Tereza Vanek: Das Geheimnis der Jaderinge

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Tereza Vanek: Das Geheimnis der Jaderinge
Verlag
ET (D)
2011
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783937357539

Informationen zum Buch

Seiten
648

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Das Orchester hatte aufgehört zu spielen, als Männer in schwarzen Fracks die kristallenen Gläser mit Champagner füllten.

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Handlungsort

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Die verarmte Hamburger Reederstochter Viktoria Virchow kommt im Jahr 1882 nach Shanghai, um dort ihr Auskommen als Gesellschafterin zu suchen. Durch ihre Arbeitgeberin, eine alte britische Lady, stößt sie auf ein dunkles Familiengeheimnis. Ein grüner Jadering und ein chinesisches Schriftstück aus Zeiten des Taiping-Aufstands geben ihr Rätsel auf. Gemeinsam mit dem chinesischen Akrobaten Jinzi versucht sie, das Geheimnis zu lüften. Die Spurensuche bringt die Deutsche und den Chinesen in Lebensgefahr.

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Ein wunderschönes Buch


Inhaltsangabe:

Hamburg 1880: Für die 21-jährige Viktoria Virchow scheint sich ein Traum zu erfüllen, als ihre Verlobung mit Anton von Scharpenberg verkündet wird. Doch schon bald zerplatzt dieser Traum: das Vermögen ihres Vaters ist verloren – und Anton löst die Verlobung daraufhin auf. Nach einem heftigen Streit verlässt Viktoria trotzig ihr Elternhaus und findet eine Stelle als Gesellschaftsdame einer reichen, älteren Engländerin, Margaret Huntingdon, die in Shanghai lebt. Viktoria ist schnell von China und seiner Bevölkerung fasziniert – und in Margaret Huntingdon findet sie eine freundliche Unterstützerin. Doch Viktorias Weg ist in Shanghai noch lange nicht zu Ende, er führt sie nach Peking ins Haus eines chinesischen Mandarins und zu Varietekünstlern, mit denen sie sich anfreundet. Besonders ein junger Mann, Jinzi, dessen Name „Gold“ bedeutet, hat es ihr angetan. Aber kann eine Beziehung zwischen einem chinesischen Mann und einer Europäerin eine Zukunft haben? ...

Der erste Satz:

„Das Orchester hatte aufgehört zu spielen, als Männer in schwarzen Fracks die kristallenen Gläser mit Champagner füllten.“

Meine Meinung zum Buch:

Das war eine wunderbare Geschichte!

Mir wurde beim Lesen dieses Buches bewusst, wie wenig ich über die Geschichte Chinas weiß. Die in Viktorias Geschichte eingebundene Erzählung über den Taiping-Aufstand, einer der blutigsten Bürgerkriege überhaupt, war faszinierend. Es war nicht immer leicht mit den chinesischen Namen, wenn ich unkonzentriert war, habe ich immer wieder Namen verwechselt und musste zurückblättern, um noch einmal nachzulesen, aber das hat mich nicht einmal gestört.

Im zweiten Teil des Buches verlassen wir Viktorias Geschichte und erfahren, wie das Leben von Yazi, der Mutter des jungen Varietekünstlers Jinzi, verlaufen war. Mir persönlich hat dieser Teil am besten gefallen – Yazi ist eine starke Frau, die aus einer ungeliebten Ehe ausbrechen konnte und dann mit den Taiping-Rebellen ein Leben als Soldatin führte. Für mich ist Yazi die beeindruckendste Figur im Buch.

Viktoria war anfangs eine verwöhnte und naive Lieblingstochter eines reichen Mannes, aber sie entwickelt sich im Laufe der Geschichte zu einer mutigen und verantwortungsvollen Frau – auch wenn sie bis zum Ende hin sehr starrköpfig und ungeduldig reagiert. Aber vielleicht lernt sie von den Chinesen irgendwann einmal doch noch etwas Gelassenheit?

