil ausstattet, was die Geschichte zusätzlich interessant macht. Anni erzählt gemäß ihrem schlichten Gemüt, Karl hingegen merkt man eine gewisse Intelligenz aber auch Überzeugung an, während Ferdl nicht unsympathisch, aber sehr tollpatschig daher kommt.
Leider offenbart die Autorin aber auch einige Unsicherheiten in ihrem Text. Während ich anfangs noch angenommen habe, dass dies an österreichischen Gepflogenheiten liegt, ging mir irgendwann auf, dass hier Sätze einfach nicht Korrektur gelesen wurden. Da werden Zeiten nicht korrekt verwendet bzw. ändern sich innerhalb eines Abschnittes völlig unpassend. Okay, geschenkt.

Dann aber begibt sich die Hauptfigur dank seiner unverhofften Erbschaft auf eine Art Geschichtsforschung oder auch Vergangenheitsbewältigung. Soweit so gut, aber als sich dann hier auch noch die ein oder andere historische Unsicherheit einschleicht, war ich mir nicht mehr sicher, ob Theodora Bauer wirklich stets gut beraten war. Was waren denn bitte "Seminare der Partei" im Bezug auf die NSDAP? Oh je.
Auch Karls Suche nach ebenfalls geflohenen Nazis wird schnell absurd, als sich herausstellt, dass er unter den zahlreichen Deutschen in Südamerika partout keine finden kann. Also ehrlich, nicht erst seit gestern ist bekannt, dass über die sogenannten Ratten- oder Klosterlinien zahlreiche Nazis über Italien nach Südamerika fliehen konnten. Nachdem ich von Karls "Suche" gelesen habe, habe ich wirklich gezweifelt, ob die Autorin schon jemals etwas von der "Stillen Hilfe" oder O.d.e.SS.A gehört hat...

Ein kleiner Lichtblick wird der Strang, der sich durch die Nachforschungen zum Unfalltod von Tante Meri entwickelt. Dieser hat mich dann halbwegs durch das Buch getragen - das ja zudem mit gut 200 Seiten relativ schmal ist.

Bleibt zu wünschen, dass die Autorin mit ihrem nächsten Buch ein reiferes, besser recherchiertes Werk vorlegt. Ich für meinen Teil bin mir nicht sicher, ob ich es lesen würde.

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Unverhofftes Erbe

Als erstes hat mich das tolle Cover angesprochen, aber auch der Klappentext hat mich neugierig gemacht. Doch ich muss sagen, dass meine Erwartungen überhaupt nicht erfüllt wurden. Die Geschichte konnte mich nicht packen.
Worum geht’s? Tante Meri ist und Ferdinand erbt ihr Vermögen samt Grundbesitz in Südamerika. Das wirft für ihn Fragen auf. Warum hat Meri ausgerechnet ihn zum Erben bestimmt? Wenn er sich zurück erinnert, war das Verhältnis zu der Tante nichts besonders eng.
Neben dem Handlungsstrang um Ferdinand, Ferdl genannt, gibt es noch zwei weitere. Da ist einmal die Anni, die während der Zeit des Deutschen Reiches in einen SS-Offizier verliebt ist. Politik und Weltgeschehen kümmern sie nicht. Dann ist da noch der Mann, der sich als Karl Müller ausgibt und der sich nach dem Weltkrieg nach Südamerika abgesetzt hat. Die Geschichte der drei wird abwechselnd jeweils aus ihrer Sicht erzählt.
Ferdinand ist Junggeselle und ein etwas unbeholfener Typ, den ich ganz sympathisch finde. Dagegen hält Karl mit seiner Gesinnung nicht hinterm Berg. Er ist nicht dumm, aber seine vergebliche Suche nach anderen entflohenen Nazis wird schon irgendwie merkwürdig. Die Frisörin Anni ist ziemlich unbedarft.
Während Ferdl in die Geschichte seiner Familie eintaucht, muss er feststellen, dass da doch einiges im Verborgenen gehalten wurde, aber so richtig Geheimnisvolles gibt es da nicht aufzudecken. Es war weder spannend noch unterhaltend. Am besten gefielen mir da noch die Ermittlungen zum Tod seiner Tante.
Die Geschichte ist in einer österreichisch eingefärbten Sprache geschrieben und lässt sich gut lesen.
Wirklich überzeugt hat mich dieses Buch nicht.

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