Lea Korte: Das Geheimnis der Maurin

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Lea Korte: Das Geheimnis der Maurin
Verlag
ET (D)
2012
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783426509388

Informationen zum Buch

Seiten
576

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
"Mutter, so hört doch, da im Wald ... Hört Ihr das nicht?"

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Handlungsort

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Andalusien 1491: Die schöne Zahra und ihre Familie müssen vor den christlichen Eroberern nach Portugal fliehen, werden jedoch auf ihrer Flucht von Soldaten überfallen. Zahras kleine Tochter wird dabei entführt. Nur einer kann das Mädchen retten: Gonzalo, der Bruder ihres Geliebten Jaime. Doch dieser hat keinen Grund, Zahra zu helfen, hat er sie doch schon lange vor Jaime geliebt und seine Niederlage nie verwunden …

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Das Geheimnis der Maurin

Inhalt:
Es ist das Jahr 1491 in Andalusien. Der Krieg ist beendet und Isabella I und ihr Gemahl Fernando II haben die Macht in Granada übernommen. Sie gehen erbarmungslos gegen die Bevölkerung vor. Zahra und ihrer Familie wollen das Land verlassen doch dann wird ihre Tochter entführt. Nur Gonzalo, Jaimes Bruder kann hier noch helfen. Davon ist Jaime allerdings wenig begeistert, da Gonzalo einst in Zahra verliebt war. Eine Nervenaufreibende Suche beginnt und gleichzeitig der Kampf in einem Land zu leben, dass nicht mehr das eigene zu sein scheint.......

Meine Meinung:
Der Erzählstil von Lea Korte lässt sich flüssig lesen und die Seiten folgen nur so dahin und auch wenn es sich hier um den Folgeband zu „die Maurin“ handelt kann man ihn wunderbar für sich allein lesen. Einige Rückblenden sorgen dafür, dass man als Leser versteht worum es im ersten Teil gegangen ist. Man verpasst nichts. Trotzdem empfehle ich natürlich auch den ersten Teil zu lesen einfach weil auch dies ein tolles Buch ist.

Die Autorin hat es geschafft ein, meiner Meinung nach, authentisches und glaubhaftes Bild dieser Epoche wieder zugeben. Ihre Protagonisten haben nicht nur Ecken und Kanten sondern sind auch ziemlich eigenwillig teilweise sogar fast schon stur zu nennen. Sie gehen ihren Weg, der nicht immer leicht gewesen ist und ihnen viel abverlangt hat. Ich als stummer Beobachter hätte so manches Mal schreien mögen und Zahra sowie Jaime manches mal an schubsen können, damit sie auf einander zugehen statt sich zu streiten. Zahra und Jaime müssen nicht nur mit dem Konflikt Christen gegen Moslems zu recht kommen sondern sich auch die Frage stellen wie lebt es sich innerhalb ihrer Familie mit dieser schwierigen Situation. Die politischen Verhältnisse in Grenada spiegeln sich hier innerhalb der Familie wieder. Jaime als Vater und Christ muss lernen, dass sein Sohn Abdu erwachsen wird und seine eigenen Vorstellung vom Leben hat und diese stimmen nicht unbedingt mit Jaimes überein. Während Abdu auf Seiten der Bevölkerung Granadas steht, vertritt Jaime die Meinung der Christen, so meint zu mindestens sein Sohn. Da sind Konflikte natürlich vorprogrammiert, die dafür sorgen, dass die Spannung hoch bleibt.
So ganz neben bei erfährt man in diesem Roman als Leser wie es sich angefühlt haben muss zu dieser Zeit in Grenada zu leben. Wie viele Ängste die Menschen ausgestanden haben und wie sie behandelt wurden. Erschreckend war dabei für mich vor allem, dass es sich ja so zugetragen hat wie die Autorin es hier schildert. Und so manche Textzeile stimmte dann auch nachdenklich.

