Carmen Lobato: Und sie werden nicht vergessen sein

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Carmen Lobato: Und sie werden nicht vergessen sein
Verlag
ET (D)
2016
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783426518205

Informationen zum Buch

Seiten
768

Serieninfo

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
"Weißt du, was noch widerlicher ist, als mit Schweinen zu verkehren?"

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Handlungsort

Stadt
Kontinent
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Amarna, die deutsche Archäologin, und Arman, der armenische Bildhauer - ein wahrhaft unvergessliches Liebespaar: Im London des Jahres 1938 gelten sie als glamouröses Traumpaar, doch ein tiefer Schatten liegt auf ihrer Liebe. Arman hat durch den Genozid an seinem Volk 1915 seine ganze Familie verloren. Wie eine unsichtbare Mauer steht dieses Grauen zwischen den beiden und wächst von Tag zu Tag. Dann bricht der Krieg aus, und Arman meldet sich freiwillig zur Royal Air Force. Am Fuß des Ararat, in den mythischen Ruinen, die die Wiege der armenischen Kultur bergen, wird sich die Kraft ihrer Liebe beweisen müssen.

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Geschichte geht in Liebesdrama unter

Arman und Amarna sind in London angekommen und bauen sich ein Leben in Großbritannien auf. Er wird als Künstler gefeiert, sie hat Arbeit im British Museum, sie haben ein wunderschönes Haus, großartige Nachbarn und werden bewundert und geliebt. Doch Armans Vergangenheit kann nicht einfach abgelegt werden und so ist ihr Leben immer weiter eine Herausforderung und ein Kampf. Sie lieben einander, doch es ist nicht einfach.

Und es wird nicht einfacher, als ihr Schicksal sich mit dem eines Berliner Paares kreuzt. Martin und Eva sind ein strahlendes Paar, sie Malerin und er ein Filmstar. Doch der aufkommende Nationalsozialismus verändert alles für sie beide und ihre kleine Tochter Chaja.
Man muss den ersten Band „Die Stadt der schweigenden Berge“ nicht zwingend gelesen haben, um dieses Buch lesen zu können. Ich empfehle es dennoch, das Verständnis für die Figur Arman ist sicher größer, wenn man die Vorgeschichte kennt.

Ich wollte dieses Buch mögen, denn ich weiß, wieviel der Autorin an genau diesem Buch liegt. Aber ich habe mich schwergetan. Der Vorgänger hatte mich gefesselt und verstört, fasziniert und begeistert. Da hat es ein zweiter Teil meist schwer, dennoch hatte ich gehofft, dass es mich ähnlich mitreißen wird, was dann aber leider gar nicht geschah. Das erste Drittel empfand ich als recht schwerfällig. Die Szenen zwischen Arman und Amarna haben mich nicht berühren können, ich fand sie sehr schwülstig, manch immer wiederkehrende Formulierungen gingen mir irgendwann nur noch auf die Nerven. Die Kapitel um Martin und Eva in Berlin zu Beginn hingegen haben mir besser gefallen, sie waren für mich greifbarer und nachvollziehbarer. Im weiteren Verlauf hingegen wurden mir die Protagonisten alle zunehmend unsympathisch. Ich muss Buchfiguren nicht mögen, um ein Buch zu mögen, aber sie müssen etwas in mir bewegen oder berühren und das taten sie kaum, außer mich zu ärgern. Ein paar kleine Lichtblicke gab es, so vor allem Paul, der im ersten Band keine besonders rühmliche Rolle gespielt hat und mich hier nun positiv überraschen konnte. Andere Nebenfiguren, von denen ich mir aufgrund der Vorberichterstattung einiges erhofft hatte, waren leider auch so gar nicht mein Fall.

