Katia Fox: Das kupferne Zeichen

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Katia Fox: Das kupferne Zeichen
ET (D)
2006
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783404157006

Informationen zum Buch

Seiten
639

Sonstiges

Erster Satz
"Herrgott, Ellenweore, wenn du doch nur ein Junge wärst!"

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Handlungsort

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England 1161. Die zwölfjährige Ellen, Tochter eines Schwertschmieds, möchte nur eines: ebenfalls Schwertschmiedin werden. Doch das ist für ein Mädchen undenkbar. Als sie nach einer ungeheuerlichen Entdeckung von zu Hause fliehen muss, verkleidet Ellen sich als Junge und nutzt die Chance: Sie begleitet einen berühmten Schwertschmied in die Normandie und lernt dort als Schmiedejunge Alan das Handwerk ausüben und das höfische Leben kennen. Doch die Lüge, auf der sie ihr Leben aufgebaut hat, wird ihr zum Verhängnis, als sie sich in einen jungen Ritter verliebt, denn sie darf ihre Identität nicht preisgeben. Zu spät erkennt sie, wem sie vertrauen darf - und dass sie bei Hofe einen Feind hat, der zu allem bereit ist ..

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Ich muss gestehen, dass mich das Buch schon ein bisschen an die Reihe der "Die...-in"-Bücher zumindest zu Beginn erinnert hat. Ellen hat keine einfache Kindheit. Ihre Mutter hat irgendwie ein Problem mit ihr und prügelt Ellen, wann es ihr möglich ist bzw. hat immer etwas an ihr auszusetzen. Nur bei ihrem Vater, der Schmied ist, fühlt Ellen sich wohl und schon früh wird klar, dass sie eine sehr gute Schmiedin abgeben würde, jedoch in ihrer Zeit sind da Frauen überhaupt nicht gern gesehen.

Ellen muss eines Tages fliehen und als Junge verkleidet zieht sie von Ort zu Ort und versucht eine Ausbildung zum Schmied zu bekommen.

Anstrengend an diesem Buch ist, dass immer wenn es mit Ellen ein bisschen bergauf geht und sie sich besser fühlt, kommt ihr Widersacher um die Ecke und macht alles kaputt. Während ihre große Liebe, den sie anhimmelt, nie wirklich als der strahlende Ritter mal endlich eingreift, sondern sich teilweise auch nicht so ganz richtig verhält.

Das Einzige was dieses Buch von anderen seiner Art wirklich abhebt, ist die Tatsache, dass die Kunst des Schmiedens und v. a. das schmieden eines Schwertes sehr detailliert und ausführlich besprochen werden und ich doch sehr interessante Informationen für mich daraus mitnehmen konnte. Spannend finde ich auch, dass es eine Hauptfigur in diesem Roman tatsächlich gegeben hat. Sehr positiv in diesem Zusammenhang ist mir auch das Nachwort der Autorin aufgefallen, in dem sie beschreibt, was Tatsachen und was Fiktion entspricht.

Mit Ellen selber habe ich mich teilweise sehr schwer getan. Sie ist kein einfacher Charakter, hat meiner Meinung nach, teilweise viel zu viele Ecken und macht es einem als Leser überhaupt gar nicht leicht, sie zu mögen. Sehr faszinierend fand ich jedoch, dass es einen strahlenden Helden nicht wirklich gab und das Buch zwar positiv endet, aber nicht so, wie man es zu Beginn vielleicht als Leser denkt.

Insgesamt sehr spannende Lektüre, die ich relativ schnell gelesen hatte, die mich jetzt aber nicht zu 100% überzeugt hat. Trotz allem werde ich wahrscheinlich die beiden Fortsetzungsromane von ihr auch noch lesen.

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Ellenweore, meist kurz Ellen genannt, ist die älteste Tochter eines Schmieds und stolz darauf, dass der Vater sie in der Werkstatt mitarbeiten lässt, obwohl sie ein Mädchen ist. Eines Tages ertappt sie ihre Mutter beim Ehebruch mit einem Adeligen. Aus Furcht vor ihrer als rachsüchtig und gemein bekannten Mutter flüchtet sie Hals über Kopf, mit nichts außer ein wenig Proviant und ihren Kleidern am Leib, gibt sich fortan als Junge aus und findet Aufnahme bei einem Schmied, der sie zunächst widerstrebend als Lehrling annimmt.