Zur Gestaltung des Buches: Es gibt ein Personenregister, eine Karte und ein Glossar. Außerdem hat die Autorin ein ausführliches Nachwort geschrieben, in dem Fiktion und Wahrheit von einander getrennt werden. Ich lese solche Sachen immer sehr gern und Karten in historischen Büchern finde ich immer besonders gut. Und zu guter Letzt habe ich sogar ein passendes Lesezeichen zu meiner Ausgabe bekommen. Vielen Dank dafür an dieser Stelle.

Mein Fazit:
„Das Geheimnis der Maurin“ ist ein toller historischer Roman der in einer Zeit voller Schrecken und Leid spielt. Der aber auch eine tolle Liebesgeschichte beinhaltet, die intensiver kaum sein könnte. Mir hat dieser Roman von Lea Korte sehr gut gefallen, er war spannend und vor allem glaubhaft. Ich kann ihn nur jedem empfehlen der gern historische Romane liest.

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(Aktualisiert: 22 März 2013)
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Das Geheimnis der Maurin

Das Buch:
Andalusien 1491: Die Maurin Zahra und ihre Familie wollen nach Portugal auswandern, da sie sich dort ein besseres Leben erhoffen. Ihre Heimat ist nun in christlicher Hand und bietet keinen Schutz mehr. Doch auf dem Weg nach Portugal werden sie überfallen und Zahras kleine Tochter wird entführt. Das zwingt die Familie, ihre Flucht abzubrechen. Sie kehren zurück in ihre Heimat, doch die Konflikte zwischen Christen, Juden und Moslems sind vorprogrammiert...

Meine Meinung:
"Das Geheimnis der Maurin" ist die Fortsetzung von "Die Maurin". Ich selbst habe leider den ersten Teil nicht gelesen, konnte mich aber dennoch problemlos in die Geschichte hineinfinden und die Handlung nachvollziehen.
Die Geschichte von Zahra und ihrer Familie hat mich sehr gefesselt und berührt. Sehr geschickt hat Lea Korte es geschafft, die historischen Hintergründe in die Geschichte von Zahra einzubinden. So war das Buch nicht nur sehr lesenswert und spannend, sondern zudem auch noch sehr lehrreich.
Die Figuren wirken echt und lebendig. Ich habe sehr mit ihnen mitgefühlt, nur Zahra selbst ist mir im Laufe der Geschichte etwas "entglitten".
Trotzdem hat mir der Roman sehr gut gefallen, und ich werde nun bestimmt auch noch den ersten Teil der Geschichte lesen!

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Ein spannender historischer Roman, der zum Nachdenken anregt

Andalusien im späten 15. Und führen 16. Jahrhundert: Nachdem die christlichen Eroberer die Maurenfestung Granada erobert haben, macht sich Zahra mit ihrer Familie auf nach Portugal. Doch bevor sie ihr Ziel erreichen, werden sie überfallen und es gibt Tote und Verletzte. Außerdem wird Zahra kleine Tochter Chalida entführt. Um ihr Kind zu befreien müssen Zahra und ihre Lieben nach Granada zurückkehren – und damit in die Höhle des Löwen, denn dort wird Zahra immer noch als Verbrecherin gesucht!

In gewohnter Manier legt Lea Korte mit „Das Geheimnis der Maurin“ eine spannende Fortsetzung des Romans „Die Maurin“ vor. Sie lässt liebgewonnene Figuren wiederkehren und flechtet neue gekonnt in die Handlung ein. Die Glaubenskämpfe in Andalusien nutzt sie dabei als ebenso spannenden wie farbenprächtigen historischen Hintergrund und zeichnet eine grausame Szenerie, die sich sogar auf heutige Verhältnisse übertragen lässt und zum Nachdenken anregt.

Die Romanhandlung führt den Leser durch mehrere Jahre und lässt ihn am Schicksal von Zahra, ihrem Mann Jaime und ihren heranwachsenden Kindern teilheben. Am Beispiel Zahras beschreibt die Autorin sehr plastisch, welche Veränderung eine Person durchläuft, wenn sie derart unter Druck gerät und ihrer Existenzgrundlage beraubt wird, wie es eben Zahra in der Geschichte geschieht. So manches Mal möchte man über ihre Handlungen und Emotionen den Kopf schütteln und kann dennoch mit ihr fühlen – das muss Lea Korte erst einmal jemand nachmachen!

