Uwe Hauck: Depression abzugeben

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Uwe Hauck: Depression abzugeben
ET (D)
2017
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
ISBN-13
9783404609222

Informationen zum Buch

Seiten
432

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
20 Schlaftabletten, eine Rasierklinge und ich.

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Handlungsort

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Seelische Erkrankungen verschleppt man oft und das kann schiefgehen. Uwe Hauck möchte über das Tabuthema Depressionen aufklären, den Betroffenen die Angst vor Psychiatrien nehmen und einen Einblick in das geben, was einem in der Klapse erwartet. Offen, schonungslos und unterhaltsam lässt er uns an seinem Therapieverlauf teilnehmen und spart nicht mit Anekdoten über Beschäftigungsmaßnahmen, wie Korbflechten, Maltherapien oder Ausdruckstänzen. Denn die Klapse ist nichts anderes als ein Krankenhaus für gebrochene Seelen, und eigentlich sind in der Klapse eher normale Menschen, die mit dem Wahnsinn da draußen nicht mehr fertig werden, so der Autor.

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Authentischer Bericht „aus der Klapse“ – kann Ängste nehmen und Verständnis wecken

Uwe Hauck ist 47 Jahre alt, als er im Februar 2015 in einer Panikattacke einfach nicht mehr weiter weiß und einen Selbstmordversuch unternimmt. Für ihn und seine Umwelt ein Zeichen, dass endlich etwas passieren muss, dass er Hilfe von außen braucht. Es folgen Aufenthalte in der stationären Psychiatrie, in der Tagesklinik, in der Reha.

Von diesen Aufenthalten und Therapien berichtet Hauck in „Depression abzugeben“ sehr offen. Er lässt uns an Positivem wie Negativem teilhaben und beschönigt nichts. Seine Erzählung ist dabei recht kurzweilig und locker zu lesen. Zuweilen gibt es ein paar Wiederholungen, was ich aber nicht als schlimm empfinde, zeigt es doch das Gedankenkarussell, das sich in seinem Kopf beständig dreht.

Ich möchte das Buch für Betroffene, die selbst unter Depressionen leiden, empfehlen. Ihnen kann es Ängste vor den Mühlen der Psychiatrie nehmen und sie ermuntern, therapeutische und andere Hilfen anzunehmen.

Aber auch für Angehörige ist das Buch wertvoll, gibt es doch tiefen Einblick in die Krankheit „Depression“, die für Außenstehende so schwer zu fassen ist.

Es wird auch klar, dass trotz Therapien die Krankheit nicht immer geheilt werden kann, dass man sie aber zumindest besser unter Kontrolle halten kann.

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In der heutigen Zeit ist es längst nicht mehr "ungewöhnlich", dass viele Menschen wegen Depressionen behandelt werden. Trotzdem ist es in unserer Gesellschaft immer noch ein Tabu, auch darüber zu sprechen. Immer noch haftet dem Thema etwas negatives an, ist es etwas, für das man sich womöglich schämt. Schluss damit!!

Uwe Hauck bricht mit dem Tabuthema und berichtet schonungslos, offen und ehrlich darüber, wie er nach einem Suizidversuch in die Psychiatrie eingewiesen wurde.

Langsam aber sicher hat er sich seinen Weg zurück ins Leben erkämpft und geht den Kampf gegen die Depression mutig an.

Über seinen Aufenthalt in der geschlossenen und offenen Psychiatrie sowie in der Tagesklinik berichtet er. Über die Erfahrungen, die er in den unterschiedlichen Einrichtungen und mit den unterschiedlichsten Therapieformen gemacht hat. Man darf teilhaben an seinen Erkenntnissen über sich selbst und kann dabei oftmals seine eigenen Einstellungen und Empfindungen überdenken.

Schon während seiner Zeit in den unterschiedlichen Einrichtungen führt Uwe Hauck Tagebuch und twittert.
Diese Einträge helfen ihm, zeigen sie doch, dass sein Schicksal viele Menschen "dort draußen" berührt und auch betrifft. Es gibt sie, die Menschen, die ebenfalls erkrankt sind und die Verständnis haben. Viele machen sich Gedanken.
Denn gerade in der heutigen Gesellschaft kennt fast jeder irgendwen, der auch an Depressionen erkrankt und deswegen in Behandlung ist.

Als Außenstehender traut man sich vielleicht nicht unbedingt, den Anderen darauf anzusprechen. Man weiß nicht, ob der Andere darüber reden möchte.
Als Betroffener traut man sich vielleicht ebenfalls nicht unbedingt, darüber zu reden, da man sich schämt....

Dieses Buch kann helfen. Es hilft dabei, dass sich Betroffene nicht alleine fühlen. Es hilft dabei, dass man besser verstehen kann. Es hilft auch dabei, dass man lachen kann, denn manche Ereignisse im Klinikalltag und wie der Autor sie beschreibt, sind durchaus sehr humorig!

Nicht alle Menschen brauchen z.B. die gleichen Therapien und so kann es schon mal sein, dass man sich trotz des ernsten Themas dabei ertappt, dass man lachen muss beim Lesen. Tanztherapie oder Stammesrituale passen eben nicht zu jedem. Aber das ist auch okay. Letztendlich kommt es darauf an, dass man die für jeden selbst passende Therapie findet, sich darauf einlässt und versucht, sein Leben neu zu gestalten.

Sicherlich wird es immer auch mal wieder Rückschläge geben. Auch das spricht Uwe Hauck an.

Und während seiner Zeit "in der Klapse" merkt man, dass auch das nur ein ganz normaler Klinikalltag ist.

Ein für mich ganz anderes, ein tolles Buch.
Der Schreibstil war angenehm und es war sehr gut zu lesen und verständlich beschrieben. Es war wahnsinnig interessant, hat mich oft innehalten und nachdenken lassen und wird mich hoffentlich auch für die Zukunft weiterhin noch nachhaltig beeinflussen. Es hat mich auf jeden Fall bereichert.

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