Sara Gruen: Wasser für die Elefanten

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Sara Gruen: Wasser für die Elefanten
Verlag
ET (D)
2009
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Water for Elephants
ET (Original)
2009
ISBN-13
9783499248450

Informationen zum Buch

Seiten
416

Sonstiges

Originalsprache
englisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Es befanden sich nur noch drei Menschen unter der rotweißen Markise des Hamburgerstands: Grady, ich und der Schnellkoch.

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Das schwierigste Kunststück: die Liebe zu finden. Amerika 1931, die Wirtschaftskrise hat das Land fest im Griff. Da kann der junge Tierarzt Jacob Jankowski von Glück reden, als ihm ein Job beim Zirkus angeboten wird. Auch wenn es ein sehr bescheidener Zirkus ist: Nicht einmal einen Elefanten gibt es. Dafür eine wunderschöne Kunstreiterin. Doch Marlena ist verheiratet mit dem wahnsinnigen Dompteur. Irgendwann findet sich doch eine, wenn auch sehr eigensinnige Elefantendame. Keiner kann mit Rosie umgehen – bis Jacob ihr Geheimnis enthüllt. Und als sich gerade alles zum Guten zu wenden scheint, nimmt eine Tragödie ihren Lauf ...

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Ein Wohlfühlbuch und Liebeserklärung an Elefanten

Jacob Jankowski ist mittlerweile über 90 Jahre alt und lebt in einem Altenheim. Als ein Zirkus direkt gegenüber vom Altenheim aufgestellt wird, erinnert sich Jacob zurück an seine Zeit als Tierarzt beim Zirkus. Damals in den 20er Jahren, als die Wirtschaftskrise stark in Amerika wütete und für Jacob von heute auf morgen die Welt zusammenbrach, fand er Anstellung bei einem Wanderzirkus. Dort schließt er Freundschaft mit der Elefantendame Rosie und verliebt sich in die verheiratete Artistin Marlena. Während Jacob und Marlena es schaffen, Rosie für eine Zirkusnummer vorzubereiten, nimmt das Schicksal seinen Lauf.

In Rückblenden des mittlerweilen über 90jährigen Jacob erfährt der Leser von seiner Zeit kurz vor dem Wanderzirkus, warum er dort überhaupt landete und bekommt dann Einblicke in die Welt des Wanderzirkus. Das Leben dort ist nicht immer einfach und besonders gut haben mir die Beschreibungen gefallen, wie sich Jacob nach und nach um alle Tiere kümmert und richtig enge Beziehungen zu einigen von ihnen entwickelt.

Für einige Schmunzler sorgte bei mir dann immer wieder der Sprung zurück in die Gegenwart und wie sich Jacob in dem Altenheim fühlt und verhält. Dabei finde ich es großartig, dass die Autorin schön die Sicht des 90jährigen zeigt und damit auch ein bisschen dafür eintritt, dass man älteren Menschen ruhig auch im hohen Alter den entsprechenden Respekt zukommen lassen sollte.

Die zarte Liebesgeschichte zwischen ihm und Marlena nimmt auch einen großen Teil ein und sehr gut wird die zarte Liebe einerseits und der Wahnsinn von Marlena's Mann andererseits dargestellt. Dabei sind die Figuren gut beschrieben und ich habe sie zum einen immer schön vor mir gesehen und zum anderen konnte ich mich auch gut in sie hinein versetzen.

Gut gefallen haben mir auch die Beschreibungen von der Zirkuswelt an sich. Von der Unterscheidung zwischen Arbeiter und Artist, dem Ablauf zum Auf- und Abbau der Zelte und wie in der schweren Zeit der Krise manch ein Zirkusdirektor v. a. an seinen eigenen Gewinn gedacht hat. Hilfreich ist dabei auch das Nachwort der Autorin, in dem sie noch einige Details zu den früheren Wanderzirkusen erklärt und Einblick gibt, welche Inhalte des Buches auf Tatsachen beruhen und welche nicht.

Alles in allem ein sehr schöner Roman, der mich sofort in seinen Bann gezogen hat und den ich einmal in der Hand gar nicht mehr weglegen konnte und wollte. Ein richtiges Wohlfühlbuch und eine Liebeserklärung an Elefanten. Für mich ein absoluter Buchtipp und dafür gibt es volle Sterne.

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Zirkus :-)))

Ein 90jähriger Altersheiminsasse erinnert sich anlässlich eines Zirkus, der gegenüber dem Heim gastiert, an seine Zeit als junger Mann während der Depression, als er einige Zeit als Tierarzt bei einem Zirkus gearbeitet hat.

Ich mag ja sowieso (historische) Zirkusgeschichten, deswegen hat mich das Buch auch direkt interessiert. Die Geschichte liest sich fast von selbst, immer schon ein gutes Zeichen bei einem Buch und vermittelt dabei ein lebendiges Bild von einem Zirkus in der schwierigen Zeit während der letzten Weltwirtschaftskrise. Die Bedrohung durch Bankrott und auch die Gefahr für das eigene Leben werden drastisch geschildert. Die Arbeiter sind schon beinahe damit zufrieden, dass sie überhaupt einen Schlafplatz und regelmäßig etwas zu essen bekommen und eine Chance Lohnforderungen gegebenenfalls einzufordern ist sowieso praktisch nicht vorhanden. Die Artisten sind da zwar schon anspruchsvoller, Jacob steht allerdings irgendwo zwischen diesen beiden ansonsten sonst strikt getrennten Klassen.

Die Abschnitte im Altersheim sind schon ziemlich deprimierend; so möchte man nicht das Alter erleben, aber die Autorin bietet immerhin ein versöhnliches Ende.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, es ist eine faszinierende Geschichte, auch wenn die Story etwas zu gradlinig angelegt ist (die Autorin ist sehr bemüht, keinen Spannungsabfall auftreten zu lassen), während ich mich über zusätzliche interessante Nebeninformationen oder kleine Geschichtchen vom Zirkusleben gefreut hätte.

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