John Boyne: Das Haus zur besonderen Verwendung

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John Boyne: Das Haus zur besonderen Verwendung
Verlag
ET (D)
2009
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
The House of Special Purpose
ET (Original)
2009
ISBN-13
9783492272650

Informationen zum Buch

Seiten
560

Sonstiges

Originalsprache
englisch
Übersetzer/in
Schlagworte
Erster Satz
Meine Mutter und mein Vater führten keine glückliche Ehe.

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Russland, 1915: In einem kleinen Dorf verhindert der Bauernsohn Georgi ein Attentat. Zum Dank ruft Zar Nikolaus II. den tapferen Jungen nach Sankt Petersburg, wo er ihn zum Leibwächter seines einzigen Sohnes ernennt. In den prunkvollen Sälen des Winterpalais begegnet Georgi auch der schönen Zarentochter Anastasia. Sie verlieben sich, wohl wissend, dass diese Liebe nicht sein darf. Doch Georgi ist entschlossen, für Anastasia bis zum Äußersten zu gehen …

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(Aktualisiert: 18 August 2012)
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Das Haus zur besonderen Verwendung

1915: Georgi Jatschmenev ist gerade 16 und lebt in Kaschin einem kleinen Dorf in Russland, als er mehr durch Zufall dem Vetter des Zaren das Leben rettet. Zum Dank wird er sofort zum Zaren mitgenommen und hat von da an die Aufgabe der Leibwächter des jungen Zarewitsch zu sein. Georgi fügt sich schnell in das Hofleben ein und verliebt sich unsterblich in die jüngste Tochter des Zaren: Anastasia. Als die Zarenfamilie immer mehr in Verruf gerät, hält Georgi weiterhin zu ihnen und versucht alles zu tun um ihnen und damit vor allem Anastasia zu retten.

Das gesamte Buch wird aus der Sicht von Georgi über wechselnde Zeitebenen erzählt. Georgi startet im Jahre 1981 und erinnert sich in Rückblenden immer wieder an die Vergangenheit. Seine Zeit beim Zaren, aber auch die Jahre nach dem Zaren und Schritt für Schritt wird die gesamte Lebensgeschichte von ihm erzählt. Spannend bleibt dabei die Frage, ob Georgi es geschafft hat, seine Liebste Anastasia zu retten, oder ob sie doch zusammen mit ihrer Familie hingerichtet wurde. Bis heute gibt es ja Theorien darüber, ob die jüngste Tochter das Massaker an ihrer Familie überlebt hat oder nicht und genau auf diesen Theorien baut John Boyne sein Buch auf.

Die Wechsel zwischen den Zeiten haben mir dabei sehr gut gefallen, auch wenn ich irgendwann sehr erschüttert war, welche Herausforderungen und welches Leid Georgi in seinem Leben meistern muss. Georgi ist aber ein Charakter, der allen Widrigkeiten trotzt und das Leben nimmt, wie es ist und daraus das Beste macht. Auch wenn die Figur des Georgi manchmal mir fast zu einfach gestrickt vorkam, bewies er doch zu den richtigen Zeitpunkten Mut und Ausdauer. Ein starker Charakter, der schließlich auch noch in der schwersten Stunde seines Lebens weiter kämpft. Trost findet er dabei in den Büchern, die ihn schon immer fasziniert haben, so bald er lesen konnte und natürlich hat ihn diese Eigenschaft für mich besonders sympathisch gemacht.

Schön zeichnet der Autor in diesem Buch ein Bild des untergehenden Zarenreiches und wie sich der Zar erst da hin manövrieren konnte. Gerade durch die Figur des Georgi, der selber aus ärmsten Verhältnissen stammt und dann die gesamte Pracht und den Überfluss am Zarenhof sieht, wurde mir der große Unterschied zwischen den verschwendungssüchtigen Adeligen und dem armen Volk richtig bewusst. Georgi verurteilt dabei nicht. Aber auch genau diese Haltung spiegelt gut einen Teil der damaligen Bevölkerung wieder, die der Meinung war, dass der Zar von Gott höchstpersönlich auserkoren worden ist und sie ihn daher zu ehren haben. Auch wenn es für mich nicht immer nachfühlbar war, war es gut und nachvollziehbar beschrieben.

Gleichzeitig zeigt John Boyne aber auch, dass auch die Zarenfamilie Menschen waren, die geliebt haben und die am Ende nur noch auf das Exil gehofft haben. Da ich wusste, was mit der Familie passieren wird, sind mir gerade die letzten Szenen zwischen Georgi und dem Zarewitsch richtig zu Herzen gegangen. Ob die Familie wirklich so wahr oder nicht, kann keiner wissen, aber die Interpretation des Autors hat mir sehr gut gefallen.

Alles in allem ein wunderbares Buch, das mich zu Tränen gerührt hat und auf geschickte Weise einen Teil der russischen Geschichte vermittelt bzw. die vorhanden Theorien weiter spannt.

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