Ulla Scheler: Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen

Ulla Scheler: Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen

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Ulla Scheler: Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen
Verlag
ET (D)
2016
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
ISBN-13
9783453270435

Informationen zum Buch

Seiten
368

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Zu meinem achtzehnten Geburtstag schenkte mir mein bester Freund Ben eine Sachbeschädigung.

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Handlungsort

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Ben ist seit Ewigkeiten Hannas bester Freund. Er ist anders. Wild, tollkühn, ein Graffiti-Künstler, ein Geschichtenerzähler. Und keiner versteht Hanna so wie er. Nach dem Abi packen die beiden Bens klappriges Auto voll und fahren zum Meer. An einen verwunschenen Strand, um den sich eine düstere Legende rankt. Sie erzählen sich Geschichten. Bauen Lagerfeuer. Kommen einander dort nahe wie nie zuvor. Und Hanna hofft, endlich hinter das Geheimnis zu kommen, das Ben oft so unberechenbar und verzweifelt werden lässt. Doch dann passiert etwas Schreckliches …

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Wundervolles Debüt, in das man eintauchen möchte!

Hanna und Ben haben gerade ihr Abitur geschafft und sie sind allerbeste Freunde. Ben versteht es, Menschen mit Geschichten in seinen Bann zu ziehen und durch ihn wird Hanna immer wieder zu verrückten Aktionen angestachelt. Zusammen brechen sie zu einer Tour ans Meer auf, wo sie ihren Sommer verbringen. Dort lernen sie auch Chloe und Sam kennen. Doch manchmal ist Ben selbst für Hanna ein undurchschaubares Geheimnis.

Bei diesen Buch ist definitiv der Weg das Ziel - wie alles endet, ist lange Zeit zweitrangig, denn der lockere, jugendliche Schreibstil der Autorin hat mich sofort gefesselt und ich wollte einfach immer weiter in Hannas Welt eintauchen und den Augenblick genießen. Die Sätze sind eher kurz gehalten, jedoch ohne abgehakt zu wirken - dieser Stil hat mich an "Marsmädchen" von Tamara Bach erinnert, das mir ein ähnlich leichtes Lesevergnügen bescheren konnte. Man ist einerseits in der Handlung drin und andererseits scheint man auch ein wenig darüber zu schweben. Das Buch macht Lust darauf, es den Protagonisten gleichzutun und einfach mal alles hinter sich zu lassen.

Man erfährt viel über die Gedanken und Gefühle Hannas, da das Buch aus ihrer Ich-Perspektive geschrieben ist. Ben hingegen bleibt geheimnisvoll. Seine Ideen sind teils gefährlich, leichtsinnig oder illegal, aber durch die riesige Sympathie, Freundschaft und Liebe, mit der Hanna Ben betrachtet, kann man ihm nicht lange böse sein. Mit Nebencharakter Chloe konnte ich nicht wirklich warm werden, auch wenn letztendlich gut erklärt wird, warum sie so wurde, wie sie ist. Sam hingegen habe ich vom ersten Augenblick an ins Herz geschlossen.

Den zweite Teil des Buches (der aber nur etwa 100 Seiten ausmacht) habe ich mit einem gewissen Beklemmungsgefühl verfolgt, weil ich so mit Hanna mitfühlen konnte. Das Ende selbst war zwar in sich abgeschlossen, aber gleichzeitig gab es einige Fragezeichen, denn ich hätte mir gewünscht, mehr zu erfahren und zu wissen, wie es weitergeht. Aber wie Hanna in dem Buch selbst überlegt, "Vielleicht macht das ein gutes Leben aus. Dass man sich Fragen stellt [...] Man muss keine Angst vor Fragezeichen haben, nur vor Punkten."

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Mit leichter Sprache auf hohem literarischem Niveau

Judith W. Taschler, bleiben, Droemer 2016, ISBN 978-3-426-28132-1

Zwanzig Jahre ist es her, dass sich die Cellistin Juliane und die drei jungen Männer auf einem überfüllten Bahnsteig des italienischen Bahnhofs Roma Termini für kurze Zeit begegneten. Es war eine Begegnung von vier jungen Menschen, die alle an unterschiedlichen Wendepunkten ihres Lebens standen. Juliane war immer noch schwer traumatisiert durch den tödlichen Unfall ihres kleinen Bruders, an dem sie sich die Schuld gab. Paul war frisch geschieden nach einer unglücklichen Ehe, Felix auf der Suche nach der Lebensgeschichte seiner Mutter in Südtirol und Max träumte davon, Maler zu werden.

Die Skizzen, die Max damals auf dem Bahnsteig von der Cello spielenden Juliane machte, bildeten die Grundlage für ein Bild, das zwanzig Jahre später das Leben aller damals Beteiligten gehörig in Unordnung bringen wird.

Juliane hat den älteren Paul geheiratet, der um sie geworben hat und sie mit seinem tiefen Verständnis zu einer Form der inneren Heilung von ihrem Trauma brachte. Sie haben zwei Kinder und Juliane ist mit ihrer Familie und Paul glücklich.

