Corina Bomann: Die Frauen vom Löwenhof - Agnetas Erbe

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Corina Bomann: Die Frauen vom Löwenhof - Agnetas Erbe
ET (D)
2018
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783548289960

Informationen zum Buch

Seiten
736

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Etwas blendete mich.

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Handlungsort

Kontinent
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Agneta kämpft mit den Tränen. Ein Telegramm hat sie nach Hause gerufen, ihr Vater ist bei einem Brand ums Leben gekommen. Dabei hatte sie sich schweren Herzen von ihrer mächtigen Familie losgesagt und in Stockholm ein freies Leben als Malerin geführt. Eine Aussöhnung schien unmöglich. Jetzt werden ihr Titel, Glanz und Vermögen zu Füßen gelegt, sie soll das Erbe ihres Vaters antreten als Gutsherrin vom Löwenhof. Ihre Wünsche und Träume sind andere, sie sehnt sich nach einem Leben an der Seite von Michael, einem aufstrebenden Anwalt. Selbstlos stellt Agneta sich der Pflicht und Familientradition. Ihr Herz jedoch kann nicht vergessen und sehnt sich nach Liebe …

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Vorhersehbare Liebesgeschichte

Agneta wünscht sich ein unabhängiges Leben als Malerin. Doch als ihr Vater und ihr Bruder, die Gutsherren von Löwenhof, verunglücken, muss sie nach Hause und ihr Erbe antreten. Ihr Leben soll nun wieder in den adligen Kreisen sein und nicht auf der Kunstakademie in Stockholm.


Das Buch hat mich aus drei Gründen interessiert: das schwedische Ambiente, eine unkonventionelle Frau als Protagonistin, die Zeit. Und eigentlich hat mich das Buch in allen drei Punkten enttäuscht.

Das schwedische Ambiente kam für mich eigentlich gar nicht 'rüber. Okay, es wurde hin und wieder Midsommar gefeiert, die Namen waren aus dem Schwedischen und Stockholm in der Nähe, aber ansonsten hätte das Ganze auch in Deutschland spielen können. Schade, sehr schade. Auch wenn das Buch von einer deutschen Autorin stammt, hätte man das schwedische Flair mehr einfangen könnnen. Anderen Autorinnen gelingt das ja ebenfalls. Dennoch wird das Setting des Löwenhofes schön beschrieben. So schön, dass man gar nicht verstehen kann, warum Agneta weg wollte.


Agneta, die Hauptfigur. Die Einstiegsszene klingt viel versprechend. Eine junge Frau, die im Bett mit ihrem Geliebten liegt und von einem Leben als Malerin träumt. Tja, davon bleibt aber nicht lange etwas übrig. Zwar wird versucht, diese Unabhängigkeit auch später darzustellen, doch schweift es für mich in eine liebeskranke, dadurch abhänige Frau ab, die mit dem freien Geist, der vermittelt werden soll, auch wieder wenig zu tun hat. Die ganze Entwicklung dieser zweiten Liebschaft hat mich irgendwann genervt, auch worin es dann endet. Zumal dieser Strang ziemlich vorhersehbar war und auf altbekannte Muster zurückgegriffen wurde, die mich nur mit den Augen rollen ließen.

Auch die Zeit lässt eigentlich viel Spielraum für spannende Verwicklungen. Doch außer ihren Gedanken und ihre Unterstützung bezüglich dem schwangeren Dienstmädchen (deren Geheimnis auch sehr vorhersehbar war) lassen sich frauenrechtliche Handlungen kaum erkennen. Hier hätte ich mir mehr Konfliktpotenzial (über die immer wieder kehrenden Streitgespräche mit ihrer Mutter hinaus) gewünscht. Auch der Krieg wird nur auf wenigen Seiten erwähnt, genauso wie technischer Fortschritt und das fand ich schade. Denn gerade dieser Umbruch macht für mich das Spannende an dieser Zeit aus. Aber was das angeht, hätte dieser Roman auch in der heutigen Zeit spielen können. (Oder meinetwegen auch in den 1980er Jahren, wenn man es ein wenig altbacken haben möchte.)


Jeder, der eine Liebesgeschichte haben möchte mit leichtem historischen Einschlag, der wird mit dem Buch gut bedient sein. Wenn jemand aber einen historischen Schmöker aus dem damaligen Schweden haben will mit einer kleinen Liebesgeschichte, der sollte sich lieber ein anderes Buch suchen.

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Eine schwierige Entscheidung

Agneta hat sich weit weg von ihrer Familie in Stockholm ein Leben aufgebaut, das frei ist von den Konventionen, die ihrer adligen Familie wichtig sind. Doch dann ruft ein Telegramm sie nach Hause, denn es gab einen Brand und ihr Vater ist dabei umgekommen. Sie muss ein Erbe antreten, welches sie nicht gewollt hat.
Ich mag den Schreibstil von Corina Bomann. Auch dieses Buch der Autorin ist wieder sehr angenehm zu lesen.
Ich mochte die Protagonistin von Anfang an, denn sie will ein selbstbestimmtes Leben führen und schert sich nicht, was andere darüber denken. In Stockholm studiert sie Kunst, engagiert sich als Suffragette und genießt ihre Liebe zu Michael. Doch dann lässt sie das alles hinter sich, weil sie sich der Familie verpflichtet fühlt. Sie verlässt ihr bisheriges Leben, das ihr so viel bedeutet hat, und übernimmt die Führung des Gutes. Aber das Leben neben ihrer hartherzigen, kalten Mutter ist nicht leicht. Unterstützt wird sie auf dem Gut vom Verwalter Max, in den sie sich verliebt. Doch der ist plötzlich verschwunden, gerade als sie ihn nötig braucht.
Alle Charaktere sind sehr individuell und authentisch beschrieben. Auch die Örtlichkeiten konnte ich mir gut vorstellen, wenn mir auch ein wenig Skandinavien-Feeling gefehlt hat.
Agneta ist eine starke Frau, die zwischen ihren Wünschen und den Verpflichtungen steht. Eigentlich enttäuscht es mich ein wenig, dass sie ihr unabhängiges Leben so einfach aufgibt. Aber es kommen ja noch zwei Folgebände und ich bin schon sehr gespannt, wie es mit Agneta weitergeht.
Mir hat dieser historische Roman über eine starke Frau gut gefallen.

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