Zoe Fishman: Die Frauen von Long Island

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Zoe Fishman: Die Frauen von Long Island
Verlag
ET (D)
2018
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
Originaltitel
Inheriting Edith
ET (Original)
2016
ISBN-13
9783746633879

Informationen zum Buch

Seiten
400

Sonstiges

Originalsprache
englisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Ein Haus am Meer, wiederholte Maggie in Gedanken und trat benommen durch die Drehtür des Bürogebäudes in das Feierabendgewimmel von Manhattan hinaus.

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Maggie hat alle Mühe, für sich und ihre kleine Tochter zu sorgen. Dann erbt sie ein Strandhaus in den Hamptons und könnte auf einen Schlag alle Probleme los sein – sofern sie sich um die darin lebende 82-jährige Edith kümmert, die an Alzheimer erkrankt ist. Doch Edith hat überhaupt keine Lust, ihr Heim mit einer schlechtgekleideten Fremden und einem trotzigen Kleinkind zu teilen. Aber dann verschlimmert sich ihr Zustand, und in ihrer Not, ihre Erinnerung zu verlieren, lässt sie es zu, dass Maggie ihr hilft, ein Geheimnis ihrer Vergangenheit zu lüften. Und so erleben die so unterschiedlichen Frauen einen einzigartigen Sommer der Neuanfänge.

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Zwei unterschiedliche Frauen in den Hamptons

Maggie Sheets muss für ihr schmales Einkommen hart arbeiten: seit Jahren putzt sie die Villen reicher Leute, um sich und ihre kleine Tochter Lucy durchzubringen. Doch dann erbt sie von einer früheren Arbeitgeberin und Bekannten ein Strandhaus in Sag Harbor - unter einer Bedingung: sie muss sich um die darin lebende Mutter der verstorbenen Liza kümmern, die 82jährige Edith.
Edith hat nicht nur Alzheimer, sondern überhaupt keine Lust auf Maggie, denn in ihren Augen ist sie einfach nur eine schlechtgekleidete Fremde mit einer anstrengenden Zweijährigen im Schlepptau. Auch Maggie ist sich sicher, dass dieses unerwartete Arrangement katastrophal wird, doch die Vorstellung, dass sie mit der Annahme des Erbes all ihre bisherigen Sorgen loswird, ist schlicht und ergreifend viel zu verlockend. Nachdem Ediths Zustand drängender wird, erkennt diese schließlich, dass ihr Maggie vielleicht doch eine Hilfe sein und ein fünfzig Jahre altes Geheimnis lüften könnte…
Und während der Sommer in den Hamptons voranschreitet, erleben die sehr unterschiedlichen Frauen bemerkenswerte Neuanfänge.

Die Autorin erzählt die Geschichte mithilfe wechselnder Perspektiven und beleuchtet somit die sehr verschiedenen Frauen, die letztlich mehr gemeinsam haben als man anfangs angenommen hat. Die Frage, die über allen steht, ist vor allem die, ob die alternde Edith und die alleinerziehende Maggie miteinander auskommen können. Damit geht aber auch einher, ob sie sich gegenseitig trösten und unterstützen können und ob sie durch ein altes Geheimnis sogar zusammenrücken werden. Manchmal können unverhoffte Geschenke und grundlegende Veränderungen ja auch eine Chance sein, nicht wahr?

Zoe Fishman hat eine Handvoll authentischer Figuren geschaffen, die allesamt auf ihre Weise charmant sind. Klar, Edith ist jähzornig und eigen, aber wer kann das einer Dame, die damit zurechtkommen muss, dass sie sich im Anfangsstadium einer Alzheimer-Erkrankung befindet, wirklich verdenken? Maggie hingegen ist mitfühlend und grundanständig, aber auch sie hat ihr Päckchen zu tragen… "Die Frauen von Long Island" ist eine unterhaltsame Lektüre, die von Menschlichkeit, aber auch einer ordentlichen Prise Humor lebt.

Fazit: Herzerwärmende Geschichte über die Chancen, die man mitunter im Leben erhält und die man ergreifen sollte, auch wenn sie auf Anhieb nicht leicht wirken.

