Dorothea S. Baltenstein: Vier Tage währt die Nacht

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Dorothea S. Baltenstein: Vier Tage währt die Nacht
Verlag
ET (D)
2002
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783821804569

Informationen zum Buch

Seiten
528

Sonstiges

Erster Satz
Während ich am späten Nachmittag des 27. November des Jahres 1817 in einer Kutsche saß, die holpernd über steinige Straßen fuhr und hoffte, noch vor einbrechender Nacht mein Ziel zu erreichen, breitete sich in mir bereits ein Gefühl der Unsicherheit aus - vielleicht war auch ein wenig Furcht dabei.

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Handlungsort

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Der Winter des Jahres 1817 ist kalt. Ein Schneesturm droht in der Weite des schottischen Hochlands. Jonathan Lloyd weiß nicht, was ihn erwarten wird auf dem entlegenen Schloß seines väterlichen Freundes Sir Mortimer. Ein Wettstreit auserwählter Poeten sollte es werden, so die Einladung. Doch bereits die am ersten Abend unternommene Schloßführung weckt in Jonathan düstere Vorahnungen. Als durch das Toben eines nächtlichen Sturms die Zugbrücke einstürzt und der Comte d'Apollinaire spurlos verschwindet, gibt es für Jonathan und die anderen Gäste kein Zurück mehr: Eingeschlossen in den Mauern des Schlosses fordert ein rätselhafter Mörder nach und nach seine Opfer. Im Wettlauf um Leben und Tod erkennt Jonathan, dass sich hinter den scheinbar sinnlosen Morden ein literarisches Muster verbirgt, das es zu entschlüsseln gilt.

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November 1817. Der Schriftsteller Jonathan Lloyd reist nach Schottland, sein väterlicher Freund Sir Mortimer Pope hat ihn und einige Dichterkollegen zu einem Autorenwettstreit auf sein Schloss am Loch Ness eingeladen. Eine bunt gemischte Truppe findet sich am Abend des Anreisetages zum Eröffnungsdinner im Speisesaal zusammen, man unternimmt unter der Führung des Hausherrn einen Rundgang durch die ganze Burg mit ihren Geheimgängen, Folterkammern und verborgenen Räumen, garniert mit der unheimlichen Geschichte eines Geistes in der benachbarten Häuserruine und freut sich auf einige gemütliche und bereichernde Tage in dem alten Gemäuer.

In der darauffolgenden Nacht reißt ein Donnerschlag die Gäste aus dem Schlaf. Die Zugbrücke ist eingestürzt, einer der Gäste verschwunden – und die Häuserruine brennt, wie es der Legende zufolge alle hundert Jahre geschieht.

Das ist nur der Anfang einer Serie unheimlicher und erschreckender Geschehnisse auf Schloss Boroughmore; irgendwann fürchtet jeder um sein Leben, man verdächtigt sich gegenseitig und unternimmt, als das Schloss durch einen Schneesturm von der Außenwelt abgeschnitten ist, auf eigene Faust Nachforschungen…

Der Klappentext ließ an einen gruseligen Schauerroman denken. Zum Teil stimmt das auch, ich empfand das Buch allerdings eher als Krimi mit dem klassischen Motiv einer „geschlossenen Gesellschaft“, innerhalb derer mehrere Verbrechen geschehen, vor der unheimlichen Kulisse einer alten Burg mit Geheimgängen und düsterer Geschichte. Es werden einige Genreklischees bedient (düstere Legenden, altes Schloss, Schneesturm, ein unheimlicher Butler, furchteinflößendes Mobiliar), so dass ich mir manchmal nicht sicher war, ob die Überzeichnung beabsichtigt war

Die düstere Atmosphäre wird gestützt von einer altertümelnden Sprache, die zunächst ein wenig gewollt und befremdlich wirkte, dann aber immer besser zur Handlung passte.

Der Clou des Buches ist seine Entstehungsgeschichte. Dorothea S. Baltenstein ist beileibe keine Adelige, die Anfang des 20. Jahrhunderts in Polen lebte und früh verstarb, sondern ist sehr neuzeitlichen Ursprungs (Näheres dazu findet sich auf diversen Websites – hier soll nicht zuviel verraten werden). Aufgrund der sprachlichen Umsetzung wäre mir das ohne dieses Hintergrundwissen allerdings nicht aufgefallen.

Ein schöner kriminalistischer Schmöker mit angenehmem Schauerfaktor, das Richtige für ungemütliche Wintertage.

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