Daniel Wolf: Das Licht der Welt

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Daniel Wolf: Das Licht der Welt
Verlag
ET (D)
2014
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783442480500

Informationen zum Buch

Seiten
1152

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Der Abt schaute das Ende der Welt, und die Farbenpracht entzückte ihn.

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In seiner Heimat tobt ein brutaler Krieg. Er kämpft für Frieden und Wohlstand. Doch er hat einen mächtigen Feind, der alles daransetzt, ihn zu vernichten.

Varennes-Saint-Jacques im Jahre des Herrn 1218: Eine Stadt, drei Menschen, drei Schicksale. Der Buchmaler Rémy Fleury träumt von einer Schule, in der jedermann lesen und schreiben lernen kann. Sein Vater Michel, Bürgermeister von Varennes, will seine Heimat zu Frieden und Wohlstand führen, während in Lothringen Krieg herrscht. Die junge Patrizierin Philippine ist in ihrer Vergangenheit gefangen und trifft eine folgenschwere Entscheidung. Sie alle eint der Wunsch nach einer besseren Zukunft, doch ihre Feinde lassen nichts unversucht, sie aufzuhalten. Besonders der ehrgeizige Ratsherr Anseau Lefèvre hat geschworen, die Familie Fleury zu vernichten. Niemand ahnt, dass Lefèvre selbst ein grausiges Geheimnis hegt ...

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Anfang des 13. Jahrhunderts in einer kleinen Stadt namens Varennes-Saint-Jacques spitzen sich die Ereignisse zu. Die Familie Fleury steckt mitten drin. Ihr Schicksal ist mit dem der Stadt eng verbunden. Es geht um Geld und Macht.

„Das Licht der Welt“ ist die Fortsetzung zu „Das Salz der Erde“. Dieser zweite Band braucht sich aber nicht zu verstecken er ist mindestens genauso spannend und interessant wie sein Vorgänger. Allerdings könnte man ihn auch für sich allein lesen, nur würde dem Leser dabei die schöne Vorgeschichte der Familie Fleury entgehen. Vor allem Michel Fleury ist ein Protagonist, der schnell ans Herz wächst. Ich habe beide Bände hintereinander weg gelesen und war regelrecht verliebt in Michel. Kleine Rückblenden sorgen aber schon dafür, dass man die Geschichte auch so versteht, aber die Gefühle der Protagonisten werden besser nachvollziehbar, wenn der Leser die Vorgeschichte kennt. Natürlich gibt es auch hier ein paar neue Charaktere beziehungsweise sie entwickeln sich weiter, wie zum Beispiel Rémy, er ist der Sohn von Michel und seiner Frau Isabelle, er steht Michel in nichts nach, auch wenn er so ganz anders ist. Aber diese Vielfalt der Protagonisten macht gerade den Lesespaß hier aus. Überhaupt ist der Erzählstil von Daniel Wolf facettenreich und dabei bildhaft. Er beschreibt die Stadt, den Markt und alles andere so lebhaft, dass schnell Kopfkino entsteht. Die Charaktere zeichnen sich dadurch aus, dass sie eben nicht nur in eine Richtung denken und handeln.

Neben der tollen, fiktiven Lebensgeschichte der Familie Fleury gibt es wunderbare Einblicke in das 13. Jahrhundert, in das Leben der Menschen, zu den Anfängen von staatlichen Schulen und von dem Leben der Menschen überhaupt. Ein kleiner Part ist auch der Buchmalerei gewidmet. Ein bisschen von den politischen Ereignissen der Zeit und wie Fehden entstanden sind, wird ebenfalls erzählt. Es ist einfach alles dabei, um sich einen Gesamteindruck der Zeit zu machen.

Die Aufmachung dieses Taschenbuch lässt auch keine Wünsche offen. Das Cover ist eher schlicht gehalten, passt aber zu der Geschichte, Rémy ist ein Buchmaler und so wie seine Arbeit beschrieben wird ist auch ein bisschen das Cover. Dann gibt es eine kleine Karte, die die Umgebung der Stadt zeigt, ein Personenregister zu Beginn und am Ende ein Nachwort, in dem der Autor Fiktion und Wahrheit klärt.

„Das Licht der Welt“ ist eine tolle Fortsetzung mit allem, was ein historischer Roman haben sollte. Liebenswerte Protagonisten, eine interessante Handlung und auch ein paar Details zur Geschichte des Landes. Am Ende fällt es einfach schwer das Buch zu zuklappen, weil die letzte Seite gelesen ist, (hat man beide Bücher gelesen sind es ca. 2000 Seiten) viel zu sehr sind einem die Menschen ans Herz gewachsen. Gern mehr davon!

