Jean Paul Sartre: Zeit der Reife

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Jean Paul Sartre: Zeit der Reife
Verlag
ET (D)
1961
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Les Chemins de liberté (Band 1: L'Âge de raison)
ISBN-13
9783499158131

Informationen zum Buch

Seiten
326

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Dieser große, weltberühmt gewordene Roman von den Konsequenzen eines radikalen Willens zur Selbstverwirklichung beeindruckt durch gewagte Realistik und das kühle Pathos der Distanz. Mathieu Delarue verlässt seine langjährige Geliebte, als sie Mutter wird; denn sein Freiheitsbegriff gestattet ihm keine tiefere menschliche Bindung. Er gibt seiner aufkommenden Neigung für eine junge Studentin nach, um schließlich die bindungslose Freiheit einer isolierten Existenz zu finden. Doch er hat gewählt, sich selbst verwirklicht.

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Das Buch hat mich tief gerührt, da ich viele meiner eigenen Gedankengänge bei den Figuren wiederfinden konnte. Ich glaube, es beschreibt Gefühle, die jeder Mensch in sich trägt, und die in jedem aufflammen, wenn er über sein eigenes Leben nachdenkt.

Der Leser beobachtet aus verschiedenen Perspektiven, wie Mathieu, Boris, Ivich, Lola, Daniel, Brunet und Sarah versuchen ihr (Alltags-)Leben zu meistern.

Mathieu Delarue, der Hauptcharakter, wird von Gewissensbissen geplagt, denn er hat sich einst, als er noch jung war, geschworen, sein Leben der Freiheit zu widmen. Dennoch muss er jetzt feststellen, dass er in ein Geflecht verworrener Strukturen eingebunden ist, seine Freundin ist schwanger, (will ER das Kind?, will ER frei sein?, ist ER ein Schwein?) aus dem er nicht mehr entfliehen kann (oder will?) Es plagt ihn der Gedanke, dass er ein prüder Beamter geworden sein könnte. Vielleicht würde er besser sein ganzes Leben einmal über den Haufen schmeißen, um noch einmal ganz frei zu sein. Doch zu welchem Zweck? Nur um sich zu beweisen, dass er noch nicht das Alter erreicht hat, vor dem er Angst hat?

Mathieu verlebt einige sehr ereignisreiche Tage, doch immer wieder steht sein Wunsch nach Freiheit für ihn im Vordergrund. Er fühlt, dass er nicht mehr viel Zeit hat seine Jugendträume zu verwirklichen. Seine Mitmenschen, von denen es keiner leichter hat als Mathieu und deren Konflikte auch farbenfroh geschildert sind, machen ihm die Selbstfindung auch nicht unbedingt leichter. Am Ende des Buches drängt alles in Mathieus Leben zu einer Entscheidung...

Insgesamt lässt sich sagen, dass "Zeit der Reife" ein Buch ist, dass den alltäglichen Fragen im Leben eines Menschen bezüglich des eigenen Lebenssinnes volle Rechenschaft trägt. Ich finde, es weist super auf die Probleme einer Identifikation mit sich selbst, aber auch auf die des menschlichen Miteinanders, hin ohne aber den Leser zu bevormunden.

Wirklich lesenswert! Ich mag vor allem die Darstellung der Figur des lebensmüden Daniel.

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