FAZIT: Eine spannende Fortsetzung vor einem spannenden Hintergrund, die an vielen Stellen zum Nachdenken anregt – auch über unsere heutige Zeit. Empfehlenswert!

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Religionskonflikte

Die Verfolgung und Unterdrückung der moslemischen und jüdischen Bewohner von Granada sind das zentrale Thema in dem neuen historischen Roman von Lea Korte. Sie erzählt die Geschichte ihrer Heldin Zahra weiter. Zahra hat sich sehr verändert, sie ist reifer geworden, hat sie doch jetzt die Verantwortung für ihre große Familie. Die unbeschwerten und rebellischen Tage sind längst Vergangenheit.
Es ist bereits mein zweites Buch von Lea Korte und ich finde es sehr faszinierend wie sie Fiktion und Wirklichkeit miteinander verbindet. Im Personenverzeichnis am Anfang des Buches kann man genau nachlesen, welche Personen aus ihrem Roman tatsächlich gelebt haben. Sie schreibt sehr lebendig, ein kurzes Vorwort und schon ist man gefesselt von der spannenden Handlung.
Ich finde, Lea Korte ist noch besser geworden, sie schreibt noch intensiver und fesselnder. Sowohl die „actionreichen“ Szenen als auch die ruhigen Momente hat sie mir sehr nahe gebracht. Die Religionskonflikte und vor allem das Wissen, dass die Autorin tatsächlich Geschehenes beschreibt, das geht schon sehr unter die Haut und ließ mich streckenweise schaudern. Da in Zahras Haushalt neben Mauren auch Christen und Juden vertreten sind, erfahre ich die Repressalien gegen die Andersgläubigen durch die Christen hautnah.
Besonders der Konflikt zwischen Zahra und Jaime, der für die Christen arbeitet, wird so gut dargestellt. Das Leid und die Unterdrückung verändern die Menschen und das wird am Beispiel von Zahra sehr deutlich. An ihr hat Lea Korte sehr anschaulich gezeigt, was die Veränderungen, die im Land und vor allem in Granada statt finden, aus einem Menschen machen können. Auch wenn ich mit Zahra nicht immer einer Meinung bin und ich ihr Verhalten oftmals nicht nachvollziehen kann, geht mir das Schicksal dieser einst so starken Frau und ihrer buntgemischten Familie doch sehr nah. Die historischen Ereignisse, die Lea sehr geschickt in ihren Roman eingebaut hat, machen mich streckenweise fassungslos.
Lea Korte hat mir wieder ein Stück Geschichte nahe gebracht, das mir gar nicht so bewusst war und das auf eine sehr fesselnde und emotionale Art und Weise.

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Eine "multireligiöse" Familie um 1500

Der historische Roman „Das Geheimnis der Maurin“ von Lea Korte spielt in Andalusien um 1500 und ist die Fortsetzung von „Die Maurin“. Ich habe das Buch in einer Leserunde gelesen und kannte den ersten Teil nicht, doch durch den kurzen Rückblick zu Beginn des Buches kam ich sehr gut in die Geschichte, die in einer politisch unruhigen Zeit spielt:
Die Spanier vertreiben die Mauren aus dem Land und die Hauptperson Zahra und ihre Familie müssen nach Portugal fliehen. Doch da geschieht ein Überfall und Zahras Tochter, die vierjährige Chalida wird entführt. Und das ist nicht der einzige Schicksalsschlag, der die Familie trifft, denn neben alten Konflikten aus der persönlichen Vergangenheit beeinflusst die antijüdische bzw. antimuslimische Politik der Könige das Leben von Zahra und ihren Lieben.

