Val McDermid: Northanger Abbey

Hot
 
2.7 (2)
 
2.4 (9)
1730 1

Benutzer-Bewertungen

9 Bewertungen
5 Sterne
 
0%
4 Sterne
 
0%
 
44%
 
56%
1 Stern
 
0%
Gesamtbewertung
 
2.4
Plot / Unterhaltungswert
 
2.1(9)
Charaktere
 
2.0(9)
Sprache & Stil
 
3.1(9)
Zurück zum Beitrag
Ratings
Plot / Unterhaltungswert
Charaktere
Sprache & Stil
Kommentare
9 Ergebnisse - zeige 1 - 5
1 2
Reihenfolge
Eine nur teilweise gelungene Klassiker-Adaption
Gesamtbewertung
 
3.3
Plot / Unterhaltungswert
 
3.0
Charaktere
 
2.0
Sprache & Stil
 
5.0
Klappentext: Lesen ist gefährlich! Zu gern verliert die 17-jährige Pfarrerstochter Cat Morland sich in der Welt der Bücher und träumt von aufregenden Abenteuern. Die sie im ländlichen Piddle Valley niemals finden wird! Doch dann darf sie ihre Nachbarn, die Allens, zu einem Kulturfestival nach Edinburgh begleiten. Wo sie nicht nur unerwartet in Bella Thorpe eine neue Freundin findet, sondern sich in den jungen, aufstrebenden Rechtsanwalt Henry Tilney verliebt. Als Henry und seine Schwester Eleanor sie auf den schönen, aber düsteren Familiensitz Northanger Abbey einladen, geht Cats Fantasie mit ihr durch. Was, wenn hier ein Verbrechen stattgefunden hat? Und tatsächlich wird es für sie gefährlich – wenn auch auf unerwartete Weise.

Das Cover des Buches gefällt mir sehr gut. Der Schutzumschlag ist aus einem samtigen Material und fühlt sich so toll an ? Das Cover ist in recht düsteren Farben gehalten, die zunächst nur wenig, später aber immer besser zum Buch passen. Zu sehen ist ein Mädchen, vermutlich Cat. Ich liebe Buchcover, bei welchen die Protagonistin von hinten gezeigt wird. Sie untersützen die Vorstellungskraft des Lesers, ohne das Gesicht vorzugeben.

Schon in dem Moment, als ich gesehen habe, dass dieses Buch auch auf deutsch erscheinen wird, freute ich mich wie eine Verrückte auf "Northanger Abbey" von Val McDermid. Die Idee des Jane Austen Projekt, in welchem auf englisch noch mehr Bücher verschiedener Autoren erschienen sind, finde ich total spannend. Ich liebe Val McDermids Schreibstil und Jane Austens Geschichten. Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen.
Zu Beginn wurden diese leider nicht erfüllt und Enttäuschung machte sich breit. Auch wenn Val McDermids Schreibstil auch hier wieder grandios ist und auch die Geschichte selbst vielversprechend schien, konnte mich das Zusammenspiel dieser beiden Aspekte nicht überzeugen. Der Schreibstil erinnerte mich stark an Bücher des frühen 20. Jahrhunderts. Doch dieses Buch spielt in der heutigen Zeit. Smartphones, Facebook, Twitter...all das findet man in dieser Adaption. Doch die Dialoge und auch die Verhaltensweisen der Charaktere sind größtenteils nicht zeitgemäß und so zerrten in meinem Kopf verschiedene Bilder aneinander, doch keines wollte sich einstellen.
Auf den ersten 80 Seiten hatte ich also wirklich große Probleme ins Buch zu finden. Diese wurden nicht zuletzt wegen der äußerst nervigen und unsympathischen Nebencharaktere hervorgerufen. Cats Bruder James, auch Jamie genannt, bliebt für mich die größte Zeit blass und zeigte kaum Persönlichkeit. Viel schlimmer waren jedoch die oberflächliche Bella und ihr total bescheuerter Bruder Johnny. Natürlich ist die nervige Art der beiden gewollt und doch fragte ich mich immer wieder, weshalb Cat mit Bella befreundet ist. Auch Cats Schwärmerei für den attraktiven Anwalt Henry, zu dem ich mir bis zum Schluss ebenfalls keine Meinung bilden konnte, konnte ich zunächst nicht nachvollziehen. Die beiden haben lediglich in einem Tanzkurs miteinander getanzt und sie war sofort Feuer und Flamme. Die besonderen Momente, die diese Schwärmerei hervorrufen könnten, haben mir gefehlt. Cat mochte ich während des Lesens zwar sehr gerne, doch wegen ihrer naiven Art, konnte ich, vor allem in der zweiten Hälfte des Buches, teilweise nur den Kopf schütteln.
Das klingt jetzt alles total negativ, doch nach ca. 80 Seiten merkte ich, wie ich mit der Art des Buches immer besser klar kam. Langsam entwickelte es einen Sog auf mich und ich war gespannt, wie es mit Cat weiter gehen würde. Erwähnenswert finde ich, dass Cat erst auf S. 200 nach Northanger Abbey gelangt. Davor besucht sie mit ihren Nachbarn und ihren Freunden verschiedene Events in Edinburgh. Die Geschehnisse auf Northanger Abbey waren leider so abstrus, dass auch das Ende mich nicht überzeugen konnte. Zudem blieb für mich eine wichtige Frage unbeantwortet.