Insgesamt hat mir gefallen, dass die Personen nicht einfach schwarz oder weiß sind – sie tragen gute und schlechte Seiten in sich und mal zeigt sich die eine und mal die andere Seite. Das ist wirklich toll gemacht und bringt für mich als Leserin auch Überraschungen, denn die Personen reagieren nicht immer so, wie man es erwarten würde.

In der Geschichte passiert sehr viel und man kommt beim Lesen manchmal fast außer Puste. Aber es kommen auch ruhigere Passagen, in denen man sich auf das Land und die Leute einlassen kann: Viktorias Reise von Shanghai nach Peking war zum Beispiel eine solche Passage, die ich sehr genossen habe. Überhaupt fand ich die Reisen immer sehr schön und stimmungsvoll beschrieben.

Loben will ich auch die Aufmachung des Buches: das Cover finde ich wunderschön und auch die in anderer Schrift gesetzten Kapitelüberschriften gefallen mir sehr. So ein Buch würde sich auch super als Geschenk eignen.

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Reise in ein unbekanntes Land

Tereza Vanek entführt die Leser/innen in „Das Geheimnis der Jaderinge“ ins China des ausgehenden 19. Jh. Hauptperson ist die Unternehmertochter Viktoria Virchow. Sie lebt mit ihren Eltern in Hamburg und hat eine gute Zukunft vor sich, bis ihr Vater durch Fehlentscheidungen und eine teure Geliebte sein vermögen verliert und Selbstmord begeht. Viktorias Verlobter löst auf Drängen seiner Familie die Verlobung und da ihr Verhältnis zur Mutter angespannt ist, flieht sie und versucht, alleine zurecht zu kommen. Doch Viki
findet keine Anstellung in Hamburg, das Angebot an, als Gesellschafterin in Shanghai zu arbeiten, erscheint ihr als letzte Möglichkeit. Außerdem hat sie durch einen Drachenarmreif, ein Geschenk des geliebten Vaters eine Beziehung zu diesem Land. Viktorias offene und ehrliche Art macht es ihr leicht, mit anderen in Kontakt zu kommen, bringt sie aber immer wieder in Schwierigkeiten. In China kommt sie einem Familiengeheimnis auf die Spur, und lernt auf einer gefahrvollen Reise den Akrobaten Jinzi und seine Mutter Yazi kennen und erfährt durch sie vom blutigen Taiping Aufstand. Die Verbindung und der Gegensatz zwischen der Lebensweise der Europäer in China und der chinesischen Geschichte bildet den Rahmen der Geschichte von Viktoria – eine gelungene Verbindung zwischen spannendem Miterleben und interessanten Informationen macht das Buch zu einem besonderen historischen Roman, der sich von den oft allzu vorhersagbaren Liebesgeschichten auf historischem Hintergrund wohltuend abhebt. Dadurch kann man „Das Geheimnis der Jaderinge“ aber auch nicht einfach so nebenbei lesen. Ein schönes Cover und ein ausführliches Nachwort und eine geschichtliche Zeittafel rund um den Taiping Aufstand runden das Buch noch ab.
Mein Fazit: Tereza Vanek ist wieder ein wundervoller historischer Roman mit einer sympathischen Hauptfigur gelungen, durch den man nebenbei einiges über eine Zeit und ein Land erfährt, das mir bisher kaum bekannt war.

