Birgit Jasmund: Der Duft des Teufels

Birgit Jasmund: Der Duft des Teufels

 
3.0
 
3.5 (2)
577   1  
Bewertung schreiben
Add to list
Birgit Jasmund: Der Duft des Teufels
Verlag
ET (D)
2017
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783746632957

Informationen zum Buch

Seiten
460

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Vor dem Portal der Kirche Klein St. Martin drängelten sich Menschen, als der italienische Kramhändler Giovanni Paolo Feminis die Martinsgasse betrat, die am Gotteshaus vorbeiführte.

Kaufen

[Werbung / Affiliate-Link]

Bei Amazon kaufen Bei Booklooker kaufen Bei LChoice kaufen

Handlungsort

Stadt
Kontinent
Handlungsorte
Karte anzeigen (Gesamtübersicht)

Köln 1695: Ein Duftwasser versetzt die Stadt in Hysterie. Die enthemmende Wirkung seines Aromas wird dem Teufel zugeschrieben. Und die junge Witwe Kathrina gerät unter Verdacht, als dessen Handlangerin unschuldige Jungfrauen in seine Arme zu treiben. Um sie zu retten, ruft ihr Geliebter, der Kaufmannssohn Daniel, den Parfümeur Giovanni Paolo Feminis zu Hilfe. Aber gelingt es dem Erfinder des Aqua mirabilis, Kathrinas Unschuld zu beweisen und Köln von dem Fluch zu befreien?

Karte

Move Map
Start/Ziel tauschen

Autoren-Bewertungen

1 Bewertungen

Gesamtbewertung 
 
3.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
3.0  (1)
Charaktere 
 
2.0  (1)
Sprache & Stil 
 
4.0  (1)
Gesamtbewertung 
 
3.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
3.0
Charaktere 
 
2.0
Sprache & Stil 
 
4.0

Unterhaltsam, aber nicht so ganz überzeugend

Köln, Ende des 17. Jahrhunderts. Der Italiener Paolo Feminis handelt mit allerlei Waren, nebenbei versucht er, ein altes Erbe seines Großvaters umzusetzen. Dieser hat die Rezeptur eines ganz besonderen Duftwassers aufgezeichnet, doch diese ist nicht einfach nachzuvollziehen und Paolo experimentiert nun schon lange an der Herstellung dieses besonderen „Aqua mirabilis“ herum.

Doch nun wird unter der Hand ein anderes Duftwasser in Köln verkauft und es zeigt ganz erstaunliche Wirkungen, insbesondere in sexuell enthemmender Weise. Das ruft schnell die Kirche auf den Plan und genauso schnell ist vom Teufel die Rede!
Paolo stellt seine eigenen Experimente ein, doch ist ihm bewusst, dass auch er schnell in den Kreis der Verdächtigen geraten könnte.

Kathrina ist eigentlich eine unbescholtene junge Frau, doch als Hebamme und Witwe eines Protestanten ist sie schnell ein gefundenes Opfer für diejenigen, die mit dem Finger auf jemanden zeigen wollen. Ein abgewiesener Verehrer sieht hier einen geeigneten Weg, sich zu rächen und bei dem fanatischen Dominikanerbruder Martin findet er schnell ein geneigtes Ohr. Zum Glück hat Kathrina in dem jungen Daniel einen liebevollen und einflussreichen Unterstützer, der seinerseits alles tut, um den Verdacht von der jungen Frau zu nehmen.

Dennoch, die Stimmung in Köln brodelt und droht überzukochen. Der einzige Weg, wie Paolo und Kathrina sich schützen könnten, wäre es, den wahren Hersteller und Verkäufer des angeblichen Wunderwassers zu finden. Doch wird ihnen dies gelingen?

Das Buch beginnt recht gemächlich und es dauert seine Zeit, bis sich so langsam Spannung aufbaut. Die Liebesgeschichte zwischen Daniel und Kathrina war für mich ziemlich unglaubwürdig. Er ist ein Sohn aus wohlhabendem Haus und sie steht gesellschaftlich weit unter ihm. Dass er sich darum so wenig schert, ist zwar löblich, aber eben nicht sonderlich glaubwürdig für diese Zeit und Gesellschaft.

Erschreckend realistisch dargestellt fand ich hingegen den Hass von Kathrinas Verehrer Hans und den fanastischen religiösen Eifer von Bruder Martin. Beide empfand ich beim Lesen als schwer erträglich, aber leider auch als glaubwürdig.

Insgesamt hat mich das Buch ganz gut unterhalten, aber letztlich hatte ich das Gefühl, hier wurden Handlungsstränge zusammen gepfropft, die nicht so recht zusammenpassten.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 

Benutzerkommentare

2 Bewertungen

Gesamtbewertung 
 
3.5
Plot / Unterhaltungswert 
 
3.5  (2)
Charaktere 
 
3.5  (2)
Sprache & Stil 
 
3.5  (2)
Bewertung (je höher desto besser)
Plot / Unterhaltungswert
Charaktere
Sprache & Stil
Rezensionen
Gesamtbewertung 
 
2.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
2.0
Charaktere 
 
2.0
Sprache & Stil 
 
2.0

Der Duft des Teufels

„Der Duft des Teufels“ ist ein weiterer historischer Roman aus der Feder der Autorin Birgit Jasmud und zeigt „die dunkle Seite des Kölnisch Wassers auf“.

Um was geht es?

