Ulrike Sosnitza: Novemberschokolade

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Ulrike Sosnitza: Novemberschokolade
Verlag
ET (D)
2016
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783453359062

Informationen zum Buch

Seiten
368

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Nie werde ich vergessen, wie ich das erste Mal einen Finger in die geschmolzene Schokolade steckte.

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Zimt, Koriander und natürlich Schokolade – in Würzburgs einzigartiger Chocolaterie liegen verheißungsvolle Düfte in der Luft. Hier zaubert Lea Winter die wunderbarsten Schokoladengenüsse. Doch Liebe und Begeisterung allein bezahlen keine Rechnungen. Lea steht kurz vor der Pleite, und der einzige Ausweg scheint die Teilnahme an einem Wettbewerb zu sein. Mitten in ihrer Recherche entdeckt sie ihre Mutter Anne, die vor über zwanzig Jahren spurlos verschwand, in der Fachzeitschrift der Chocolatiers. Lea macht sich auf den Weg zu ihr und erfährt eine lang verdrängte, furchtbare Wahrheit.

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Novemberschokolade

Lea Winter führt in Würzburg eine kleine Chocolaterie. Sie hat einen ausgeprägten Geruchssinn und liebt Schokolade über alles. Das ist kein Wunder, denn auch ihr schon früh verstorbener Vater war ein Fan dieser braunen Köstlichkeit und selbst ein bekannter Chocolatier. Leider aber ist Lea in Geschäftsdingen lange nicht so gut wie bei der Kreation ihrer Trüffel und Pralinen und so steht ihr kleines Geschäft kurz vor dem aus. Ihre Vermieterin kündigt ihr Wohnung und Ladenlokal und sie gerät immer mehr in die Krise. Trotz schlechtem Gewissen ihren Mitarbeiterinnen gegenüber, entschließt sich Lea dann zunächst für eine Schließung des Geschäfts. Dies tut sie aber auch nur, weil sie überraschend ihre Mutter wiederfindet und auch noch eine neue Beschäftigung in ihrem Metier. Doch das neue Familienglück währt nicht lange, denn ein Schatten liegt über der Vergangenheit von Leas Familie.

Diese Geschichte ist dank der schokoladigen Köstlichkeiten und der im Roman enthaltenen Liebesgeschichte sehr genussvoll. Dennoch konnte sie mich nicht vollständig überzeugen, denn Lea Winter blieb mir zu wechselhaft in ihren Entscheidungen und auch zu schnell entschlossen bei Dingen, über die man gerne etwas länger nachdenken sollte. Dabei bleibt vieles auf der Strecke. In der Handlung gibt es auch einige Sprünge, die mich etwas in meinem Lesefluss gestört haben.

So ist „Novemberschokolade“ ein kurzweiliger Lesegenuss über köstliche Pralinen und den Duft der Liebe, der mit Lea und ihrer Mutter Anne von zwei Personen geprägt wird, die in ihrem Handeln nicht überzeugen können.

Copyright © by Iris Gasper

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Leidenschaft für Schokolade

Lea Winter hat früh ihren Vater verloren und ist dann bei den Großeltern aufgewachsen, da die Mutter die Familie verlassen hatte.  Als selbstständige Chocolatière ist sie in die Fußstapfen ihres Vaters getreten, allerdings geht das Geschäft nur mäßig.
Auf einem Wettbewerb lernt sie den großen Schokoladen Meister Sébastien kennen und findet heraus, dass dieser der Lebensgefährte ihrer 'verschollenen' Mutter ist.
Sie fährt zu ihrer Mutter um sie zur Rede zu stellen und versucht nach über 26 Jahren wieder eine Beziehung zu ihr aufzubauen.

Leider konnte mich diese Geschichte nicht wirklich überzeugen.  Die Idee als solches,  die Geschichte der Schokoladen und ihre Beschreibungen konnten zwar Gelüste auf Schokolade hervorrufen und mir bildhaft vor Augen führen, wie Lea in ihrem kleinen Laden arbeitet und dass sie für ihren Beruf brennt. Aber leider fand ich die Figur der Lea an sich nicht wirklich gelungen. Mein Mitleid mit ihr sowie mit Anna hielt sich sehr in Grenzen. Ich bin einfach nicht richtig mit den Personen warm geworden.
Ihre Sorgen waren zwar verständlich, aber so richtig kam die Existenz Angst bei mir leider nicht an.

An manch anderer Stelle ging mir alles zu schnell, traf zu zufällig und gewollt ein. Und Lea war oftmals so sehr kopflos aber irgendwie so unreif und flapsig. Das fand ich sehr schade, denn die Geschichte an sich war nicht schlecht und lies sich ebenfalls locker weg lesen. Für eine Pralinenauswahl an einem grauen Nachmittag an und für sich also eine geeignete Lektüre.

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Schokolade - schwarzes Gold!

Lea Winter kann die Augen nicht mehr vor der Tatsache verschließen, dass sie vor dem finanziellen Aus steht. Ihre Pralinen sind sowohl ein Augen- als auch ein Gaumenschmaus, aber leider deckt der Verkauf der teuren und handgearbeiteten Produkte nicht die Ausgaben für die Geschäftsräume der Chocolaterie und den Gehältern ihrer Angestellten Stella und Herlind. Zu allem Übel kündigt ihr ihre Vermieterin wegen einiger ausstehender Mieten auch noch die Wohnung, so dass Lea mit Sack und Pack im Lagerraum ihrer Chocolaterie wohnen muss. Ihr Nachbar, ein Pizzabäcker, steht schon parat, um nach Leas Auszug einen Pizza-Service in den frei gewordenen Räumen einzurichten.

