Bettina Belitz: Vor uns die Nacht

Bettina Belitz: Vor uns die Nacht

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Bettina Belitz: Vor uns die Nacht
Verlag
ET (D)
2014
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783839001592

Informationen zum Buch

Seiten
384

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Für einen Flügelschlag unserer Seelen halten wir inne.

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Handlungsort

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Sie hassen sich, wenn sie miteinander reden. Und sie lieben sich, wenn sie sich berühren. Sicher ist nur eins: Seit Ronia Jan getroffen hat, ist nichts mehr wie zuvor. Seit sie ihn das erste Mal gesehen hat, muss sie jeden Freitag zurückkehren. Abends. An den Fluss. Wenn es dort still und einsam ist. Hier, so hofft sie, wird sie ihn wiedersehen ...

Niemand hat die 21-jährige Studentin Ronia bisher so fasziniert wie der rebellische Jan, der keine Konventionen kennt. Ronia und Jan kommen aus völlig verschiedenen Welten und fühlen sich doch magisch voneinander angezogen. Auch wenn Ronia zunächst dagegen ankämpft es ist zwecklos, sie kann sich dem rätselhaften Jan nicht entziehen. Da sie jedoch einige bittere Enttäuschungen hinter sich hat, möchte sie diesmal alles anders machen: keine Träumereien, keine Versprechen, keine Liebesschwüre sie will die Zügel in der Hand behalten. Und so beginnt ein hochexplosives, hingebungsvolles und nervenaufreibendes Spiel

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Verstörend gut

Kurzmeinung:

Ausgerechnet an Heiligabend wird Ronia von ihrem Freund verlassen. Frustriert stürzt sie sich ins Nachtleben und läuft prompt dem etwas jüngeren Jan über den Weg. Sie fühlt sich magisch von ihm angezogen. Da helfen auch die Warnungen ihres besten Freundes Jonas nicht. Jan hat nicht gerade den besten Ruf, Callboy, Drogen …

Doch Ronia will nicht die Finger von ihm lassen. Mit einem ausgeklügelten Plan will sie Jan erobern. Dieser Plan ist schon etwas ganz Besonderes. Es wirkt verstörend, wie Ronia sich in diese Sache verbeißt und dabei fast den Boden unter den Füßen verliert. Ronia erscheint schon irgendwie krank, und doch wirkt ihr Verhalten bis zu einem gewissen Maß auch logisch.

Die Geschichte hat einen ziemlichen Sog, dem ich mich nicht entziehen konnte. An Ronias Seite habe ich eine ganz besondere Liebe erlebt. Meine Gefühle beim Lesen waren fast durchgängig gespalten. Einerseits war ich fasziniert, andererseits abgestoßen. Aber es hat mich nie kalt gelassen.

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(Aktualisiert: 10 März 2014)

#1 Rezensent
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Die ungewollte Geschichte einer Obsession

Die 21-jährige Archäologiestudentin Ronia führte bisher ein eher gewöhnliches Leben mit den üblichen Höhen und Tiefen. Mit Männern hat sie kein sehr großes Glück. Ihre Beziehungen dauern nur wenige Monate, bis die Männer schließlich Schluss machen und da die junge Frau viele Gefühle investiert, ist das Loch in das sie dann fällt, umso tiefer und schwärzer. Schließlich nimmt sie sich fest vor: So nahe lasse ich keinen Mann mehr an mich heran. Spaß haben okay, aber mehr auch nicht. Das sagt sie sich auch noch, als sie zufällig auf Jan trifft.

Jan, der Bad Boy mit überirdisch gutem Aussehen und schlechtem Ruf, was Frauen und Drogen angeht. Ronias bestem Freund Jonas gefällt das gar nicht, denn schließlich ist er als Polizist unser aller bester Freund. Und auch ihre beste Freundin Johanna ist nicht sehr begeistert von der Anziehungskraft, die sich zwischen den beiden entwickelt. Ihre Eltern, der Vater sogar ein Geistlicher, muss ich hier gar nicht erst erwähnen?

Ich liebe "Splitterherz". Mit diesem Auftakt zu einer Trilogie hat sich die Autorin fest in mein Herz gespielt, aber sie macht es mir mit jedem Buch schwerer, ihr den Platz dort auch frei zu halten. Nun hat sie mit "Vor uns die Nacht" erneut ein eher sperriges Buch geschrieben. Die Geschichte zwischen Ronia und Jan war für mich keine Liebesgeschichte, sondern eher die verstörende Geschichte einer krankhaften Obsession.

Ronia verliert sich immer mehr in ihrer Besessenheit, Jan "zufällig" zu treffen. Sie vernachlässigt Kontakte zu ihren besten Freunden und ihre Eltern, magert ab, wird blass und gereizt. Die Autorin versucht zwar, Ronia als starke Frau darzustellen, die aus den Fesseln der Alltagszwänge ausbrechen möchte, aber sie schafft es nur, ein Beispiel für ein junges, unerfahrenes Mädchen zu zeichnen, das andere Menschen zum Leben braucht und mit dem Alleinsein nicht umgehen kann.

Eine Liebesgeschichte? Nicht für mich. Ich fühlte mich von der Verbindung eher abgestoßen, denn es ist mir unerklärlich, wie jemand sich selbst so aufgeben kann für einen anderen Menschen. Bis zu diesem Punkt wäre es ein sehr gutes Buch gewesen. Hätte Bettina Belitz nicht noch übersinnliche Andeutungen einfließen lassen, die sie nicht zu Ende führte. Ronia blickt in Jans Augen und seine "Alte Seele". Ronia wird von Jan als "Hexe" bezeichnet, die er vermutlich in einem früheren Leben getroffen habe. Was soll das denn?

Gegen Ende kommt schließlich noch eine eher tragische Komponente hinzu, was das Buch weiter überlädt. Zu viel gewollt, zu wenig gekonnt. Dabei hätte es so gut sein können, wenn Bettina Belitz daraus wirklich die Geschichte einer krank machenden Obsession entwickelt hätte. So bleibt es aber bei einer verstörenden Romanze, die ich nicht mal meiner schlimmsten ehemaligen Schulfeindin an den Hals wünschte.

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