Verena Boos: Blutorangen

 
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Verena Boos: Blutorangen
Verlag
ET (D)
2017
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783746632506

Informationen zum Buch

Seiten
413

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Pressestimmen
» Der Roman ist nicht nur spannend zu lesen, er ist auch eine Lehrstunde in europäischer Geschichte. « Christoph Wartenberg, Schwäbische Zeitung, 23.04.2015

» [...] ein Debüt, das sich abhebt. [...]Verena Boos hat etwas zu sagen, das es wert ist, gehört zu werden. « Imtraud Gutschke, Neues Deutschland, 10.03.2015

» [...] ein Meisterwerk an Erzählkunst, gepaart mit historischer Präzision. « Stefanie Siegmeier, Schwarzwälder Bote, 21.03.2015
Erster Satz
Sieben liegen da.

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Für die junge Spanierin Maite ist das Studium in München vor allem eine Chance, ihrem konservativen Elternhaus zu entfliehen. Ihre Heimat Valencia, berühmt für den Handel mit makellosen Orangen, wird ihr allmählich fremd. Sie verliebt sich in Carlos, der aus einer deutsch-spanischen Familie stammt, und befreundet sich mit seinem Großvater Antonio. Der alte Emigrant berichtet von nie gehörten Ereignissen und erzählt doch nicht alles. Eines Tages wird aus der Zuhörerin eine Fragerin: Wie gelangte ihr Vater in eine deutsche Uniform?

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Charaktere 
 
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Sprache & Stil 
 
4.0

Vergangenheitsbewältigung

Maria Teresa Molins, genannt Maite, hat es geschafft. Sie hat sich gegen ihren strengen Vater durchgesetzt, verlässt ihre Heimatstadt Valencia und studiert nun in München. Hier lernt sie Carlos kennen, einen spanischstämmigen jungen Mann und verliebt sich in ihn. Bei seinem Großvater Antonio, der sich in München eine neue Existenz aufgebaut hat, stößt sie auf ein Foto eines jungen Mannes in deutscher Uniform. Eine solche Uniform trägt ihr Vater auf einem Foto, dass sie zufällig einmal bei sich zuhause gesehen hat. Nun stellt sie Fragen und beginnt nachzuforschen. Alte Wunden reißen auf und ein totgeschwiegenes Kapitel ihrer Vorfahren kommt immer mehr ans Licht.

Dies ist kein Roman, den man mal schnell zwischendurch liest. Durch die drei Zeitzonen, durch die er mich führt, brauche ich meine ganze Aufmerksamkeit um dem äußerst interessanten Geschehen folgen zu können. Spannung baut sich auf und hält mich gefangen, nachdem ich die Familienzugehörigkeiten verinnerlicht hatte, bis ich die letzte Seite erreicht und zusammen mit Maite ihr Leben bzw. ihre Vergangenheit und die ihrer Familie aufgearbeitet habe.

In einer eindrucksvollen, berührenden, bildhaften und sehr lebendigen, hier und da aber auch abgehackten Sprache, was meinen Lesefluss manchmal aus dem Tritt gebracht hat, nimmt mich Verena Boos mit in die Aera Francos und dem spanischen Bürgerkrieg. Mir war bis jetzt nicht bekannt, dass spanische Männer auch im deutschen Krieg gegen Russland dabei waren. Für mich war es sehr interessant zu lesen, wie sich der Bogen der Geschichte von Spanien, wo er schließlich auch wieder endet, über Frankreich nach Deutschland, weiter nach Russland zieht.

Die Personen finde ich gut beschrieben. Vor allem Maites Vater Francisco und Carlos Opa Antonio, dessen Schicksal mich tief berührt hat, kann ich mir sehr gut vorstellen. Bei der Vielzahl an Personen hätte ich mir hier zu Beginn der Geschichte einen Stammbaum gewünscht, an dem man die Zugehörigkeiten immer mal wieder nachsehen kann.

Dieses Buch und diese Geschichte wird mir noch lange in Erinnerung bleiben.

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Die Vergangenheit

Maite, die ihr spanisches Elternhaus, allen voran ihren dominanten und sehr strengen Vater einfach entfliehen möchte. Dann verliebt sie sich in Carlos und bald ist dessen Familie zu einer Ersatzfamilie geworden, allen voraus Carlos spanischen Großvater Antonio.
Durch Antonios Vergangenheit, kommt sie der Geschichte ihres Vaters immer näher, der in der Guardia Civil für viel Schrecken sorgte. Antonio flüchtet nach dem Bürgerkrieg über die Pyrenäen nach Frankreich und geriet dann versehentlich in einen Transport nach Deutschland.


So weit, so gut und ich habe mich auf ein spannendes Buch gefreut das mit einem Bürgerkrieg in Spanien beginnt und die Geschichte der Nazizeit aus spanischer Sicht mir etwas näher bringt. Doch ich muss gestehen, die ersten 50-60 Seiten in diesem Buch wenn ich nicht lesen hätte müssen, wäre es einfacher gewesen in die Geschichte rein zu kommen. Handlungen die ich nicht verstand, sprachlich so geschrieben das ich nicht viel damit anfangen konnte. Wirre Gedanken die ich nicht zuordnen konnte und viel zu viele Personen die ich nicht zuordnen konnte. Wenn ich nicht schon in ein paar Rezensionen gelesen hätte, das es besser wird, hätte ich das Buch noch vor Seite 50 abgebrochen.


Irgendwann wird es dann wirklich besser und ich habe langsam mitbekommen was uns Verena Boos erzählen wollte. Der Schreibstil bleibt dennoch gewöhnungsbedürftig und die Geschichte konnte mich nicht so fesseln, das ich wirklich in die Geschichte versunken bin. Die Handlungen spielen auf so vielen verschiedenen Zeitebenen aus ständig anderer Sicht, das ich dennoch Verena Boos zugestehen muss, das sie alles sehr stimmig erzählt hat und die Fäden geschickt miteinander verbinden konnte.
Das Buch ist schwer zu lesen und man muss sich sehr Konzentrieren um den Inhalt zu verstehen.
Aufschlussreich war es auf jeden Fall und Geschichtlich war es für mich interessant.

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