Abgesehen von den Figuren geht es aber eigentlich um viel mehr. Es ist ein Buch gegen das Vergessen und für das Zusammenhalten von Menschen. Gerade in unserer heutigen Zeit, in der Geschichte anscheinend nur zu gerne vergessen wird und Zusammenhalt für viele ein Fremdwort ist, zumindest wenn es um grenzenlosen Zusammenhalt geht. Im ersten Buch wurde der Völkermord an den Armeniern thematisiert und kommt auch hier immer wieder zur Sprache, während die Welt nur wenige Jahre später erneut wegguckt und zulässt, dass ein weiteres Volk, die Juden, einfach ausradiert wird. Wie konnte das geschehen? Und wie kann es sein, dass wir heute immer noch nicht schlauer sind, nicht mehr aus der Geschichte gelernt haben, sondern immer noch auf Grenzen, Staaten und Nationalitäten pochen und danach bemessen, wem wie geholfen werden darf? In dieser Hinsicht ist das Buch wieder aufrüttelnd und fesselnd geschrieben.

Insgesamt aber war es mir zu viel Liebesgeschichte, zu viel Beziehungsprobleme. Vom Kopf her konnte ich das alles durchaus nachvollziehen, im Herzen kam es bei mir aber einfach nicht an. Sehr schade, ich hätte mir gewünscht, dass der Zauber des ersten Bandes wieder aufkommt, es gelang mir aber nicht, ihn in den knapp 800 Seiten wiederzufinden und so habe ich das Buch erstaunlich unbeteiligt gelesen, obwohl es doch eigentlich so aufrüttelnd sein müsste!

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Die Tränen werden nie versiegen…

Bei dem vorliegenden Roman handelt es sich um die lose Fortsetzung zu „Die Stadt der schweigenden Berge“. Für mein Empfinden können sie unabhängig voneinander gelesen werden. Da ich den ersten Teil geliebt habe, freute ich mich ungemein auf die Fortsetzung und begann voller Vorfreude mit der Lektüre.

Auch hier geht es in erster Linie um Arman und Amarna, die sich in England niedergelassen haben und dort ein glückliches Leben führen. Doch wir schreiben das Jahr 1938 und wenig später bricht der 2. Weltkrieg aus. Wie sehr verändert der Krieg das Leben des Paares? Werden sie die drohende Gefahr bewältigen können? Und vor allem: Kann Arman jemals den Verlust seiner Familie verwinden?

Die Autorin hat einfach ein Händchen für feinfühlige Erzählungen und sehr gut gezeichnete Charaktere mit Tiefgang, so dass es kaum verwundert, dass diese Geschichte mit 768 Seiten daher kommt, jedoch ist nicht eine einzige Seite davon zu viel.

Hier überzeugen nicht nur Arman und Amarna, die wir bereits aus dem ersten Band kennen und die um ihre Beziehung kämpfen wie die Löwen. Arman ist so ein empfindsamer Charakter, der mir so nahe ging, dass er einen Platz in meinem Herzen gefunden hat. Am meisten beeindruckt hat mich die Figur der Eva. Hielt ich sie anfänglich noch für eine egoistische Person, die nur an ihrer Kunst interessiert ist, musste ich alsbald feststellen, dass viel mehr dahinter steckt und dass einem auch unsympathische Charaktere nahe gehen können. Das muss einem als Autor erst einmal gelingen, dass auch die unliebsamen Figuren den Leser ans Herz rühren. Man fühlt und leidet mit den Protagonisten und das ist etwas, was in meinen Augen nur Bücher vermögen.

Die Geschichte bietet alles, was das Leserherz benötigt: ein überzeugendes, geschichtliches Setting, spannende Figuren, Liebe, Intrigen und jede Menge Schmerz. Selten habe ich beim Lesen so viele Tränen verdrückt wie hier und konnte mich kaum von der Handlung lösen.

Besonders gepackt hat mich der unerfüllte Kinderwunsch von Amarna, der in der Beziehung für Zwistigkeiten sorgt. Hier kam sehr gut rüber wie belastend so etwas für eine Paarbindung ist. Schön, dass in diesem historischen Roman nicht nur Geschichtliches verarbeitet wird, sondern auch das Persönliche der Figuren und deren Beziehungen eine wichtige Rolle spielen.

Fazit: Ein Buch voller Gefühl, das mich regelrecht überfahren hat. Ich komme mir immer noch ein wenig überrollt vor von den Emotionen und bin ein wenig sprachlos. Klar ist nur, dass ich zwingend eine Leseempfehlung aussprechen muss. Wer historische Romane, vor allem zur Zeit der Weltkriege mag, der muss hier einfach zufassen.

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