Steve Toltz: Vatermord und andere Familienvergnügen

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Steve Toltz: Vatermord und andere Familienvergnügen
Verlag
ET (D)
2010
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
A Fraction of the Whole
ET (Original)
2008
ISBN-13
9783421043894

Informationen zum Buch

Seiten
800

Sonstiges

Erster Satz
Dass ein Sportler durch einen tragischen Unfall seinen Geruchssinn verloren habe - so was hört man nie, wie auch?

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Handlungsort

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»Die Leiche meines Vaters werden sie nie finden.« Mit diesen Worten beginnt Jasper Dean die Odyssee durch die windungsreiche Geschichte seiner Familie. Zeit seines Lebens hat sich Jasper mit der Frage herumgeschlagen, ob er seinen Vater bedauern, ignorieren, ihn verehren oder gar umbringen solle. Vater Martin, ein Moralist ohnegleichen, war Australiens meistgehasster Wohltäter. Und nichts hat ihn mehr verärgert, als der Bruder von Terry Dean zu sein - dem beliebtesten Verbrecher des Landes. Nicht verwunderlich also, dass Jasper unter die Räder des Bruderzwistes kam ...

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Jaspers Onkel Terry war ein Verbrecher, ein mehrfacher Mörder und ist trotzdem noch Jahre später australischer Nationalheld, denn die Motivation für seine Taten entsprach dem Empfinden der Volksseele. Jaspers Vater Martin hingegen wollte meist eigentlich nur etwas Gutes tun, hat dadurch aber großes Unglück über seine Mitmenschen gebracht und letztendlich hat er das australische Volk verraten. Wie es zu zweitem kam und welche Folgen das hatte wird größtenteils aus der Perspektive des soeben erwachsen gewordenen Jasper erzählt sowie in Einschüben, die Martins Tagebuchaufzeichnungen entsprechen.

Ich habe recht lange an diesem Buch gelesen, was nicht nur an der Dicke und dem Gewicht lag, die das Lesen manchmal wirklich unbequem machten, sondern auch am Buch selber. Nach einem interessanten Einstieg plätscherte die Geschichte einige Zeit nur so vor sich hin. Da das Buch auf der Booker-Price-Shortlist war, fürchtete ich schon, ich wäre wieder meinem persönlichen Booker-Price-Fluch erlegen: Toll klingender Klappentext, aber dahinter ein Buch voller „Gelaber“ und ohne Inhalt. Glücklicherweise habe ich dann doch wieder in die Geschichte hineingefunden, zum Ende hin hat der Autor nämlich noch einige interessante Wendungen in dem Buch untergebracht, die ich ungern verpasst hätte.

Bis dahin war es allerdings ein weiter Weg, der so seine Durststrecken hatte. Irgendwann, gegen Ende, sagt jemand zu Jasper, dass er schon als 5jähriger ein überheblicher Scheißkerl gewesen wäre - das empfand ich ähnlich und das ist sicherlich ein Grund, warum ich in der Mitte des Buches so wenig Lust hatte, weiter zu lesen. Die Geschehnisse passten auch einfach nicht zu Jaspers Alter von zu diesem Zeitpunkt vielleicht gerade mal 12 Jahren. Seine Altklugheit verharmlost aber auch so manche Szene, die jedem Jugendsozialarbeiter Alpträume bereiten würde, Jaspers Kindheit kann man genauso wenig glücklich oder normal nennen, wie es schon bei seinem Vater und Onkel der Fall war. Es geht um Liebe, Freundschaft, Glaube und den Tod (auch wenn „Vatermord“ ein zu reißerisches und eher unpassendes Wort für den Titel ist) und ein unterschwelliges Thema ist sicherlich die Überwindung einer traumatischen Kindheit, auch wenn der Autor kein Patentrezept anbieten kann.

Ein wenig hat mich das Buch an John Irving erinnert, vermutlich wegen der vielen ziemlich skurrilen Figuren und Geschehnisse. Allerdings kann ich „Vatermord“ aufgrund der Längen insgesamt so gerade eben noch eine gute Beurteilung geben und ein weiteres Buch des Autors würde ich wohl nur lesen wollen, wenn es maximal 400 Seiten lang ist.

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