Auf der Suche nach einer Möglichkeit doch noch an Geld zu kommen, wird Lea von Alessandro (dem Sohn des Pizzabäckers) auf einen Wettbewerb aufmerksam gemacht. Eine Hotelkette ist auf der Suche nach der perfekten „Schwanenpraline“ - sie soll als Betthupferl für die Gäste auf dem Kissen deponiert werden – und die Siegesprämie ist auf 5.000 € dotiert. Das wäre die Rettung! Lea bewirbt sich und bei der Recherche für diesen Wettbewerb findet sie auf einer Zeitung ein Foto von Anne Miller ...ehemals Anne Winter, Leas seit Jahren verschwundene Mutter.

Lea nimmt Kontakt zu Anne auf, besucht sie in München und hofft nun endlich zu erfahren, warum sie nach dem Tod ihres Vaters von ihren Großeltern aufgezogen wurde und ihre Mutter einfach verschwunden war. Dann bekommt Lea die Antworten, auf die sie 26 Jahre lang gewartet hat – Antworten, die sie dann doch vielleicht lieber nicht hätte hören wollen.

Gefühlt 2 kg habe ich während der Lektüre dieses Buches an Gewicht zugenommen. Wie der Titel „Novemberschokolade“ verspricht, geht es in diesem Buch um Schokolade – um Pralinen und um Trüffel und die Herstellung bzw. den Verkauf eben dieser. Lea ist in die Fußstapfen ihres früh verstorbenen Vaters getreten, der ebenfalls Inhaber einer Chocolaterie in Würzburg war. Genau wie ihr Vater ist Lea zwar handwerklich begabt um die besten Pralinen herzustellen, mit der kaufmännischen Seite einer Selbständigkeit hat sie es jedoch leider nicht so. Unfairerweise frisst sie dann auch noch ihre Sorgen wochenlang in sich hinein und stellt ihre beiden Angestellten von jetzt auf gleich vor die Tatsache, dass diese ab morgen keinen Job mehr haben.

Auch wenn Lea keine kaufmännischen Geschicke hat, ihre Nase funktioniert hervorragend. Bevor sie Alessandro, den Sohn des Pizzabäckers, näher kennenlernt, hat sie sich quasi schon in den Basilikum-Orange-Koriander-Geruch verliebt, der Alessandro permanent umweht. Alessandro ist nur zufällig in Würzburg, er hilft seinem Vater in der Pizzeria, solange seine Mutter krank ist. Recht schnell kommen sich Alessandro und Lea näher und er ist es, der Lea auf den Wettbewerb um die beste Schwanenpraline aufmerksam macht.

Dieses Buch lässt mich mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurück. Das lachende Auge deswegen, weil die Autorin Ulrike Sosnitza es hervorragend versteht, die Schauplätze, die Stimmung bei den Wettbewerben und den Geruch von Schokolade und der daraus hergestellten Produkte zum Leser zu transportieren. Ich konnte den Geschmack der Manon-Praline, die nach Himbeeren duftet, förmlich auf der Zunge spüren. Ebenso wie die vielen anderen leckeren Trüffel- und Pralinensorten, die in diesem Buch beschrieben werden. Das weinende Auge deswegen, weil die Charaktere - meiner Meinung nach - nicht ganz so liebevoll ausgearbeitet wurden, wie die leckeren Schokoladenrezepte.

Lea macht mich mit ihrer Sprunghaftigkeit fast verrückt. Erst will sie ihren Mitarbeiterinnen (die gleichzeitig auch ihre Freundinnen sind) von der Firmenpleite erzählen, dann sagt sie doch nix, dann knallt sie es ihnen auf einmal schonungslos vor den Bug. Sie lernt Alessandro kennen, mag ihn, mag ihn dann doch wieder nicht, küsst ihn und dann will sie ihn auf einmal nicht mehr sehen und plötzlich ist er der einzige Mensch auf Erden, mit dem sie telefonieren möchte. Dieses Hin und Her zwischen zwei Menschen, die sich am Ende dann doch lieben, ist nix neues – aber Lea weicht hier irgendwie mit ihrer Art total von der Norm ab. Ich könnte sie stellenweise ohrfeigen.

Auch Anne, Leas Mutter, ist mir von Anfang an nicht sympathisch. Mal tut sie so, als ob sie vor Freude über ihr wiedergefundenes Kind schier aus dem Häuschen ist, dann wiederum ist sie ablehnend und kalt Lea gegenüber und benimmt sich, als wenn es sich bei Lea nur um eine weitläufige Bekannte handeln würde. Einige Szenen wirkten mir persönlich zu konstruiert und die Dialoge teilweise holprig.

Die Geschichte von Lea und ihrer Chocolaterie wird aus der Sicht von Lea in der Ich-Form erzählt. Der Schreibstil von Ulrike Sosnitza ist angenehm und gut zu lesen, wobei sich die Geschichte zwischendurch auch schon mal etwas zieht. Überrascht wurde ich mit der Aufdeckung des Geheimnisses um den Tod von Leas Vater und dem damit einhergehenden Verschwinden von Leas Mutter Anne.

Das Buch hat mich ganz gut unterhalten, es hat mich aber leider nicht nachhaltig beeindruckt.

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