Nick Cave: Und die Eselin sah den Engel

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Nick Cave: Und die Eselin sah den Engel
Verlag
ET (D)
1996 / 2014
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
Originaltitel
And the Ass saw the Angel
ET (Original)
1989
ISBN-13
9783453676824

Informationen zum Buch

Seiten
336

Sonstiges

Originalsprache
englisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Drei fettige Krähenbrüder kreisen Schnabel an Schwanzfeder, schneiden einen Kreis in den wunden unruhigen Himmel, zirkeln schnell und finster durch die aufquellenden Wolkenmassen.

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Euchrid Eucrow ist das Produkt mehrerer Generationen von Inzucht. Seine Mutter ist eine Säuferin und sein Vater ein wortkarger Fallensteller. Wortlos wächst er in einem fundamentalistischen Südstaatenkaff auf, welches von einer eigenartigen Sekte und vom Anbau von Zuckerrohr lebt. Euchrid wird von den Städtern gejagt und misshandelt. Nur die Hobos des Ortes stehen noch unter ihm. Getrieben von sozialer Isolation, flüchtet er sich in Wahnvorstellungen und kreiert seine eigene Welt.

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3.3
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Sprache & Stil 
 
4.0
Schon der erste Satz zeigt, mit welcher Wortgewalt Cave auf seine Leser einstürmt, wobei das Original natürlich noch etwas starker nach seinen üblichen Liedtexten klingt. Und so hörte ich auch während der ersten Kapitel stets eine Cave-Melodie im Kopf als Hintergrundgeräusch. Allerdings keine getragene Ballade, sondern eher etwas in einem schnelleren Tempo (konkret: "The Ballad of Robert Moore and Betty Coltrane")

Das Buch spielt in einem abgelegen Tal, welches von einer christlichen Sekte dominiert wird, die Hauptfigur ist ein Außenseiter, Euchrid Eucrow ist stumm und das Ergebnis von Generationen voller Inzucht und Alkoholmissbrauch. Zu Beginn des Buches wartet er auf seinen Tod und erzählt unterdessen seine Lebensgeschichte. Ein netter Kerl ist er nicht und auch das theoretisch durchaus mögliche Mitleid (er hat es schließlich wirklich nicht leicht) verflüchtigt sich ganz schnell. „Und die Eselin sah den Engel“ hat, leider keine einzige sympathische Zeile, der vollendete Schmutz, in dem der Autor das Buch sich wälzen lässt, fasziniert aber irgendwie schon.

Mir wurde es dann aber irgendwann doch zu viel, ich konnte so viel Blut, Ekel, Qual und Quälerei, Verrücktheit und Abscheuliches nicht mehr ertragen und habe so ca. das letzte Viertel nur noch überblättert. Das Buch lässt einen atemlos zurück, man wird hineingezerrt in seinen Sumpf, schwankt zwischen Hass und Faszination und so finde ich es schwer, ihm eine simple Note zu geben, soll es doch ein jeder selbst versuchen.
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