Claudia Weiss: Rattenfängerin

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Claudia Weiss: Rattenfängerin
Verlag
ET (D)
2016
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783426514856

Informationen zum Buch

Seiten
448

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
"Eva, Geliebte, wach auf, wir müssen fliehen!"

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Handlungsort

Stadt
Region
Kontinent
Handlungsorte
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Hamburg im Jahr 1713, während des Nordischen Krieges: Flüchtlingselend, Hungersnot und schwarzer Tod brechen über die Menschen herein. Unter dem Vorwand, das Umland vor der Seuche zu schützen, haben die Kriegsparteien die Stadt vollkommen abgeriegelt. Handel ist kaum noch möglich, die Versorgung bricht zusammen. Religiöser Fanatismus und Weltuntergangsängste prägen das Klima und verhelfen einem Mann zu Macht und Ansehen, der den Oberen der Stadt ein ganz besonderes Mittel gegen die Pest verschafft: die sogenannten »Engelskinder«.

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Eine spannende Suche nach verlorenen Kindern

Ruth Wrangel lebt im Jahre 1713 mit ihrer Familie in Hamburg. Es ist eine dunkle Zeit. Die Pest ist ausgebrochen und bringt Hunger und Tod mit. Auch herrscht immer noch Krieg, und als wenn das alles noch nicht genug wäre, verschwinden auf geheimnisvolle Weise immer wieder Kinder.

Diese Geschichte spielt im Umfeld Hamburgs und Altonas im 18. Jahrhundert und verspricht eigentlich ein spannendes Lesevergnügen. Leider lesen sich die ersten 150 Seiten ziemlich holprig und wirken so, als hätten sie mit der eigentlichen Geschichte nicht viel zu tun. Mir kam es jedenfalls so vor. Auch ist dies nicht die erste Geschichte um das Paar Heinrich und Ruth Wrangel. Immer wieder gibt es kleine Hinweise auf vorangegangene Abenteuer. Diese haben zwar mit dem vorliegenden Fall nichts zu tun, und so kann man Rattenfängerin auch einzeln lesen, aber vermutlich versteht man die Protagonisten besser, wenn man die Vorgänger kennt. Nach etwa der Hälfte des Romans hat es mich dann aber doch noch gepackt. Die Suche nach den vermissten Kindern wird spannend erzählt. Auch ist lange nicht klar wer den nun hinter dieser Sache steckt, obwohl es genügend Hinweise gibt. Diese Hinweise hat die Autorin geschickt verpackt und lösen sich zum Ende hin auf.

Zusätzlich zu diesem Fall, gibt es interessante Einblicke in das Leben dieser Zeit. Vor allem damit wie mit der Pest umgegangen wurde und was gerade die Stadtführung alles unternommen hat, um eine Panik zu verhindern. Die politischen Gegebenheiten hat Weiss wunderbar mit um ihre fiktiven Protagonisten gesponnen. So ist ein durchaus glaubhaftes Bild dieser Zeit entstanden.

Ein umfangreiches Nachwort klärt nicht nur Fiktion und Wahrheit, sondern erklärt noch einige geschichtliche Details. Interessant zu lesen. Auch wenn mir der Erzählstil am Anfang zu nüchtern war und ich Probleme hatte in die Geschichte hineinzukommen, hat es mich am Ende doch überzeugt und gut unterhalten. Ich werde auf jeden Fall die beiden Vorgänger „Schandweib“ und „Scharlatan“ auch noch lesen.

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Engelskinder

Hamburg 1713: In der Stadt wütet die Pest. Um eine weitere Verbreitung der Seuche zu verhindern, wird Hamburg von der Außenwelt abgeriegelt. Niemand darf die Stadt verlassen und niemand darf hinein. Die Lebensmittel werden immer knapper. Ein Mann nutzt die Not der Menschen aus, um Profit zu machen. Er verspricht ihnen, sich mit der Hilfe sogenannter Engelskinder vor der Pest schützen zu können...

Mein Leseeindruck:

"Rattenfängerin" ist ein anspruchsvoller, tiefgründiger, spannender und auch lehrreicher Historischer Roman. Der Advokat Hinrich Wrangel und seine Frau Ruth spielen hier wieder wichtige Rollen, wie auch schon im "Schandweib" und "Das Geheimnis des Scharlatans".

Im vorliegenden Roman müssen Hinrich und Ruth gegen die Pest kämpfen und das Geheimnis der Engelskinder lösen. Mich hat die Geschichte sehr berührt; besonders zum Ende hin war ich ziemlich bestürzt. Die Handlung ist sehr tiefsinnig und wird mich auch nach dem Auslesen des Buches noch eine Weile begleiten.

Wer anspruchsvolle, gut recherchierte und spannende Historische Romane mag, der sollte sich die Bücher von Claudia Weiss wirklich einmal näher ansehen. Auch "Rattenfängerin" kann ich auf jeden Fall empfehlen!

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Rattenfängerin

Mit ihrem Roman „Rattenfängerin“ versucht die Autorin Claudia Weiss das Geheimnis der „Engelskinder“ zu lüften.

Inhalt:

Hamburg 1713 in der Stadt herrscht die Pest und es gibt Hungersnot. Viele Tausende haben sich auch vor den Schrecken des Krieges hierher geflüchtet. Um das Umland vor der Pest zu schützen wurde die Stadt abgeriegelt.

Nebenbei wird noch von religiösem Fanatismus und Weltuntergangsängsten berichtet, die das Klima zusätzlich in Hamburg schwächen, aber einem Mann zu Ansehen und Macht verhelfen, denn er weiß angeblich ein Mittel gegen den schwarzen Tod.

Meinung:

Der Einstieg war für mich etwas verwirrend, es ging um 2 Personen, die im Kerker saßen und fliehen konnten. In den darauffolgenden Kapiteln war von diesen Personen aber nicht mehr die Rede und später rückten sie in eine Nebenrolle. Weiterhin gab es eine Vielzahl von Personen deren Zuordnung mir zuerst nicht möglich war, ein Personenregister am Anfang wäre hilfreich gewesen.

Der Schreibstil ist im Vergleich zu anderen Autoren sehr nüchtern, manchmal sogar abschweifend an einigen Stellen habe ich den Faden verloren und brauchte etwas Zeit um wieder hineinzufinden.

Vom Inhalt her ist der Roman interessant, vermochte mich aber schon aufgrund des Schreibstiles nicht zu fesseln. Es fehlte insgesamt das gewisse Etwas, Etwas Spannendes, Etwas das bewegt und Etwas das in den Bann zieht.

Ebenso wirkten alle Protagonisten, sie waren sehr fern, was zum Teil am Schreibstil, aber auch daran lag das ich am Anfang nicht so recht wusste wer hier nun zu den Hauptprotagonisten zählt oder nicht.

Da mich historische Ereignisse interessieren und um reale von fiktiven Fakten zu unterscheiden hätte ich mir hier auch ein Nachwort von der Autorin gewünscht.

In Kürze:

Schreibstil: nüchtern, manchmal abschweifend

Protagonisten: wirken fern, man weis zuerst gar nicht wer nun zu den Hauptcharakteren gehört

Inhalt: interessant, dennoch fehlt der Spannungsfaktor

Fazit: interessante Story, leider ein sehr nüchterner Schreibstil dem das Gewisse Etwas fehlt

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