Anna Jonas: Das Erbe der Hohensteins

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Anna Jonas: Das Erbe der Hohensteins
Verlag
ET (D)
2017
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
Das Erbe der Hohensteins

Informationen zum Buch

Seiten
576

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Karl Hohenfels fragte sich, was ihn in diesem Moment mehr erschütterte: die Nachricht, dass der Hauptkoch mit einer Kiste Tafelsilber auf und davon war, oder der Moment der Erkenntnis, dass es sich bei dem androgynen Wesen, das gerade durch das Vestibül schritt, um seine Tochter Valerie handelte.

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Kontinent
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Im Jahr 1925 strahlt das Hotel am Drachenfels in bewährter Pracht. Die Goldenen Zwanziger bescheren dem Grand Hotel eine Schar illustrer Gäste und schillernder Abendveranstaltungen. Auch Valerie, die schöne Tochter des Hoteliers, genießt das Leben in vollen Zügen und verdreht zahlreichen Männern die Köpfe. Ihr Bruder Ludwig dagegen hadert mit seinem Schicksal als Hotelerbe. Viel lieber würde er nach Amerika aufbrechen und dort sein Glück als Ingenieur versuchen. Doch seine Verlobte Charlotte von Domin schreckt vor keiner Heimtücke zurück, um ihn von seinen Plänen abzubringen …

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Ein Potpourri von schillernden Persönlichkeiten

Die goldenen 1920er Jahre und wieder befinden wir uns am Rhein am Drachenfels bei Königswinter. Das Hotel der Hohensteins in den ersten Weltkrieg überstanden und eine neue Generation ist heran gewachsen, die sich auf der Schwelle zum Erwachsenenalter befinden und ihren Weg für ihre Zukunft suchen und finden müssen...


Wie schon der erste Roman dieser Reihe konnte auch dieser mich überzeugen! Die Suche nach der Liebe und einer lebenswerten Zukunft mit all den Zwängen, die ein standesgemäßes Leben als Hotelfamilie mit sich bringt, ist nicht leicht. Das hat uns schon der erste Roman gezeigt und dieser Manier ist auch der zweite Band geraten. Dennoch schafft die Autorin hier ganz andere Probleme und Hindernisse, die es zu überwinden oder dran zu scheitern gilt, so dass der Roman kein einfacher Abklatsch des ersten Bandes ist. Im Gegenteil - ich fand ihn sogar noch lesenswerter als Band 1!


Anfangs war es ein wenig verwirrend durch das Gewirr an Kindern von allen Hohensteins und Alsbergs sich durchzuwühlen, aber eine Personenauflistung am Ende hat sehr dabei geholfen, dem ganzen Klarheit und Struktur zu geben. Hilfreich sind aber auch die Charakterzeichnungen, die die Autorin mal wieder geschickt zu beschreiben vermag. Jeder der jungen Erwachsenen ist eine eigene schillernde Persönlichkeit, die man - einmal kennen gelernt - gar nicht mehr durcheinander werfen kann. Auch wenn Parallelen zu Tanten, Onkeln, Eltern und Großeltern existieren, besteht auch hier keine Verwechslungsgefahr. Es ist wirklich beeindruckend, was für ein Potpourri an Figuren die Autorin entwerfen kann.


Der Schreibstil ist so gewohnt locker und leicht wie beim ersten Band. Hinzu kommt ein Spannungsbogen, der vor allem durch das hohe Erzähltempo zustande kommt, so dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen konnte. Ich habe mit jeder einzelnen Figur mitgefiebert und war sehr gespannt, wie die Autorin am Ende alles auflösen wird.


Also ein wahrer Lesegenuß, der vor allem durch die Personen glänzt!

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Zurück bei den Hohensteins

Es geht weiter mit dem Hotel am Drachenfels. Die Gäste kommen auch in den goldenen zwanziger Jahren gerne in dieses Hotel, denn die Gegend ist schön und das Hotel bietet alles, damit die Gäste sich wohlfühlen. Inzwischen führt Karl das Hotel zusammen mit seinem Onkel Konrad und die jeweiligen Kinder haben auch ihre Aufgaben. Während Konrads Tochter Emma sich damit wohlfühlt, würde Karls Sohn Ludwig viel lieber Ingenieur werden, aber er weiß auch, dass er eine Verpflichtung der Familie gegenüber hat. Seine Schwester Valerie genießt ihr Leben in vollen Zügen.

Wie schon der Vorgängerband „Das Hotel am Drachenfels“ lässt sich auch dieses Buch wieder sehr angenehm lesen. Es ist schön, ins Siebengebirge zurückzukehren und zu erleben, wie es mit den Hohensteins weitergeht.

Karl kann nach dem Tod seines Vaters Maximilian nach seinen eigenen Vorstellungen walten und mit Konrad hat er sich ja schon von Anfang an verstanden. Er ist ein guter Hotelier geworden und erwartet natürlich, dass Ludwig irgendwann in seine Fußstapfen tritt. Aber Kinder haben nun auch mal ihre eigenen Interessen und ich habe mich nur gewundert, wie lange Ludwig die unterdrückt. Auch die standesgemäße Hochzeit ist schon geplant, aber eigentlich mag kaum jemand seine Verlobte Charlotte von Domin. Sie war mir von Anfang an unsympathisch und ihr Verhalten bestätigte den ersten Eindruck. Aber auch alle anderen Charaktere sind sehr gut und vielschichtig beschrieben, so dass ich sie mir gut vorstellen konnte.

Diese Familiengeschichte spricht viele Themen an. Wir erfahren etwas über die politischen und gesellschaftlichen Aspekte, wir erleben, dass sich die Frauen langsam emanzipieren und die Liebe kommt auch nicht zu kurz.

Natürlich geht auch dieses Mal nicht alles glatt, das eine oder andere Problem muss gelöst werden. So passiert das eine oder andere, mit dem man nicht gerechnet hatte. Schade, dass ich die Hohensteins schon wieder verlassen musste. Ich kann mir gut vorstellen, in diesem Luxushotel einen weiteren Aufenthalt zu buchen.

Ein unterhaltsamer Roman, den ich nur empfehlen kann.

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