David Nicholls: Zwei an einem Tag

David Nicholls: Zwei an einem Tag

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David Nicholls: Zwei an einem Tag
ET (D)
2009
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
One Day
ET (Original)
2009
ISBN-13
9783036955421

Informationen zum Buch

Seiten
560

Sonstiges

Originalsprache
englisch
Übersetzer/in
Erster Satz
"Ich glaube, das Wichtigste ist, irgendwas zu verändern", sagte sie.
Verfilmungen

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Der neue Roman von David Nicholls stellt einen Tag, den 15. Juli, und zwei eigentlich füreinander bestimmte Menschen, die es nur noch nicht wissen, in den Mittelpunkt. Er besticht nicht nur durch Situationskomik, sondern auch durch die genaue Darstellung des Allzumenschlichen »Gerade stelle ich mir dich mit 40 vor!« doch in dieser Nacht, am 15. Juli 1998, sind Emma und Dexter noch zwanzig, haben sich bei der Abschlussfeier kennengelernt, die Nacht zusammen durchgemacht, am nächsten Morgen gehen beide ihrer Wege. Wo werden sie an genau diesem Tag ein Jahr später stehen? Und wo in all den darauffolgenden Jahren? Und werden sich die beiden, die einander niemals vergessen können und deren Wege sich immer wieder kreuzen, weiterhin immer gerade knapp verpassen oder können sie sich selbst und dem anderen irgendwann eingestehen, dass sie trotz aller markanten Unterschiede füreinander bestimmt sind? Während zwanzig Jahren nimmt David Nicholls jeweils den 15. Juli ins Visier, zeigt, wie Emma und Dexter ihren Weg suchen, reisen, lieben, ausprobieren, sich aber nie aus den Augen verlieren.
 

Autoren-Bewertungen

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One Day

Emma und Dexter treffen sich jedes Jahr einmal. Dexter ist der typische Junggeselle, der sich jedes Wochenende eine andere Frau sucht und noch lange nicht mit beiden Beinen im Leben steht. Emma hingegen hält nicht viel von diesem Lebenstandard. Trotzdem entwickelt sich daraus eine enge Freundschaft, bei der man immer das Gefühl hat, dass mehr dahinter steckt…

Meine Meinung:

Ich habe sehr lange gebraucht, um dieses Buch zu lesen. Mich persönlich hat es sehr zum Nachdenken gebracht. Ich denke, fast jeder kennt das, wenn ein Mensch immer wieder in seinem Leben auftaucht – es sei nun dahingestellt, ob es dabei um Liebe geht oder nicht. Und dann liest man so ein Buch, das einem klar macht, oft liegt das Glück so nah, doch man ergreift die Chance nicht. Es ist ein Buch für das man definitiv in der richtigen Stimmung sein muss. Nichts wird kitschig oder unrealistisch dargestellt und genau das macht es in manchen Momenten auch schwer – denn genauso ist es auch im echten Leben. Man fängt als Leser nicht an zu träumen oder zu schwärmen, nein, man sieht der Realität ins Auge. Ich muss aber auch zugeben, dass ich das Buch zu einem anderen Zeitpunkt vielleicht nur halb so berührend gefunden hätte.

Ein anderer Grund, warum ich so lange gebraucht habe, ist dass sich die Geschichte teilweise doch etwas in die Länge zieht. An manchen Stellen wurde ich sehr unaufmerksam und habe nur noch drüber gelesen. Manche Dinge interessierten mich nicht und waren für die Geschichte auch nicht weiter von Bedeutung. Dazu kommen die Zeitsprünge zwischen den einzelnen Kapiteln, die es doch manchmal scher machen, sich zu orientieren.

Ich wusste am Anfang nicht, wie das Buch enden würde. Ich hatte eine Vermutung, die sich zum Teil auch bestätigt hat, aber das wahre Ende hat mir netterweise meine Mama mal so nebenbei verraten. Zuerst habe ich mich fürchterlich geärgert, weil ich das überhaupt nicht mag, wenn Spannung verloren geht. Aber in diesem Fall hat es mich in weiterer Folge nicht mehr besonders gestört. Der Weg zu diesem Ende war hier wichtiger als es selbst. Auch wenn die Botschaft des Buches meiner Meinung nach durch das Ende noch verstärkt wird. Das Ende erntet auch viel Kritik, weil es dann doch etwas in die kitschiger Richtung geht. Meiner Meinung nach ist das aber dann auch der wahre Kitsch des Lebens und für mich so absolut nachvollziehbar.