„Das Geheimnis der Maurin“ ist eine spannende Familiengeschichte vor einem mir wenig bekannten historischen Hintergrund, der immer wieder anklingt, aber gut in die Geschichte eingebaut ist. So kann man die fesselnde Handlung verfolgen und erfährt nebenbei einiges über die Politik und die Konflikte der religiösen Gruppen in Spanien um 1500. Der Roman ist lebendig geschrieben und die Charaktere so gut dargestellt, vielschichtig und authentisch – man meint, man würde sie „in echt“ kennen.
Ich kann diesen Roman sehr empfehlen und werde auch seinen Vorgänger noch lesen!

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Wie Unterdrückung und Angst die Menschen verändert

Im Dezember 1491, unweit von Sevilla

Die Maurin Zahra as-Sulami ist mit ihrer Familie auf der Flucht nach Portugal, denn Andalusien ist mittlerweile völlig in christlicher Hand. Unterwegs wird die Reisegruppe von fremden Soldaten überfallen, und Zahras kleine Tochter wird entführt. Jaime, Zahras Geliebter und Vater von Chalida, setzt alles daran, das gemeinsame Kind zurück zu bekommen. Für ihn und Zahras Familie bedeutet dies das Ende der Reise, denn auch wenn Jaimes Bruder Gonzalo seine Hilfe zusichert, so unter der Bedingung, dass Zahra nach Granada zurückkehrt. Für Gonzalo war Zahra einst die Liebe seines Lebens, bevor sie sich für seinen Bruder entschied. Durch Jaimes Bitte um Hilfe kommen nun Erinnerungen und vielleicht auch Hoffnungen hoch.
Die Lebensbedingungen für die Mauren in dem mittlerweile katholischen Land werden immer schwieriger, die Forderungen der katholischen Könige und ihrer Inquisition immer härter. Nicht nur die Juden haben unter der religiösen Diktatur zu leiden, sondern inzwischen auch die maurische Bevölkerung. Die Machthaber ignorieren immer mehr die Kapitulationsvereinbarungen, und den Menschen wird Unmögliches zugemutet.

In Lea Kortes neuem Roman erfährt der Leser, wie es mit Zahra as-Sulami und ihren Lieben weitergeht. Zahra, „die Maurin“, die man im ersten Band bereits während der Zeit der Reconquista begleitet hat, wird vom Schicksal erneut auf eine harte Probe gestellt.
Sie leidet unter der christlichen Regierung; das Leben in Granada hat nichts mehr mit der toleranten und harmonischen Einheit unter der einst maurischen Herrschaft zu tun.
Eigentlich machen es die a-Sulamis richtig vor, denn in Zahras Haushalt leben Moslems, Juden und Christen in friedlichem Miteinander und gegenseitiger Akzeptanz. Diese ursprünglich bestehende Harmonie wird mehr und mehr durch neue Maßnahmen der christlichen Eroberer zerstört.
Die Angst vor Spitzeln greift um sich. Denunziation ist an der Tagesordnung. Dazu kommt die fortwährende Sorge um ihre Kinder. Die ganze Situation führt dazu, dass Zahra und Jaime sich immer öfter zermürbende Debatten liefern, die häufig mit massiven Vorwürfen enden. Zahras Verhalten ist geprägt von ihrer Ohnmacht und der Sorge vor Identitätsverlust.
Sie versucht mit allen Mitteln, ihre Familie zusammenzuhalten und die muslimischen Bräuche und Traditionen weiterhin zu pflegen, was jedoch immer schwerer wird. Ihrem Geliebten Jaime gegenüber ist sie oft ungerecht, denn einerseits fehlt es an gegenseitigem Verständnis, auch ist Zahra ihr eigener Stolz im Weg. Es bildet sich eine schier unüberbrückbare Kluft zwischen den Liebenden, denn Jaime steht mittlerweile wieder im Dienst der Könige.
In diesen Jahren nach der Reconquista wird das Leben immer komplizierter. Brutale Übergriffe der kastilischen Soldaten schüren Wut und auch Hilflosigkeit, einerseits unter den Juden und ebenso bei der muslimischen Bevölkerung.
Die Protagonistin Zahra steht stellvertretend für ein verzweifeltes Volk. Ihr Verhalten ist oft extrem aber in Anbetracht der Situation durchaus verständlich.
Bestürzend ist die starke Realitätsnähe der Handlung. Die Autorin hat sich konsequent an den historischen Tatsachen orientiert. Zwischen den Zeilen wird das starke Anliegen für mehr Toleranz und Religionsfreiheit deutlich spürbar, denn die Diskrepanz zwischen den Religionen ist nicht auf die Vergangenheit beschränkt, sondern leider auch heutzutage noch ein brisantes Thema.