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Die Frauen von Long Island

Maggie Sheets ist alleinerziehende Mutter und es ist für sie nicht einfach, mit ihren Putzjobs den Unterhalt zu bestreiten. Dann erhält sie eine überraschende Nachricht, Sie hat ein Strandhaus geerbt. Leider hat die Sache einen Haken, denn die Erbschaft ist mit einer Bedingung verknüpft. Sie muss sich um die 82-jährige, an Alzheimer erkrankte Edith kümmern, die in dem Haus lebt. Maggie nimmt das Erbe an. Aber es wird nicht einfach, denn Edith hat keine Lust, sich das Haus mit anderen zu teilen, schon gar nicht mit dieser Fremden und ihrem Kind. Aber auch Maggie hat keine Lust auf diese immerzu nörgelnde Frau. Bis man sich annähern kann, wird einige Zeit mit vielen Kämpfen vergehen.
Maggie ist eine sympathische junge Frau, die es nicht leicht gehabt hat in ihrem Leben. Sie ist putzwütig und tut alles für ihr Kind. Auch Edith gegenüber ist sie mitfühlend. Edith aber beharrt darauf, dass sie niemanden braucht und verhält sich sehr unfreundlich Maggie gegenüber. Die kleine Lucy ist herzerfrischend und bei ihr ist auch Edith freundlicher.
Dieses Buch liest sich einfach wundervoll. Ich habe mich sehr über die Frauen amüsiert, die sich wirklich nichts schenken. Aber es ist nun einmal wie es ist und auch wenn Widerborstigkeit und Streitereien erstmal an der Tagesordnung sind, so bleibt es doch nicht aus, dass man immer mehr vom anderen erfährt und sich annähert. Auch Ediths Freundin Esther und ihre sehr direkte Ansprache trägt ihren Teil dazu bei. Ediths Zustand verschlimmert sich und sie erkennt irgendwann doch, dass sie Hilfe braucht. Es wird ein Sommer voller Erinnerungen und Geheimnisse werden gelüftet.
Dieses Buch mit einem ernsten Thema ist berührend und unterhaltsam zugleich. Auch wenn es oft etwas raubeinig zugeht, so mochte ich die Protagonisten doch sehr gerne.
Ich kann diese wundervolle Geschichte nur empfehlen.

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Weiblichkeit über drei Generationen hinweg

indet sich urplötzlich in einem gemeinsamen Haushalt versammelt und zwar völlig unverhofft. Denn Maggie und ihre kleine Tochter Lucy sind nicht verwandt mit Edith, die bereits in dem schönen Haus in den Hamptons lebt und über die neuen Mitbewohner zunächst gar nicht freut. Dabei sind die zunächst am Zuge, denn Maggie hat das Haus von Ediths Tochter Liza, einer ehemaligen Freundin geerbt, allerdings unter der Bedingung, dass sie sich um deren demente Mutter - nämlich ebenjene Edith - kümmert, die bis zu ihrem Lebensende das Wohnrecht dort genießt. Wohl oder übel müssen sich die drei weiblichen Wesen zusammenraufen, wobei sie gottseidank von Esther, Ediths Jugendfreundin, eskortiert werden.

Ein warmherziger und sensibler, aber nicht zu gefühlvoller Roman, in dem die Protagonistinnen durchaus realistisch und auch einfühlsam dargestellt werden. Themen wie Krankheit, Verlust, Ehrlichkeit und Zusammenhalt werden hier ungeschönt, aber umso realitätsnäher thematisiert. Gerade dadurch empfinde ich die Handlung als ausgesprochen glaubwürdig.

Mir gefällt besonders die Botschaft, dass eine Familie nicht unbedingt blutsverwandt sein muss, es reicht das entsprechende Selbstverständnis und ein starkes Gefühl der Zusammengehörigkeit, der Bereitschaft, füreinander einzustehen. Dass sich beides nicht von heute auf morgen entwickeln kann, sondern im Gegenteil als sensibles Pflänzchen daherkommt, das gehegt und gepflegt werden muss und man immer wieder mit Rückschlägen - auch unerwarteten - rechnen muss, macht die Autorin Zoe Fishman immer wieder deutlich.

Vor allem aber wird deutlich, dass man von denen am meisten überrascht werden kann, die man am besten zu kennen glaube, nicht zuletzt - aber nicht nur - von sich selbst. Obwohl es eher ein ruhiger und leiser Roman ist, ereignen sich immer wieder überraschende Entwicklungen, die die Lektüre zu einem besonderen und ungewöhnlichen Erlebnis machen, das ich nicht so schnell vergessen werde.

Die Autorin schreibt ebenso eindringlich wie süffig, was auch in der Übersetzung von Annette Hahn nachzuvollziehen ist. Das Einzige, was mich gestört hat, war die Babysprache, in der die Äußerungen der zweieinhalbjährigen Lucy transportiert wurden.

Alles in allem ein herzlicher und unterhaltsamer Roman, der viel zu schnell ausgelesen ist und den ich all denen empfehle, die - bspw. für eine Bahnfahrt oder einen Urlaub - eine Lektüre benötigen, in der sie versinken können. Und aus der sie sich erst wieder lösen können, nachdem sie am Ende angelangt sind.

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