Alles in allem empfand ich One Day als sehr berührendes Buch, dem aber die ein oder andere Kürzung nicht geschadet hätte. Den Film zum Buch habe ich (noch) nicht gesehen, daher kann ich hier keine Vergleiche anstellen. Eine Bewertung fällt mir hier ziemlich schwer, denn es hat mich zum Nachdenken gebracht und beschäftigt mich noch immer, aber trotzdem konnte es mich nicht richtig überzeugen.

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Zwei an einem Tag

Die beiden Hauptfiguren Emma und Dexter verbringen nach ihrem Studienabschluss eine Nacht miteinander. Danach wirft der Autor jedes Jahr zum gleichen Tag einen Blick auf die beiden und verfolgt ihren weiteren Lebensweg. Während ihre Leben sich unterschiedlich entwickeln mit verschiedenen Präferenzen in Bezug auf Karriere, persönliche Entwicklung und Beziehungen, bleibt die Freundschaft zwischen beiden die ganze Zeit bestehen, auch wenn sie manchmal unter den äußeren Umständen und neuen Beziehungen leidet.

Am Anfang gefielen mir die beiden Hauptpersonen und damit auch das Buch gar nicht: Dexter war ein arroganter Schnösel und Emma unsicher und von Komplexen geplagt. Während man sie aber so durch die Jahre begleitet, kommt man ihnen jedoch näher, Emma wird selbstbewusster und man erkennt Dexter Unsicherheit hinter der Arroganz, auch wenn das bei mir nicht für echte Sympathie reicht.

"Zwei an einem Tag" ist ein Buch, bei dem man sich am Anfang überwinden muss weiterzulesen, aber dann vom Schicksal der Hauptpersonen und ihrer "Anhängsel" gefesselt ist. Der Autor bleibt nicht an der Oberfläche, sondern schildert ganz genau die Tiefpunkte und auch solche Schwächen, die die Personen selber gar nicht wahrnehmen, so dass man ihnen öfter einmal ins Gewissen reden möchte - das macht aber glücklicherweise häufig der jeweils andere. Emma und Dexter halten sich gegenseitig einen Spiegel vor, der manchmal dazu beiträgt, das Leben wieder in positivere Bahnen zu lenken. Ich bin fast genauso alt wie Emma und Dexter und so hatte die Geschichte der beiden etwas von Tagebuchlesen, die einzelnen Lebensphasen konnte ich nachvollziehen und letztendlich entpuppt sich das Leben der beiden trotz des Glamours, den der Autor eingebaut hat, als genauso banal wie unser eigenes.

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Wunderbare Liebesgeschichte - nur das Ende ist nicht ganz überzeugend

Emma und Dexter verbringen am 15. Juli 1988 eine Nacht miteinander. Zu dem Zeitpunkt sind sie beide Mitte 20, gerade fertig mit dem Studium und haben beide noch keine richtige Vorstellung davon, wie ihre Zukunft aussehen wird. Obwohl sie eigentlich komplett unterschiedlich sind, bleiben sie Freunde und halten über die Jahre hinweg den Kontakt.

Der Aufbau des Buches hat mir sehr gut gefallen, dass man als Leser jedes Jahr immer wieder über den 15. Juli liest und dabei erfährt, wie es Emma und Dexter ergangen ist. Man begleitet die beiden bei ihren Tiefs und auch Hochs und fragt sich immer wieder: Werden sie ein Paar oder bleiben sie doch nur Freunde.

Sehr spannend fand ich dabei vor allem die Entwicklung der beiden, wie sie sich teilweise gegeneinander entwickeln und wie jeder von ihnen erstmal doch etwas ganz anderes wird, als er vorher gedacht hätte. Auch finde ich dieses Gedankenspiel, was wohl in 5, 10 oder auch 20 Jahren ist, total faszinierend.

Der Schreibstil hat mir auch sehr gut gefallen und die Seiten flogen nur so dahin. Auch wenn ich mich doch öfters über Emma aufregen oder über Dexter den Kopf schütteln musste, aber trotzdem sind mir beide wie gute Freunde sehr nahe gekommen. Gegen Ende hatte ich dann ein richtiges gutes Gefühl und dann kommt dieser Schluss. Auch jetzt noch, obwohl ich das Buch bereits vor über einer Woche beendet habe, kann ich einfach nur den Kopf schütteln. Ich fand die Geschichte klasse und kann immer noch nicht verstehen, warum dieses Ende notwendig war. Natürlich regt das zum Nachdenken an, aber für mich war das total unnötig, es so enden zu lassen.

Alles in allem daher für mich ein schönes Buch, das ich gerne gelesen habe, dessen Ende mich aber sehr enttäuscht zurück gelassen hat. Etwas gemildert wurde die Tatsache nur durch die erneute Rückblende in das Jahr 1988, die mich zumindest mit einem Lächeln zurück gelassen hat.

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