Auch mit diesem neuen Roman ist es Lea Korte wieder einmal gelungen, mich von der ersten Seite an völlig in den Bann der Geschichte zu ziehen und alles um mich herum für Stunden vergessen zu lassen. Die Eindrücke des Gelesenen wirken intensiv und lange nach. Es ist ein starker, beeindruckender Roman über ein trauriges Kapitel der spanischen Geschichte, der deutlich macht, wie sich Menschen verändern, wenn sie eingeengt und ungerecht behandelt werden.

Ein Nachwort mit Erläuterungen zu verschiedenen historischen Details, eine ausführliche Begriffserklärung, dazu der Stammbaum des Hauses Aragón-Kastilien, zwei Karten, die sehr anschaulich die Machtverschiebung ab 1492 zeigen und ein umfangreiches Personenregister runden dieses Buch perfekt ab.

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Lea Korte - Das Geheimnis der Maurin

Inhalt:

Eigentlich wollte Zahra mit ihrer Familie nach Portugal auswandern, doch die Entführung ihrer Tochter Chalida zwingt die gesamte Familie zur Umkehr in die alte Heimat. Doch Granada ist nun unter christlicher Herrschaft. Können Zahra und ihre Familie unter diesen Bedinungen glücklich werden?

Meine Meinung:

Als ich vor einigen Jahren "Die Maurin" von Lea Korte gelesen habe, war ich hellauf begeistert. Dennoch war ich skeptisch, als ich hörte, dass die Autorin eine Fortsetzung plante. Denn mit Fortsetzungen von eigentlich abgeschlossenen Geschichten tue ich mich sehr schwer und den wenigsten konnte ich eine gute Bewertung geben.

Umso erleichterter und glücklicher war ich, als ich die ersten Seiten von "Das Geheimnis der Maurin" gelesen hatte. Lea Korte zeigt schon auf diesen ersten Seiten, dass sie schreiben kann. Und wie! Die Zeilen fliegen nur so dahin und ich kam kaum zum Atmen.

Danach stehen dann das neue Leben von Zahra, ihren Kindern und ihrem Geliebten Jaime im Vordergrund. Die Autorin hat geschickt den historischen Hintergrund in die Geschichte eingewebt. Wie schon beim Vorgänger entsteht auf diese Weise ein reales und greifbares Bild der damaligen Geschehnisse - und diese waren bei Weitem kein Zuckerschlecken. Oft musste ich schlucken und ich zitterte mit der ganzen Familie um ihr Leben und ihr Glück.

Kortes erzählerisches Talent führte dazu, dass ich gar nicht mehr aufhören wollte zu lesen. Zwar kommen einem sich gewisse Gespräche mit der Zeit bekannt vor, aber ansonsten kann ich wirklich nichts an diesem dichten und gelungenen Roman aussetzen.

Ich habe sehr viel über das Andalusien um 1490 erfahren, über den Umgang der Religionen untereinander und die politischen Verflechtungen. Aufgrunddessen ist es, obwohl ein historischer Roman, dennoch hochaktuell, beschäftigt er sich doch mit Themen, die auch heute noch Aktualität besitzen.

Fazit:

Ein eindeutiges "Daumen hoch" von meiner Seite. Jeder, der "Die Maurin" gelesen und geliebt hat, kann getrost zur Fortsetzung greifen. Aber auch wenn man den Vorgänger nicht gelesen hat, kann man sich gut in der Geschichte zurecht finden.

Lea Korte gehört definitiv zu meinen Favoriten unter den Autoren und ich freue mich schon auf ihr nächstes Buch!

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