Die Autorin greift in ihrem Roman den Mythos die Entstehung des weltbekannten Eu de Toilette „Kölnisch Wasser“ auf. Dabei lässt sie ihre Protagonisten in Köln des Jahres 1695 agieren. Hier versetzt ein Duftwasser die gesamt Stadt in Hysterie, seine enthemmende Wirkung wird dem Teufel zugeschrieben.

Die Hebamme und junge Witwe Katharina, war zur falschen Zeit am falschen Ort und wird als Handlangerin des Teufels bezichtigt. Einzig ihr Geliebter, der Kaufmannssohn David, glaubt an ihre Unschuld und versucht mit Hilfe des Parfümeurs Giovanni Paolo Feminis, Katharina zu retten.

Meinung:

Dies war mein zweiter Roman, den ich von der Autorin gelesen habe und da mich der erste Roman gut unterhalten hat, hatte ich mich im Vorfeld bereits auf diese Lektüre gefreut. Leider wurde ich sehr schnell enttäuscht, denn dieser Roman kann bei weitem nicht mit seinem Vorgänger mithalten. Lese ich dazu auch noch die bis dato veröffentlichen positiven Rezensionen mit 5 Sternen frage ich mich doch tatsächlich ob ich einen anderen Roman gelesen habe, als diese Leser. Dies war sicherlich nicht der Fall und so möchte ich der Reihe nach beginnen.

Der Roman fängt mit einem Vorfall in einer Kirche an, bei der ich den Parfümeur und ein Familien kennenlernen durfte. In weiteren Kapiteln lernte ich das Leben von Katharina, ihre erste Begegnung mit David, sowie die Verkupplungsversuche seiner Mutter mit einer anderen Frau kennen. Das Ganze zog sich über 200 Seiten mit mangelnder Tiefe, null Spannung und Langeweile pur hin.

Schafft man es dann doch tatsächlich nicht aufzugeben und das Buch nicht zu Seite zu legen baut sich ganz allmählich Spannung auf. Das interessanteste an diesem Roman sind die Hintergrundinformationen zum Kölnisch Wasser, wozu es im Anhang noch ein Nachwort der Autorin gibt.

Aufgrund des sehr langatmigen und langweiligen Einstieges, bei denen die Protagonisten einfach zu oberflächlich beschrieben wurden, war mir ein Bezugsaufbau zu ihnen kaum möglich. Dies mag aber auch zum Teil dem Schreibstil der Autorin geschuldet sein, der sich zwar gut und flüssig liest, dem es insgesamt aber an Gefühlen und persönlichen Dialogen sowie „bildlichen“ Beschreibungen fehlt.

Fazit: ein historischer Roman ohne Tiefgang mit langatmigen Einstieg und Protagonisten, in die man sich kaum hineinzuversetzen mag

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Gesamtbewertung 
 
5.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0
Charaktere 
 
5.0
Sprache & Stil 
 
5.0

Der Duft des Teufels


Inhaltsangabe:
Köln 1695: In Köln herrscht große Hysterie. Der Teufel soll ein Duftwasser kreiert haben, welches eine sehr enthemmende Wirkung besitzen soll.
Die junge Hebamme Kathrina ist leider zur falschen Zeit am falschen Ort und wird somit bezichtigt, mit dem Teufel im Bunde zu stehen, eine Hexe zu sein und das Duftwasser unter die Leute gebracht zu haben.
Um ihre Unschuld zu beweisen, versuchen ihr Geliebter Daniel und der Parfümeur Giovanni Paolo Feminis den Erfinder des Duftwassers zu finden.....

Meine Meinung:
Kathrina war mir von Anfang an sympathisch. Leider wird sie aber von Haus aus schief angeschaut, weil ihr verstorbener Mann einer anderen Glaubensrichtung angehört hat. Daher ist sie in der Bevölkerung nur die Protestantische. Zudem hat sie sich Fritz Haan, dessen Heiratsantrag sie abgelehnt hat zum erbitterten Feind gemacht.
Als dann ein junges schwangeres Mädchen tot aufgefunden wird, das kurz zuvor bei ihr gewesen ist, ist Kathrina schnell als Schuldige verschriehen und kommt nach ihrer Flucht in den Turm, wo sich schon einige Hexen befinden.
Die Geschichte ist sehr spannend, weil sich hier die gebildeten Bürger, die natürlich nicht an Hexen glauben und der fanatische Dominikanermönch Bruder Martin gegenüberstehen. Es ist erstaunlich, wieviel Macht der Mönch besitzt und wie mühelos er Panik unter der Bevölkerung verbreitet.
Es war sehr aufregend zu lesen, wie Daniel und Giovanni Paolo versuchen, dem Täter auf die Spur zu kommen.

Dies war mein erster Roman von Birgit Jasmund, aber mit Sicherheit nicht der letzte. Die Autorin hat einen sehr schönen Schreibstil und sehr ansprechende Protagonisten, ich wäre oftmals gerne ins Buch gehüpft und hätte so manchen Bürger schütteln mögen.
Egal ob Haupt- oder Nebencharakter, alle sind sehr lebendig gestaltet und man kann richtig mit Ihnen mitgehen.

Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und freue mich schon auf ein weiteres Werk der Autorin.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 

Für eine werbefreie Plattform und literarische Vielfalt.

unterstuetzen books

 

 

 

Affiliate-Programm von LCHoice (lokaler Buchhandel) und Amazon. Weitere Möglichkeiten, Danke zu sagen.

Tassen, Shirts und Krimskrams gibt es übrigens im

Buchwurm-Shop

I only date Booknerds

Diese Seite nutzt Cookies.

Datenschutz & Widerspruchshinweise

Erlauben
© 2018 Susanne Kasper, Literaturschock

Mobile-Menue