Dennoch beginnt sie mit Felix, zu dem sie sich damals schon hingezogen fühlte, zwanzig Jahre später eine heftige Affäre, nachdem die beiden sich in einer Gemäldeausstellung, in der Julianes Porträt zu sehen ist, zufällig begegnen. Sie verlieben sich ineinander, und treffen sich heimlich über ein halbes Jahr lang.

Juliane ist voller Schuldgefühle, kann aber dennoch nicht von Felix lassen. In wechselnden Abschnitten mit Datumsangabe (von Juni 2015 bis Dezember 2015) erzählen die vier beteiligten Personen jeweils anderen, die lange unbekannt bleiben und mit deren Identität sich der Leser lange herumplagt, die aktuelle und die vergangenen Geschichte. Diese jeweiligen Ich-Erzählungen sind als eine Art Dialog komponiert, der allerdings nur in manchmal gestelzten Rückfragen des Erzählers an seinen stillen Zuhörer als solcher deutlich wird. Mir hat das nicht so gut gefallen, ich habe den Sinn nicht verstanden. Judith Taschler wäre besser bei der reinen Ich-Erzählung ihrer Protagonisten geblieben, zumal die jeweiligen Zuhörer für die ganze Geschichte wenig Bedeutung haben.

Nach einer längeren Reise, von der er sich nicht bei Juliane meldet, bricht Felix den Kontakt zu ihr plötzlich ab. Sie fühlt sich schlecht, verletzt und gedemütigt. Ausgerechnet von Paul, der mehr weiß, als sie annahm, erfährt sie nicht nur den Grund, sondern wieder einmal bedingungslose Annahme und Liebe.

Mit leichter Sprache auf hohem literarischem Niveau hat Judith Taschler einen Roman geschrieben über Liebe und Verrat, Freundschaft und Vertrauen und über den Tod.
Ich habe ihn bis auf die erwähnte kleine Irritation über ein Kompositionsmittel gerne und mit innerer Anspannung gelesen.

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Ein gelungenes Debüt !!

Klappentext:
"Ben ist seit Ewigkeiten Hannas bester Freund. Er ist anders. Wild, tollkühn, ein Graffiti-Künstler, ein Geschichtenerzähler. Und keiner versteht Hanna so wie er. Nach dem Abi packen die beiden Bens klappriges Auto voll und fahren zum Meer. An einen verwunschenen Strand, um den sich eine düstere Legende rankt. Sie erzählen sich Geschichten. Bauen Lagerfeuer. Kommen einander dort nahe wie nie zuvor. Und Hanna hofft, endlich hinter das Geheimnis zu kommen, das Ben oft so unberechenbar und verzweifelt werden lässt. Doch dann passiert etwas Schreckliches …"

Meine Meinung:

Das Cover ist einfach super schön und ansprechend gestaltet, die wilde See vermittelt schön eine interessante und "aufwühlende" Geschichte.
"Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen" ist der Debütroman der Autorin Ulla Scheler und ich war wieder einmal sehr gespannt darauf Neues kennenzulernen. Mich hatten das Cover und auch der geheimnisvolle Klappentext sehr angesprochen. Der Schreibstil ist wunderbar flüssig, sehr bildlich und durch die kurzgehaltenen Sätze auch genau dem Lesealter angepasst. Ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl der Handlung nicht folgen zu können. Durch die bildhaften Beschreibungen vieler Situationen konnte ich mich toll in diese hineinversetzen und die Szenen vor meinem inneren Auge ablaufen lassen. Das hat mir sehr gut gefallen. Anfangs finde ich jedoch, dass die Handlung sich ein klein wenig zieht, bevor sich danach widerrum die Ereignisse überschlagen und ich richtig mitgefiebert habe.


Absolut hervorzuheben sind ist die Gestaltung der Charaktere, die mich hier wahnsinnig angesprochen hat. Sie sind mit einer Tiefe ausgestattet, wie ich es in Jugendbüchern, in dieser Art, selten erlebt habe. Die Protagonistin Hanna war mir auch gleich sympathisch, ich konnte mich gut in sie hineinversetzen, sie gut verstehen. Sie ist ein eher ruhiger Mensch und hat eine sehr gute Beziehung zu ihrer Mutter. Hanna ist witzig, handelt selten unüberlegt und ist liebevoll im Umgang mit den Menschen, die ihr wichtig sind. Sehr gut hat mir gefallen, dass ich eine intensive Verbindung zu ihr aufbauen konnte, was sicher auch daran liegt, dass die Geschichte aus ihrer Sicht, in der Ich-Perspektive geschildert wird. Auch Ben ihr männlicher Gegenpart, wenn man es so sagen will, ist ein toller Charakter, wobei ich es schwierig fand, ihn einzuschätzen. Ich habe ihn als eher ein wenig mysteriös und geheimnisvoll empfunden. Er wagt manchmal mehr als es gut für ihn ist, ist wahnsinnig freiheitsliebend. Die Schilderungen über die Beziehung der Charaktere habe ich als sehr authentisch empfunden. Das Ende hat mir ebenfalls gut gefallen
Ich kann das Buch nur empfehlen.

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