Gemeinsam mit ihrem Meister und dessen Frau geht sie für ein paar Jahre in die Normandie, vervollkommnet ihre Handwerkskunst und lernt zwei junge Edelmänner kennen, die ihr ganzes Leben prägen werden: den freundlichen Guillaume, der sie heimlich im Schwertkampf unterrichtet, und Thibault, der ihr schon bald feindlich gesonnen ist und ihr nach dem Leben trachtet. Seinetwegen muss Ellen eines Tages erneut fliehen…

Zu Beginn kommt der Roman wie das x-te „Die …in“-Buch daher. Ein Mädchen in Männerkleidern, die sicher in ihrem Handwerk eine Meisterin werden wird, rote Haare und grüne Augen hat sie auch noch, sie zieht von Ort zu Ort, weil sie ständig fliehen muss, und natürlich zieht sie Intrigen und Tragik magisch an. Doch wer nach den ersten Kapiteln schon zu wissen glaubt, wie sich die Geschichte weiterentwickeln wird, sieht sich dann doch noch eines Besseren belehrt. Das Handlungsmuster der Wanderschaft mit ein paar meist sympathischen Weggefährten ist zwar nach wie vor nicht wirklich neu, aber schön ausgearbeitet, führt an einige Schauplätze, die nicht typisch für Romane des Genres sind, und zunehmend faszinierend fand ich die detail- und kenntnisreichen Schilderungen des Schwertschmiedehandwerks und der besonderen Schwerter, die Ellen entstehen lässt.

Ellen selbst ist nicht immer leicht zu mögen, sie gibt sich spröde, ist manchmal sehr schroff und kühl und bleibt dadurch manchmal ein wenig auf Distanz zum Leser. Das machen einige Nebenfiguren aber wieder wett.

Schade, dass das Buch erst langsam in die Gänge kommt, nach etwa 100 Seiten entwickelt es endlich den Sog eines nicht allzu anspruchsvollen, aber schön zu lesenden Historienromanes zum Versinken.

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(Aktualisiert: 29 Juli 2013)
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Das kupferne Zeichen

Inhalt:
Die Geschichte beginnt in Orford im Jahre 1661 und umfaßt 20 Jahre von Ellen`s Leben, deren Traum es ist, als gute Schwertschmiedin anerkannt zu werden und ein Schwert für den König zu schmieden.
Ellen`s Weg wird schwer, denn immer passieren unvorhergesehene Ereignisse, für die sie nichts kann. Sie muß jedesmal Hals über Kopf flüchten und ihr lieb gewordene Personen ohne ein Wort des Abschieds zurücklassen.
Um überhaupt Arbeit in einer Schmiede zu finden, muß sich Ellen sogar als Junge verkleiden. So schwer der Weg auch ist, Ellen gibt niemals auf und meistert jede Hürde.

Meine Meinung:
"Das kupferne Zeichen" ist der erste Roman einer Trilogie und auch das Erstlingswerk der Autorin.
Man merkt von Anfang an wieviel Liebe und Herzblut Katia Fox in die Geschichte gesteckt hat.
Ich war noch nie in einer Schmiede, glaube aber aufgrund der tollen Schilderungen den Klang der Hämmer zu hören, die Hitze und den Duft darin zu spüren.
Alles ist sehr detailgetreu geschrieben, so daß ich das Gefühl habe, fast selber ein Schwert schmieden zu können.
Die ganze Geschichte ist stimmig, ich habe viele liebevolle Charaktere entdeckt, die alle ihre Stärken und Schwächen haben. Aber ich finde, jeder hat sich bis zum Schluß zu seinem Vorteil entwickelt.
Der Schreibstil ist sehr lebendig und flüssig und somit war ich von Anfang an in der Geschichte versunken.
Auch die schöne Ausstattung des Buches möchte ich nicht unerwähnt lassen. Besonders gefallen haben mir das schön gestaltete Cover und die tollen Zeichnungen.
Mit großem Interesse habe ich am Schluß die historischen Anmerkungen gelesen.
Ich freue mich sehr, daß ich gleich im Anschluß die Bände 2 und 3 lesen darf.

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Eine Schwertschmiedin?

