Birgit Jasmund: Luther und der Pesttote

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Birgit Jasmund: Luther und der Pesttote
Verlag
ET (D)
2016
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783746631899

Informationen zum Buch

Seiten
400

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Durch das Gitter des Beichtstuhls erkannte Martin Luther, dass ein Mann auf der schmalen Bank Platz nahm.

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Handlungsort

Kontinent
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Wittenberg im Jahre 1517. Die Residenzstadt an der Elbe wird von der Pest heimgesucht. Alle nehmen an, dass auch der Student Tamme zu den Opfern gehört, obwohl seine Leiche nie auftaucht. Almuth, seine Verlobte, glaubt als Einzige an ein Komplott und schafft es, bei Martin Luther Gehör zu finden. Wenig später jedoch braucht der Geistliche selbst Almuths Hilfe. Denn nachdem seine 95 Thesen öffentlich wurden, fürchtet er um sein Leben.

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Die Luther-Verschwörung

Wittenberg im Jahr 1517: In der Stadt und in der Vorstadt gibt es vereinzelnde Pestopfer. Auch der Student Tamme soll der Pest erlegen sein. Seine Verlobte Almuth glaubt jedoch nicht an seinen Tod; sie glaubt an ein Komplott. Niemand schenkt ihr Gehör, bis sie auf Martin Luther trifft. Doch der hat selbst Ärger, denn er kämpft gegen den Ablasshandel.

Mein Leseeindruck:

Mich konnte die Geschichte rund um Almuth, Tamme und Martin Luther sofort in ihren Bann ziehen. Sowohl der mysteriöse Pesttod von Tamme als auch Martin Luthers Kampf gegen den Ablasshandel haben mich sehr interessiert und mich mitfiebern lassen.

Die geschichtlichen Aspekte rund um Martin Luther fand ich dabei besonders spannend. Die Autorin hat alles so lebendig erzählt, dass ich mich direkt in die Zeit zurückversetzt gefühlt habe beim Lesen.

Die übrigen Charaktere haben mich auch überzeugen können. Ich mochte Almuth sehr, die eine sehr willensstarke und kluge junge Frau ist.

Auch der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gefallen. Das Buch hat sich leicht und flüssig lesen lassen, war dabei spannend und informativ. Wer gut recherchierte, historische Romane mag, der sollte sich dieses Buch einmal näher anschauen.

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Luther und der Pesttote

„Luther und der Pesttote“ ist ein historischer Roman aus der Feder der Autorin Birgit Jasmund.

Autoreninfo:

Birgit Jasmund wurde 1967 in Bonn geboren, ihre Kindheit verbrachte sie in Hamburg. In Kiel studierte sie Rechtswissenschaften und zog danach nach Dresden. Hier Hobby ist es in Archiven und Bibliotheken zu recherchieren und Geschichten in der Geschichte zu erfinden. Weitere Roman von ihr sind „Die Tochter von Rungholt“ und „Krabbenfang“.

Inhalt:

Wir schreiben das Jahr 1517 und begeben uns nach Wittenberg. Der Geistliche Martin Luther arbeitet gerade an seinen 95 Thesen und schafft sich damit leider nicht nur Freunde, er schwebt sogar in großer Gefahr. Man will ihn als Ketzer zum Schweigen bringen.

In der jungen Almuth, der Schwester eines Wittenberger Buchdruckers findet er eine Verbündetet. Allerdings steckt Almuth selbst in einer Notlage, ihr Verlobter Tamme ist angeblich an der Pest verstorben. Doch Almuth will dies nicht wahrhaben und beginnt nachzuforschen. Dann begegnet sie auf dem Markt einem Mann, der ihrem Verlobten zum Verwechseln ähnlich sieht ...

Meinung:

Der Autorin ist ein sehr interessanter und spannender Roman gelungen. Ich habe mich richtig in die Zeit zurückversetzt gefühlt. Der Geistliche Martin Luther kam dabei sehr realistisch rüber. Sein Kampf gegen die Ablassbriefe und der daraus entstehende innere Konflikt wurden sehr gut von der Autorin dargestellt. Ich habe mich wie Mitten drin im Geschehen gefühlt.

Almuth wirkt mir dagegen etwas unnahbar, sie glaubt das ihr Verlobter nicht gestorben ist, leider kommen ihre Gefühle, Verzweiflung und der innere Kampf hier nicht so zum Ausdruck.

Das Ende ist ebenfalls vorhersehbar, hat mich aber nicht weiter gestört, da mich die Handlung allgemein sehr bewegt und gefesselt hat.

Sehr schön und informativ finde ich das Nachwort der Autorin, es rundet den ganzen Roman hervorragend ab.

In Kürze:

Schreibstil: sehr gut, das Buch liest sich schnell und flüssig

Charaktere: gemischt, Luther wurde hervorragend dargestellt, dem anderen Protagonisten dagegen fehlen die Gefühle und Emotionen

Handlung: bewegend, fesselnd, mitreißend

Fazit: ein sehr informativer und bewegender Roman, ich habe mich wie Mitten drin in der Handlung gefühlt

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(Aktualisiert: 14 Mai 2016)
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Exzellenter Historienroman

"Luther und der Pesttote" ist ein in sich stimmiger Roman, der in Wittenberg um 1517/1518 spielt. Birgit Jasmund ist es vortrefflich gelungen, Fiktion und Historie miteinander zu verknüpfen. Wer bisher nicht allzu viel über Martin Luther, den Ablasshandel und den Thesenanschlag vom 31. Oktober 1517 wusste, wird nach der Lektüre der 431-seitigen Geschichte schlauer sein. Doch nicht nur Luthers Handeln zur damaligen Zeit wird bravourös in den Blick genommen, sondern auch der auf einer wahren Begebenheit beruhende Kriminalfall des Tamme Redecker. Letzterer soll angeblich an der Pest verstorben sein (s. Titel), doch seine Verlobte Almuth glaubt nicht daran und bittet sogar Mönch Luther um Hilfe. Insgesamt kann man Jasmund zu diesem spannenden und sehr gut recherchierten Roman nur beglückwünschen. So wurde nicht nur die Sprache der Zeit sehr gut eingebunden, sondern auch der Lebensalltag und die Stimmung der Reformationszeit glaubwürdig wiedergegeben.

FAZIT
Ein historischer Roman mit dem gewissen Etwas. So müsste Geschichtsunterricht 2.0 sein. Der perfekte Roman zum Lutherjahr 2017.

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