Tracy Chevalier: Das Mädchen mit dem Perlenohrring

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Tracy Chevalier: Das Mädchen mit dem Perlenohrring
ET (D)
2000
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
Girl with a Pearl Earring
ET (Original)
1999
ISBN-13
9783548600697

Informationen zum Buch

Seiten
278

Sonstiges

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Delft 1664. In der aufstrebenden holländischen Stadt ist das Leben wohlgeordnet, jeder kennt seinen Platz: Bürger und Kaufleute, Protestanten und Calvinisten, Diener und Herren. Wohlgeordnet ist auch die Welt der jungen Griet, bis ihr Vater, der Kacheln für die berühmte Delfter Fliesenproduktion bemalt, bei der Explosion seines Brennofens das Augenlicht verliert. Um ihre Familie zu unterstützen, wird Griet als Dienstmagd in den Haushalt des angesehenen Malers Johannes Vermeer gegeben. Hier halten sie Wäsche, Küche und eine große Kinderschar in Atem, und die Schikanen von Vermeers eifersüchtiger Gattin ließen sich kaum ertragen, wären da nicht die faszinierenden Bilder des Meisters, die Griet auf magische Weise in den Bann ziehen. Obwohl der Zutritt für die gesamte Familie verboten ist, wagt sich Griet heimlich in das Allerheiligste des Hauses, in Vermeers Atelier, um dort stundenlang zu sitzen und Farben und Gegenstände nach ihren eigenen Vorstellungen zu ordnen.

Allmählich schleicht sich ein seltsames Gefühl in ihren eintönigen Alltag, ein Gefühl, das Griet nicht deuten kann und das sie zutiefst beunruhigt. Denn immer häufiger ruht der blick des Hausherrn bei ihren täglichen Verrichtungen auf ihr: "Bleib so", unterbricht er sie, "beweg dich nicht." Das Band zwischen Herr und Magd wird enger. Eine verschwörerische Beziehung wächst, zaghaft zunächst und doch mit unterschwelliger Leidenschaft. Vermeer beginnt, Griet heimlich zu malen, und unter seinen Händen nimmt ein Bild Gestalt an, dessen Sogwirkung er sich selbst kaum noch entziehen kann. Als er Griet bittet, einen Perlenohrring anzulegen, beschwört das eine Katastrophe herauf, die nicht nur für Griet ungeahnte Folgen hat.

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Eine andere Welt - Tracy Chevalier gibt der Entstehung des wohl bekanntesten Bildes des Malers Vermeer, "Das Mädchen mit dem Perlenohrring", Gestalt. Mit einfacher, aber sehr sinnlicher Sprache wird ein Auszug aus dem fiktiven Leben der jungen Dienstmagd Griet geliefert. Griet fühlt sich zu ihrem Herrn und Maler Vermeer hingezogen, der sie aber in erster Linie als Objekt zu betrachten scheint und ihre Abhängigkeit zu ihm missbraucht. Neben der Beschreibung von Griets Beziehung zu Vermeer ist besonders die Darstellung der Aufgaben einer Dienstmagd hervorzuheben. Die Eintönigkeit und gleichtzeitige Schwere der Arbeit; die Verpflichtung, ein Spielball der Laune und Willkür von Menschen zu werden, von denen man abhängig ist. Und Griet ist leider von allen abhängig, auch ausserhalb der Familie Vermeer. Ein Leben der Vernunft und der Sittsamkeit. Freie persönliche Entfaltung bedeutet den gesellschaftlichen Ruin. Zudem lernt man einiges über das Malen und die Bearbeitung von Farbe. Ein wirklich spannendes und schönes Buch, das keine Wertung der Zustände vornimmt, sondern einfach nur erzählt. Die Beschreibung zweier Welten, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Unbedingt lesen...

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Der Zufall wollte es, dass mir bei dem Durchstöbern unserer Schulbibliothek zufällig dieses Buch in die Hände fiel. Unsere Bibliothekarin meinte, ich würde viel Freude damit haben, und sie hatte Recht. Griets Geschichte, die sich auf kaum beschreibliche Weise zu ihrem Herrn, dem Maler Vermeer hingezogen fühlt, hat mich tief zu Tränen gerührt. Die Geschichte ist einfach geschrieben, und doch fesselt sie einen so sehr, dass man dieses zauberhafte Buch kaum aus der Hand legen kann. So zu mindestens erging es mir beim Lesen, einmal angefangen, konnte und wollte ich gar nicht mehr aufhören. Obwohl der Inhalt des Buches im Jahre 1664 spielt, fällt es einem nicht schwer, sich in Griet hineinzuversetzen und mit ihr zu fühlen. Ich bin derart in die Welt dieses Buches eingetaucht, dass ich alles genau vor meinem geistigen Auge sah, als wäre es Wirklichkeit.

Also, wer gerne einen Nachmittag lang in einer anderen Welt versinken will und Anteil an einer ungewöhnlich zurückhaltenden, und doch voller Leidenschaft steckender Liebesgeschichte nehmen will, der sollte sich dieses Buch auf keinen Fall entgehen lassen. Eine Muss für jede echte Leseratte.

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Das ist wirklich ein Buch, welches man gelesen haben sollte. Tracy Chevalier hat es geschafft, dem Bild von Vermeer mit ihrer Geschichte Leben einzuhauchen und es auch für "Kunstbanausen" unsterblich zu machen. Natürlich muss man sich ersteinmal auf die Geschichte einlassen, aber wenn man das getan hat, wird einen ihr Zauber nicht mehr los lassen.... PS: Es lohnt auch, sich einmal die Verfilmung anzusehen!

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Tracy Chevalier erzählt die Entstehungsgeschichte des Bildes "Das Mädchen mit dem Perlenohrring" von Jan Vermeer van Delft (1632-1675). Der Autorin gelingt es auf faszinierende Weise ihre Leser schnell auf das 17. Jahrhundert einzustimmen. Die Familie der 17-jährigen Griet lebt in Armut. Ihr Vater hat wegen eines Arbeitsunfalls sein Augenlicht verloren. Nun ist Griet gezwungen eine Arbeit anzunehmen. Bei dem Maler Vermeer findet sie eine Anstellung als Dienstmagd. Doch auch die Familie des Malers ist auch nicht frei von Geldsorgen. Griet gewinnt schnell das Vertrauen des Künstlers, seine Frau hingegen begegnet ihr mit Eifersucht. Neben der harten Hausarbeit wird sie in das komplizierte Verfahren des Farbenmischens unterwiesen. Seine Familie soll aber von Griets Hilfe nichts erfahren. Beide fühlen sich durch die verschwörerische Zusammenarbeit zueinander hingezogen. So hegt der Maler eines Tages den Wunsch Griet mit einem Perlohrring seiner Frau zu porträtieren. Doch dies hat für Griet ungeahnte Folgen.

Dieses Buch ist ein Muss für Liebhaber historischer Romane. Liebevolle Schilderungen der Details machen es dem Leser leicht sich die Lebensumstände der Menschen in diesem Jahrhundert vorzustellen.

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