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Das Geheimnis der Jaderinge

Zum Inhalt: Die Geschichte beginnt in Hamburg im Jahr 1880. Zunächst lernt der Leser Viktoria, die Hauptfigur, kennen und erfährt so einiges über ihr sehr wohlhabendes Leben in Hamburg. Der plötzliche Selbstmord ihres Vaters und die erschreckende Mitteilung, dass ihre Familie pleite ist, trifft Viktoria hart. Nach einem heftigen Streit mit ihrer Mutter verlässt Viktoria ihr Zuhause und lässt alles hinter sich.
Das Schicksal verschlägt sie nach China, genauer gesagt nach Shanghai. Dort erhält sie eine Anstellung als Gesellschafterin bei Margaret Huntingon, eine sympathische Frau, die Viktoria über die anfänglichen Schwierigkeiten hinweghilft. Viktoria muss sich nun mit ihrem neuen Leben arrangiert. Jedoch hält das Schicksal noch weitere Überraschungen für Viktoria bereit. Ihr Weg führt sie weiter nach Peking, wo sie Freunde findet und vieles über die chinesische Geschichte lernt. Dort lernt sie auch Jinzi kennen, mit dem sie eine aufregendes und mitreisendes Abenteuer erlebt…


Meine Meinung: Zunächst möchte ich erst mal den Schreibstil der Autorin loben. Die Geschichte ist flüssig und verständlich geschrieben, was in meinen Augen immer ein großer Pluspunkt für ein Buch ist. Ich konnte mich daher wirklich sehr gut in die Geschichte hinein versetzen. Man hat das Gefühl, man ist wirklich in Shanghai. Man hat die Gerüche in der Nase und hört den Lärm um sich herum. Was mir auch gut gefallen hat, ist, dass der Leser nicht mit zu viel historischen Informationen überschütten wurde. Viele Dinge wurde so toll in den Verlauf der Geschichte eingearbeitet, dass man die Information wohlwollend zur Kenntnis genommen hat, ohne irgendwie aus der Geschichte herausgerissen zu werden.
Was mir bei dem Buch auch sehr gut gefallen hat, ist, dass nicht alles Fiktion ist, z.B. kommt Max von Brandt in der Geschichte vor. Ein Mann, den es wirklich gegeben hat und wenn man sich im Internet schlau macht auch wirklich in Peking und Shanghai verkehrt hat. Die Autorin lässt Max von Brandt so toll in die Geschichte einfließen, dass man den Übergang von Realität und Fiktion garnicht merkt. So was gefällt mir richtig gut. Der größte historische Teil in dem Buch ist wohl die Erzählung rund um die Taiping. Ich muss ehrlich sein, ich habe mich vor diesem Buch nicht wirklich mit dem Land China und dessen Geschichte beschäftigt. Nachdem ich jedoch den Abschnitt über die Taiping gelesen hatte, war meine Interesse geweckt. Ich finde es wirklich toll, wenn ein Roman es schafft, den Leser zu animieren, weiter zu forschen und sich mit bestimmten Themen zu befassen. Ich bin ehrlich, bei mir hat das vorher noch kein Buch geschafft.
Man lernt auch viel über das Leben im 19. Jahrhundert in China, besonders über das Verhältnis zwischen Männer und Frauen. Während in Europa schon einiges nicht mehr so streng gehandhabt wurde, waren die Chinesen von solch einer Entwicklung noch sehr weit entfernt.

Die Geschichte selbst ist wirklich spannend und fesselnd. Man möchte das Buch garnicht mehr aus der Hand legen. Man fühlt mit den Charakteren mit, bangt und hofft mit ihnen. Bei Viktorias Entwicklung von einem verwöhnten reichen Mädchen zu einer selbstbewussten, starken Frau ist man direkt dabei. Man spürt fast selbst ihre Empfindungen und Gedanken. Jedes Mal, wenn ich das Buch aus der Hand gelegt hatte, bin ich aus einer anderen Welt wieder in das hier und jetzt aufgetaucht, was manchmal ein wenig gedauert hat, weil die Geschichte mich nicht loslassen wollte.

Fazit: Ein wirklich tolles Buch, das einem die Geschichte Chinas näher bringt und den Leser dazu bringt auch mal über den Buchrand hinaus sich mit einem Thema zu beschäftigen. Und das Alles ist in einer tollen und spannenden Geschichte verpackt – ein absolutes Muss für jeden Bücherfreund!

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