Daniel Wolf: Die Gabe des Himmels

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Daniel Wolf: Die Gabe des Himmels
Verlag
ET (D)
2018
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783442483198

Informationen zum Buch

Seiten
960

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Der Mörder kauerte in der Finsternis und lauschte dem Heulen der Dämonen.

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Anno Domini 1346. Der junge Kaufmannssohn Adrien Fleury studiert in Montpellier Medizin und träumt von einer Laufbahn als Arzt. Als er nach Varennes-Saint-Jacques zurückkehrt, erkennt er seine Heimatstadt kaum wieder. Reiche Patrizier regieren Varennes rücksichtslos. Das einfache Volk rebelliert gegen Unterdrückung und niedrige Löhne. Die Juden leiden unter Hass und Ausgrenzung. Als Adrien eine Stelle als Wundarzt antritt, lernt er die jüdische Heilerin Léa kennen. Sie verlieben sich und bringen sich damit in höchste Gefahr. Doch dann wütet der Schwarze Tod in Varennes, und Adriens Fähigkeiten werden auf eine harte Probe gestellt ...

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Über die Pest und vieles mehr

Adrien Fleury, genannt Adrianus, ist der jüngste Kaufmannssohn der erfolgreichen Familie Fleury aus Varennes-Saint-Jacques. Doch anders, als die Familientradition es vorsieht, möchte Adrien Arzt werden und nicht Kaufmann. Er studiert in Montpellier und träumt von einer großen Karriere. Als er dann nach Jahren in die Heimat zurückkehrt, stellt er fest, es hat sich vieles verändert und die Stadt ist nicht mehr das, was sie war, als er sie verließ. Die Arbeiter rebellieren gegen Unterdrückung und wollen mehr Lohn. Für die Juden steht es auch nicht gerade zum Besten. Doch Adrien tritt eine Stelle als Wundarzt an und ist voller Hoffnung. Er lernt die jüdische Heilerin Lea kennen und sie entwickeln schnell Gefühle füreinander, aber dann bricht die Pest im Reich aus und Angst und Schrecken gehen um und verändern alles. Der Kampf um Leben und Tod beginnt.

Vorweg sei hier gesagt, dies ist der vierte Band, der in der fiktiven Stadt Varennes-Saint-Jacques spielt. Allerdings beginnt „Die Gabe des Himmels“ rund 130 Jahre nach „Das Licht der Welt“ und ist damit problemlos einzeln lesbar.

Auf den ersten Seiten lernt der Leser erst mal die Protagonisten kennen. Es sind einige. Man kann sich sozusagen in der Stadt einrichten, die Menschen kennenlernen und ein Gefühl für die Zeit bekommen. Adrianus begleitet der Leser zunächst nach Montpellier und kann ihm beim Studieren zusehen, oder eben nicht, weil Adrianus so seine liebe Mühe mit den Professoren hat. Aber schon hier ist zu sehen, dass er seinen ganz eigenen Kopf hat und sich durchzusetzen weiß. Ich mochte ihn von den ersten Seiten. Später geht es dann weiter in seine Heimat.

Mir hat gut gefallen, wie Daniel Wolf die Ereignisse geschildert hat. Er erzählt langsam von den Krankheiten und Seuchen dieser Zeit. Gibt dabei kleine Einblicke in die Heilkunst und zeigt vor allem, welche Schwierigkeiten gerade Menschen hatten, die eigentlich klar dachten und dies auch sagten. So stößt gerade Adrianus immer wieder auf Probleme. Sein größter Feind und Widersacher ist dabei ausgerechnet der amtierende Stadtarzt.

Aber nicht nur die große Pestwelle hat Wolf ausführlich beschrieben, auch die damit einhergehenden Probleme der Menschen hat er wunderbar ausgearbeitet. Weiter möchte ich darauf nicht eingehen nur darauf hinweisen, dass es hier sehr viele kleine Details, zu dieser Zeit zu entdecken gibt. Der Autor scheint im Vorfeld gut recherchiert zu haben. Er hat dann seine fiktiven Charaktere glaubhaft und authentisch agieren lassen. Mir hat gut gefallen, wie Adrianus und Lea durch diese Geschichte gegangen sind. Ich habe sie gern begleitet.

Ein ausführliches Nachwort trennt Fiktion und Wahrheit und ist zudem spannend zu lesen. Ein Personenregister, gleich zu Beginn, sorgt für den nötigen Überblick bei den Protagonisten und ein Glossar am Schluss klärt die fremden Begriffe. Also kurzum ein Anhang, der alles enthält, was ich bei einem guten historischen Roman wichtig finde. Es gibt sogar eine kleine Karte der fiktiven Stadt Varennes-Saint-Jacques.

„Die Gabe des Himmels“ hat mir viele schöne Lesestunden beschert. Hier liegt mal wider ein historischer Roman vor, der so ganz nach meinem Geschmack ist. 960 Seiten pures Lesevergnügen. Gut recherchiert und in einer glaubwürdigen Geschichte verpackt, aber leider trotzdem viel zu kurz.

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