England im Jahr 1163. Ellenweore, Tochter von Leofrun und Osmond, hilft lieber ihrem Vater in der Schmiede, als ihrer Mutter in der Küche. Eines Tages trifft sie den Gerberjunge Simon, und geht lieber mit ihm Brombeeren suchen. mit ihm Brombeeren suchen zu gehen. Sie kommen an eine alte Kate, in der plötzlich Sir Miles, verschwindet. Neugierig schaut Ellen durch eine Ritze, und entdeckt, dass er sich dort mit einer Frau vergnügt, in der sie am Schluss ihre Mutter Leofrun erkennt. Sie ruft laut „Hure“, und im gleichen Moment ist ihr klar, dass sie verschwinden muss, da Sir Miles hat sie gesehen hat, als sie weglief. Eine alte Kräuterfrau macht einen Jungen aus ihr, denn sie will in einer Schmiede Arbeit finden, und nur als Junge hat sie eine Chance. Von der Frau erfährt sie, dass Osmond nicht ihr leiblicher Vater ist. Unterwegs trifft sie Llewyn, den Schmied. Aber auch bei ihm kann sie auf Dauer nicht bleiben. Er schickt sie nach Ipswich, zu seinem alten Meister. Doch der ist erst nach einem Test bereit, sie als Lehrling zu nehmen. Völlig überraschend muss der Meister Donovan mit nach Frankreich übersiedeln, und Ellen darf mit. Die Pastetenverkäuferin Rose, mit der Ellen sich angefreundet hat, fährt auch mit. Sie entdeckt, dass Ellen ein Mädchen ist, verspricht aber, sie nicht zu verraten. In der Normandie gehen sie nach Tancarville, und Ellen lernt dort das Schwertschmieden bei Donovan.
Sie lernt einige Knappen kennen, und versucht sich mit ihnen zu messen. Da ist Thibault, der sich zu ihr hingezogen fühlt, obwohl sie für ihn ja ein Junge ist, und er ist entsetzt über seine Gefühle. Mit Guillaume schließt sie Freundschaft, und übt mit Stöcken mit ihm den Schwertkampf. Thibaults Vater kommt in die Schmiede, und kauft das Schwert, das sie selbst geschmiedet hat. Sie erfährt dass er mal etwas mit Leofrun hatte, und ihr Vater ist. Er hat sie an der Ähnlichkeit mit seiner Mutter erkannt.
Thibault hat Rose zu seiner Geliebten gemacht, und wirft ihr vor, mit Alan, so nennt sich Ellen, das Bett zu teilen. Rose kann ihn nur vom Gegenteil überzeugen, indem sie Ellen verrät. Ellen muss fliehen, denn Thibault will sich an ihr rächen. Er überfällt, vergewaltigt und schlägt sie. Dem Tode nahe, lässt er sie im Wald liegen. Sie wird von einer Gehängemacherin aus Bethune in Flandern gefunden und mitgenommen. Unterwegs wird Ellen ohnmächtig und sie kehren in einem Kloster ein, wo Ellen gesund gepflegt wird, bevor sie weiterreisen können. In den zwei Jahren, die sie in Bethune verbringt, lernt Ellen das Handwerk der Gehängemacherin. Doch sie will wieder schmieden und sucht eine neue bleibe. Sie kommt nach Beauvais und zu dem Schmied Michel. Dort lernt sie Jocelyn den Goldschmied kennen. Er verliebt sich in sie, und sie beschließen zu heiraten. Doch bevor es so weit kommt, wird er ermordet, und Ellen stellt fest, dass Thibault ihre Spur nicht verloren hat. Auf der weiteren Reise trifft sie ein Geschwisterpaar, Jean und Madeline, die ihre Arbeitskraft auf Turnieren anbieten. Ellen reist mit ihnen und findet Arbeit bei dem Schmied Pierre. Auf den Turnierplätzen sieht sie auch Guillaume wieder, und sie treffen sich öfter im Wald. Jedoch kann sie auch Thibault nicht entgehen. Immer wieder versucht sie, ihm auszuweichen, doch es bleibt ihr nichts andres übrig, als zurück nach England zu gehen. Auf dem Schiff wird ihr Kind geboren, und sie macht sich auf den Weg nach Hause, zu Osmond.
Ob, wie und wann Ellen doch noch ihr Glück findet, sollte der geneigte Leser selbst lesen…

Das Buch ist sehr fesselnd geschrieben. Es hat viele kleine Spannungsbögen, doch auch einen Großen, der beginnt, als sie mit Donovan nach Tancarville geht, und erst ganz am Schluss endet. Ein guter und spannender historischer Roman, den ich nur empfehlen kann.

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