Fazit: Ein besonderes Buch, dass es mir aber aufgrund dieser Besonderheit teilweise sehr schwer machte. Anfang und Ende des Buches empfand ich, vor allem neben dem starken Mittelteil, sehr schwach. Ein Buch, das mich mit gemischten Gefühlen zurück lässt.
C
War diese Bewertung hilfreich für dich? 0 0
Vampire Abbey
(Aktualisiert: 28 Januar 2016)
Gesamtbewertung
 
3.3
Plot / Unterhaltungswert
 
4.0
Charaktere
 
3.0
Sprache & Stil
 
3.0
Val McDermid - Northanger Abbey - Harper Collins

Cathrine Moreland, genannt Cat, führt ihrer Meinung nach ein viel zu langweiliges Leben.
Die 17jährige Pfarrerstochter aus dem Piddle Valley, kann dem idyllischen Dorset nur etwas abgewinnen, wenn sie sich in Tagträumen verliert. Sie liest gerne Schauerromane und in ihrer Jungmädchenfantasie durchlebt sie die gleichen Abenteuer, die ihren Heldinnen angedichtet sind. Gottseidank hat Cat ein Smartphone und ist dank Facebook und Twitter nicht vollends von der Welt abgeschnitten.
Das Nachbarsehepaar - Susie und Andrew - weiß um Cats Freizeitsdilemma und läd sie ein, mit nach Schottland zu kommen. In Edinburgh findet ein Kulturfestival statt - ganze vier Wochen lang! Der Musicalproduzent will das Berufliche mit dem Angenehmen verbinden und Cat soll als "Gesellschafterin" seiner Frau dabei sein.
Zwischen Poetry Slam, Comedy, Book and Art, findet sich sogar noch Gelegenheit für einen schottischen Dance-Workshop, der Highlander Ball in Edinburgh ist eine der großen Attraktionen. Dort lernt sie Henry Tilney kennen, der tanzen kann wie der Teufel und mindestens genauso gut aussieht. Er und seine Schwester Ellie freunden sich mit Cat an und laden sie auf den Familienbesitz Northanger Abbey ein.
Als Cat das schaurig schöne Schloss mit Zinnen und Türmchen sieht, schlägt ihre Fantasie Purzelbäume und schon werden alle "Monster", über die sie so gerne liest "lebendig". Das ist ein wahres "Twilight-Paradies", dunkel und düster und hinter jedem schweren Brokatvorhang lauert ein triefender Zahn. General Tilney muss ein Vampir sein..
Allein im Westflügel untergebracht, fällt ihre Aufmerksamkeit auf eine alte Truhe, die sie nach Beweisen für General Tilneys Blutsaugertum durchsucht. Zu Cats größter Missbilligung bleibt das Monstrum aus dem Kleiderschrank fern, noch nicht einmal Fledermäuse hängen von der Decke, um ihre Flügel über ihrer Schlafstatt auszubreiten, um sie des Nachts zu überfallen.. Aber Cat findet ein Geheimfach und findet einen geheimnisvollen Gegenstand, doch bevor sie ihn näher in Augenschein nehmen kann, bricht ein Unwetter herein und das Licht geht aus..
Das "Jane Austen-Projekt" belebt einige ihrer bekanntesten Romane wieder.
Val McDermid macht mit Northanger Abbey den Anfang und adaptiert den Klassiker in die Moderne, vollgespickt mit Elementen der Neuzeit.
Ein Roman, der nicht ganz ernst genommen werden will und wer dies beherzigt wird hier gute und spannende Unterhaltung finden.
Dem Vampir-Thema sieht man sich leidenschaftlich ausgesetzt und die Social-Media-Sucht von Cat, persifliert die Jugend von Heute.
Es folgen noch fünf weitere Adaptionen, Bestseller-Autoren geben sich die Klinke in die Hand.
Natürlich verfolge ich das Projekt weiter, schon allein diese "Jane Austen" bleibt mir unvergesslich.
War diese Bewertung hilfreich für dich? 0 0
Val McDermid - Northanger Abbey
Gesamtbewertung
 
