Chuck Palahniuk: Verflucht

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Chuck Palahniuk: Verflucht
Verlag
ET (D)
2013
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
Damned
ET (Original)
2011
ISBN-13
9783442547067

Informationen zum Buch

Seiten
304

Sonstiges

Originalsprache
amerikanisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Bist du da, Satan?

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Handlungsort

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»Hallo, Mr. Satan, hier spricht Madison.« Das sind Madisons erste Worte in ihrem neuen Zuhause – der Hölle. Wie sie dahin gekommen ist? Ihre Eltern sind nicht ganz unschuldig daran. Ihre Mutter, eine selbstverliebte Schauspielerin, und ihr Vater, ein geldverliebter Millionär, lassen ihre Tochter über Weihnachten in einem Schweizer Internat zurück, während sie selbst weitere Waisen adoptieren. Madison katapultiert sich derweil mittels einer Überdosis Marihuana ins Jenseits. Dort trifft sie unter anderem auf einen Cheerleader, eine Sportskanone, einen Außenseiter und einen Punk. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg, Satan zur Rede zu stellen, aber so leicht können sie der Hölle nicht entkommen …

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Niemals mehr will ich das Wort "Mumu" lesen!

Madison ist das typische Kind reicher, erfolgreicher, selbstverliebter US-amerikanischer Eltern. Vor allem durch materielle Dinge zeigen sie die Liebe zu ihrem einzigen blutsverwandten Kind inmitten einer ganzen Schar Adoptivkinder. Kameraüberwachte Häuser in allen denkbaren Erdteilen, Unmengen an hübscher Kleidung für das nicht ganz so hübsch geratene Kind und schließlich die eher nachgiebig zu nennenden Erziehungsmethoden (Marihuanakonsum ist auch für Teenager in Ordnung) prägen Madisons Kindheit und Pubertät. Ein bisschen Rebellion ergibt sich hier natürlich zwangsweise. Dumm nur, dass Madison dabei mehr oder weniger aus Versehen stirbt und in der Hölle landet.

Glaubt man nun jedoch, dass ihr ewiges Fegefeuer, Verdammnis und Höllenqualen bevorstehen, hat man nur die halbe Wahrheit. Die Hölle ist "Der englische Patient" in Dauerschleife. Die Hölle ist eine Fingernagelwüste und ein Ozean Vergeudeten Spermas. Die Hölle ist ein Call-Center, in dem Madison schließlich mit ein paar weiteren bedauernswerten Verstorbenen und in die Hölle gefahrenen arbeitet.

"Verdammt" ist mein erstes Buch von Chuck Palahniuk, den ich schon seit der Verfilmung von "Fight Club" lesen wollte. Bereits auf der erste Seite hatte mich der Autor eingefangen, denn Mitverfolgen, wie er den Finger manchmal genau auf die Stelle der Gesellschaft drückt, wo es ein bisschen weh tut, ist ganz großes Kino:

"Nein, fair ist das nicht, aber selbst wenn ich euch leidtun sollte, bildet ihr euch wahrscheinlich verdammt viel darauf ein, dass ihr am Leben seid und grade auf einem Stück von einem armen Tier herum kaut, das das Pech hatte, auf der Nahrungskette unter euch zu stehen. Ich erzähle euch das alles nicht, um euer Mitgefühl zu wecken. Ich bin dreizehn Jahre alt, ich bin ein Mädchen, und ich bin tot. "

Manchmal beobachtet er aber auch nur und erzeugt messerscharfe Analogien:

"Glaubt mir, das Totsein ist viel einfacher als das mit dem Sterben. Wenn man viel fernsehen kann, ist Totsein ein Klacks. Tatsache: Fernsehen und im Internet surfen sind hervorragende Übungen fürs Totsein."

Doch leider sank meine Begeisterung bereits nach den ersten 50 Seiten. Nach einer kurzen Einführung Madisons und dem Kennenlernen ihrer zukünftigen Höllengefährten - eine Cheerleader, eine Sportskanone, ein Außenseiter und ein Punk und somit Madisons Version des von mir sehr geschätzten "Breakfast Club" - zieht sich die Handlung in die Länge. Palahniuk hat die Marotte, sehr viele Wortwiederholungen in seinem Text zu verbauen. Fast auf jeder Seite trifft man am Anfang auf eine Stellungnahme von Madison im Sinne von: "Ja, ich kenne dieses und jenes Wort. Ich töte meiner Leserin zwar den letzten Nerv, bin aber nicht blöd". Und muss ich jemals wieder das Wort "Mumu" in einem Buch lesen, bin ich sicher, dass ich Amok laufe wie seinerzeit Michael Douglas in Falling Down.

Nach der Hälfte der Buches stand fest: Ich lese den Rest quer, weil nichts neues geboten wurde und die Handlung sich in etwa so zäh entwickelte wie der Inhalt des Ozeans aus Vergeudetem Sperma.

Ich hoffe, das kannst du besser, Chuck.

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