Maren Winter: Das Erbe des Puppenspielers

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Maren Winter: Das Erbe des Puppenspielers
Verlag
ET (D)
2003
Ausgabe
Taschenbuch
ET (Original)
2003
ISBN-13
9783453870307

Informationen zum Buch

Seiten
496

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Handlungsort

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Der Puppenspieler Meginhard folgt Karl dem Großen auf seinem Heereszug gegen die heidnischen Sachsen, um die Mörder seiner Mutter zu finden. Dort trifft er Gisela wieder, seine lang verloren geglaubte Gefährtin. Doch Meginhard kann nicht lieben, solange der Hass in ihm brennt. Und so lässt er sich auf eine gefährliche Verschwörung gegen Reich und Krone ein.

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Der 13jährige Bastard Meginhard wächst wohlbehütet mit seinem Bruder Ansgar bei der unfreien Mutter auf. Doch als Karl der Große nach Macht strebt, muss Meginhard mitansehen, wie seinetwegen die Mutter von Rittern geschändet und ermordet wird. Er selbst kann zwar entkommen, kann die Gedanken an diese Tat jedoch zeit seines Lebens nicht vergessen und sinnt auf Rache. Auf der Flucht mit Ansgar lernt er den Tokkenspieler Berengar kennen, dem die Ähnlichkeit mit Karlmann, dem verstorbenen Bruder des Königs, auffällt. Er kauft ihn seinem derzeitigen Herrn ab und bildet ihn zum Tokkenspieler aus. Die Spielleute ziehen durch das von Kämpfen erschütterte Land und versuchen mit den Aufführungen und kleinen Betrügereien zu überleben. Auf ihrer Reise schließen sie sich dann sogar dem Herr des Königs auf den Weg nach Sachsen an. Meginhard derweil möchte die Mörder seiner Mutter finden und zur Rechenschaft ziehen, ohne von seiner Herkunft zu ahnen.

Meginhard war mir die meiste Zeit über mehr als unsympathisch. Anfangs ein verwöhnter, naiver Bengel, der nur sich selbst im Sinn hat, entwickelt er sich nach und nach zu einem selbstsüchtigen, betrügerischen - und sogar mordenden - jungen Mann. Doch vielleicht wirkt er gerade aufgrund dieser Schwächen immer menschlicher? Seine Taten bleiben nicht unerklärt und manches Mal konnte ich ihn sogar verstehen. Auch die weiteren Protagonisten verhalten sich oft so, dass man ganz laut nach Gerechtigkeit schreien mag - doch vergebens. Die Autorin kennt keine Gnade: Jeder nutzt jeden aus und wird mit einem Tritt weggejagt, sobald seine Dienste nicht mehr benötigt werden - und es gibt kaum Lichtblicke. Zwar sind im Anhang einige wichtige Begriffe dieser Zeit erklärt, doch ich vermisste schmerzlich ein Namensregister der vorkommenden (historischen) Personen, sowie eine kurze Chronologie. Deshalb konnte ich aufgrund der vielen Namen und der teilweise verwirrenden Handlung, die sich daraus ergab, dem Buch nicht immer folgen.

Positiv aufgefallen ist mir die Sprache. Maren Winter bemüht sich, die Protagonisten nicht neuzeitlich wirken zu lassen, sondern legt ihnen mittelalterliche Phrasen in den Mund, was - kombiniert mit der wunderbaren Atmosphäre des Romans - sehr anschaulich und realistisch wirkt. Gerne hätte ich erfahren, wie die Geschichte um Meginhard denn nun konkret ausgeht - doch diesen Gefallen tut die Autorin dem Leser leider nicht. Das Buch endet relativ offen und man kann sich mehr oder weniger aussuchen, ob der Hauptprotagonist überlebt oder nicht. Sehr interessant fand ich darüber hinaus auch die Gliederung des Buches in das erzwungene Treuegelöbnis, das Karl der Große von seinen Untertanen verlangte.

Alles in allem ein Buch, das ich durchaus empfehlen kann. Dafür, dass ich nicht genügend Wissen über diese Zeit mitbrachte und mich das Buch oft etwas verwirrt hat, kann die Autorin schließlich nichts. Sie hat es jedenfalls geschafft, mich für die Zeit um Karl den Großen zu interessieren und hat mir zudem einige angenehme Lesestunden beschert. Sehr empfehlenswert ist es übrigens, die Webseite der Autorin für weitere Informationen zum Hintergrund des Buches zu besuchen.

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