2.7
Plot / Unterhaltungswert
 
3.0
Charaktere
 
2.0
Sprache & Stil
 
3.0
Mit ihrem Buch „Jane Austens Northanger Abbey“ versucht sich Val McDermid daran, den gleichnamigen Roman Jane Austen in die heutige Zeit umzusetzen.
Als ich von diesem Buch hört, war ich sehr interessiert und gespannt. Denn Jane-Austen-Romane mag ich sehr.
Leider musste ich feststellen, dass sich McDermid zwar in großen Teilen an das Original gehalten hat, gleichzeitig aber versucht hat, moderne Elemente einfließen zulassen.
Es ist ihr dabei nicht gelungen, ein ausgewogenes Verhältnis zu schaffen. So wirken die Figuren weiterhin wie aus den m 19. Jahrhundert, besonders auch was die Rollenbilder angeht, benutzen aber moderne Technik, fb, Twitter und Co. kommen direkt inflationär zum Einsatz. Das Ergebnis sind unglaubwürdige Charaktere und gestelzte Handlungsstränge.
Es hätte der Geschichte deutlich besser getan, man hätte den Handlungsrahmen etwas mehr aufgeweicht um ihn der heutigen Zeit anzupassen.
Herausgekommen ist für mich bestenfalls ein nettes Jugendbuch. Dem aber dann etwas mehr Spannung gut getan hätte. Die Charaktere bleiben flach, ein Kribbeln bleibt aus – da helfen auch nächtliche Exkursionen euch das alte Gemäuer oder der Gedanke, unter Vampiren zu leben, nicht weiter. Es bleibt unglaubwürdig.
Schade. Ich werde mich wohl zur Versöhnung mal wieder an das Original machen.
K
War diese Bewertung hilfreich für dich? 0 0
Auf nach Edinburgh
(Aktualisiert: 29 Januar 2016)
Gesamtbewertung
 
2.7
Plot / Unterhaltungswert
 
2.0
Charaktere
 
2.0
Sprache & Stil
 
4.0
geht es für Cat, also Catherine, Morland. Sie ist schon sehr aufgeregt, denn es ist das erste Mal, dass sie ihr kleines englisches Nest verlassen kann und zwar einzig und allein deswegen, weil die Allens, Nachbarn der Pfarrersfamilie Morland, sie mit zum Festival nach Edinburgh nehmen - eine mehr als willkommene Abwechslung.

Dort geht es dann eher beschaulich zu, zumindest im Hinblick auf das Gesellschaftliche: jeder kennt jeden - so scheint es - und bei jeder neuen Bekanntschaft offenbaren sich Cat die verwegensten Verbindungen zu Freunden bzw. sogar ihrer Familie. So lernt sie rasch Bella kennen, die für ihren Bruder schwärmt, den sie wiederum als Studienfreund ihres eigenen Bruders kennengelernt hat und - Schwuppdich - schon mit ihm die (Verlobungs)Ringe tauscht.

Cat selbst ist allerdings abgelenkt, hat sie doch den überaus anziehenden Henry Tilney kennengelernt, dem sie sich über dessen Schwester Ellie zu nähern versucht. Umso größer ihre Freude, dass sie für einige Zeit auf den Landsitz der Familie, die Abtei Northanger eingeladen wird, wo sie hofft, sich dem Mann ihrer Träume nähern zu können. Aber... nun, aber das müssen Sie selbst lesen!

Eng hält sich Val McDermid an die Vorlage: zumindest inhaltlich durchlebt Cat im Großen und Ganzen das Selbe wie ihre Vorlage, Catherine Morland um die vorvorletzte Jahrhundertwende. Manchmal ist es sogar zu ähnlich - schnell macht die Heldin bzw. deren Umfeld Heiratspläne, dagegen bleibt man mit dem Angebeteten - auch er höchstens ein Twen, wohingegen Cat 17 Jahre alt ist - lange per Sie. Authentizität wird hier zwar im Hinblick auf die Adaption des Romanstoffes geboten, nicht jedoch hinsichtlich der lupenreinen, nachvollziehbaren Darstellung der Gesellschaft im 20. Jahrhundert (der Roman spielt 2014).