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Eine superspannende Fortsetzung

England im Jahr 1163. Ellenweore, Tochter von Leofrun und Osmond, hilft lieber ihrem Vater in der Schmiede, als ihrer Mutter in der Küche. Eines Tages trifft sie den Gerberjunge Simon, und geht lieber mit ihm Brombeeren suchen. mit ihm Brombeeren suchen zu gehen. Sie kommen an eine alte Kate, in der plötzlich Sir Miles, verschwindet. Neugierig schaut Ellen durch eine Ritze, und entdeckt, dass er sich dort mit einer Frau vergnügt, in der sie am Schluss ihre Mutter Leofrun erkennt. Sie ruft laut „Hure“, und im gleichen Moment ist ihr klar, dass sie verschwinden muss, da Sir Miles hat sie gesehen hat, als sie weglief. Eine alte Kräuterfrau macht einen Jungen aus ihr, denn sie will in einer Schmiede Arbeit finden, und nur als Junge hat sie eine Chance. Von der Frau erfährt sie, dass Osmond nicht ihr leiblicher Vater ist. Unterwegs trifft sie Llewyn, den Schmied. Aber auch bei ihm kann sie auf Dauer nicht bleiben. Er schickt sie nach Ipswich, zu seinem alten Meister. Doch der ist erst nach einem Test bereit, sie als Lehrling zu nehmen. Völlig überraschend muss der Meister Donovan mit nach Frankreich übersiedeln, und Ellen darf mit. Die Pastetenverkäuferin Rose, mit der Ellen sich angefreundet hat, fährt auch mit. Sie entdeckt, dass Ellen ein Mädchen ist, verspricht aber, sie nicht zu verraten. In der Normandie gehen sie nach Tancarville, und Ellen lernt dort das Schwertschmieden bei Donovan.
Sie lernt einige Knappen kennen, und versucht sich mit ihnen zu messen. Da ist Thibault, der sich zu ihr hingezogen fühlt, obwohl sie für ihn ja ein Junge ist, und er ist entsetzt über seine Gefühle. Mit Guillaume schließt sie Freundschaft, und übt mit Stöcken mit ihm den Schwertkampf. Thibaults Vater kommt in die Schmiede, und kauft das Schwert, das sie selbst geschmiedet hat. Sie erfährt dass er mal etwas mit Leofrun hatte, und ihr Vater ist. Er hat sie an der Ähnlichkeit mit seiner Mutter erkannt.
Thibault hat Rose zu seiner Geliebten gemacht, und wirft ihr vor, mit Alan, so nennt sich Ellen, das Bett zu teilen. Rose kann ihn nur vom Gegenteil überzeugen, indem sie Ellen verrät. Ellen muss fliehen, denn Thibault will sich an ihr rächen. Er überfällt, vergewaltigt und schlägt sie. Dem Tode nahe, lässt er sie im Wald liegen. Sie wird von einer Gehängemacherin aus Bethune in Flandern gefunden und mitgenommen. Unterwegs wird Ellen ohnmächtig und sie kehren in einem Kloster ein, wo Ellen gesund gepflegt wird, bevor sie weiterreisen können. In den zwei Jahren, die sie in Bethune verbringt, lernt Ellen das Handwerk der Gehängemacherin. Doch sie will wieder schmieden und sucht eine neue bleibe. Sie kommt nach Beauvais und zu dem Schmied Michel. Dort lernt sie Jocelyn den Goldschmied kennen. Er verliebt sich in sie, und sie beschließen zu heiraten. Doch bevor es so weit kommt, wird er ermordet, und Ellen stellt fest, dass Thibault ihre Spur nicht verloren hat. Auf der weiteren Reise trifft sie ein Geschwisterpaar, Jean und Madeline, die ihre Arbeitskraft auf Turnieren anbieten. Ellen reist mit ihnen und findet Arbeit bei dem Schmied Pierre. Auf den Turnierplätzen sieht sie auch Guillaume wieder, und sie treffen sich öfter im Wald. Jedoch kann sie auch Thibault nicht entgehen. Immer wieder versucht sie, ihm auszuweichen, doch es bleibt ihr nichts andres übrig, als zurück nach England zu gehen. Auf dem Schiff wird ihr Kind geboren, und sie macht sich auf den Weg nach Hause, zu Osmond.
Ob, wie und wann Ellen doch noch ihr Glück findet, sollte der geneigte Leser selbst lesen…

Das Buch ist sehr fesselnd geschrieben. Es hat viele kleine Spannungsbögen, doch auch einen Großen, der beginnt, als sie mit Donovan nach Tancarville geht, und erst ganz am Schluss endet. Ein guter und spannender historischer Roman, den ich nur empfehlen kann.

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