Trotzdem ein spannendes und unterhaltsames Buch, das ich gern gelesen habe, obwohl ich mich über die ein oder andere Passage durchaus ein wenig aufgeregt habe und immer noch der Ansicht bin, die Autorin hätte es sich an der ein oder anderen Stelle zu einfach gemacht. Dennoch: Val MacDermid vermag es auch diesmal, ihre Leser zu fesseln - ich jedenfalls konnte das Buch nicht aus der Hand legen, bevor ich es beendet hatte!
War diese Bewertung hilfreich für dich? 0 0
langweilig und unglaubwürdig
Gesamtbewertung
 
2.3
Plot / Unterhaltungswert
 
2.0
Charaktere
 
2.0
Sprache & Stil
 
3.0
Beim englischen Harper Collins Verlag erscheinen im Augenblick sechs Romane verschiedener namhafter Autoren, die Orignalbücher von Jane Austen in ihrer eigenen modernen Interpretation neu umgesetzt haben.
Northanger Abbey von Val McDermid ist einer davon. Wer die Geschichte nicht kennt, es geht um ein junges Mädchen aus gutbürgerlichen ländlichen Verhältnissen, welches ohne Familie in die große Stadt geschickt wird und dort einen jungen Mann kennen und lieben lernt. Da sie noch unerfahren und naiv ist, fällt sie aber auch auf falsche Freunde herein und wird irrtümlich sogar für das Kind vermögender Eltern gehalten. Am Ende gibt es einen mittelgroßen Knall und alles findet doch noch zu einem guten Ende.
McDermid schreibt spannende Thriller. Ich war also sehr gespannt was sie aus dieser Vorlage machen würde. Mir war nicht ganz klar, dass es wohl eine jugendliche Zielgruppe für dieses Buch gibt. Die Hauptdarstellerin Cat ist zwar erst 17 Jahre alt aber heutzutage ist das ja nicht mehr so wie zu Jane-Austen-Zeiten. Dank Internet und Fernsehen sind die Jugendlichen doch schon viel reifer, als damals. Nicht so in diesem Buch. Die Heldin ist wahnsinnig naiv und blauäugig und hat keinerlei Gespür dafür, wenn sie von einigen ausgenutzt oder gar angelogen wird. Außerdem fällt es ihr schwer sich abzugrenzen und eigene Wünsche durchzusetzen. Und sie träumt sich die Welt voller Phantasiewesen aus ihren Lieblingsbüchern. Das mag für die alte Vorlage noch einigermaßen realistisch wirken aber in dieser neuen Fassung ist es einfach nur seltsam und skurill wenn sie überall Vampire und Untote vermutet. Die Geschichte an sich läuft dann haarklein genauso ab, wie im Original. Es gibt keinerlei Überraschungen. Außer jeder Menge Handynachrichten und viel zu schneller Autos kann man kaum erkennen, dass man sich in der Gegenwart befindet.
Mich hat die Story nicht packen können. Die Darsteller waren allesamt mehr oder weniger unglaubwürdig und haben sich für das 21. Jahrhundert sehr seltsam benommen. Cat wirkte auf mich wie eine 12-Jährige, die Liebesgeschichte war langweilig und ohne das geringste Knistern. Auch die Erwachsenen haben sich Großteils seltsam verhalten, einfach so, als wären sie aus dem letzten Jahrhundert übrig geblieben.
Die Geschichte hätte sicherlich das Potential gehabt, in einem wirklich neuen Gewand dennoch das rüber zu bringen, was Austen mit ihrem Buch einst sagen wollte. Aber McDermid hat sich leider nicht die Mühe gemacht, sich wirklich Neues einfallen zu lassen sondern einfach fast alles so belassen, wie es war und dass ohne den Charme, der dem Austenbuch nachgesagt wird.
Ich war enttäuscht, gelangweilt und genervt und kann das Buch leider nicht weiterempfehlen.
G
War diese Bewertung hilfreich für dich? 0 0
9 Ergebnisse - zeige 1 - 5
1 2

Für eine werbefreie Plattform und literarische Vielfalt.

unterstuetzen books

 

 

 

Affiliate-Programm von LCHoice (lokaler Buchhandel) und Amazon. Weitere Möglichkeiten, Danke zu sagen.

Tassen, Shirts und Krimskrams gibt es übrigens im

Buchwurm-Shop

I only date Booknerds

Mobile-Menue