Diana Gabaldon: Das Meer der Lügen

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Diana Gabaldon: Das Meer der Lügen
Verlag
ET (D)
2003
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
Lord John and the private matter
ET (Original)
2003
ISBN-13
9783764501754

Informationen zum Buch

Seiten
412

Serieninfo

Sonstiges

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Handlungsort

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Ein Sommernachmittag des Jahres 1757 im Londoner Herrenclub "Gesellschaft zur Wertschätzung des englischen Beefsteaks": Als der englische Offizier Lord John Grey, soeben aus dem schottischen Zwangsexil zurückgekehrt, auf der Toilette einen verstohlenen Blick auf seinen Nebenmann wirft, stellt er entsetzt fest, dass dieser Symptome der Französischen Krankheit zeigt. Pikanterweise handelt es sich bei dem Gentleman um den Ehrenwerten Joseph Trevelyan, prominentestes Mitglied der Londoner Gesellschaft - und der Verlobte von Lord Johns junger Cousine. Lord John sieht nur einen Ausweg: Er muss diese Verbindung lösen, ohne dass es zu einem Skandal in der klatschsüchtigen Londoner Gesellschaft kommt, der den Ruf seiner Cousine für immer ruinieren würde. Nur Augenblicke später hört er vom gewaltsamen Tod eines Soldaten seines Regiments. Und was als harmloses Mittagessen in seinem Lieblingsclub begann, endet in einem gefährlichen Strudel aus Intrige, Mord, Erpressung und verzweifelter Liebe. Denn von einem Regimentskameraden erfährt Lord John, dass der ermordete Soldat Tim O'connell unter Spionageverdacht stand.

Als einzigem Offizier, der als Mitverschwörer nicht in Frage kommt, fällt Lord John nun die Aufgabe zu, die nötigen Ermittlungen durchzuführen. Doch die Spur Tim O'Connells führt ihn geradewegs wieder zu - Joseph Trevelyan! Lord John sieht sich plötzlich einer Verschwörung gegenüber, die noch weitere Menschenleben zu fordern droht - unter anderem sein eigenes. Trevelyans mysteriösem nächtlichen Doppelleben folgend, gerät Lord John schließlich in ein Haus, das er nur allzu gut kennt. Und dessen Namen er am liebsten für immer aus seinem Gedächtnis verbannt hätte...

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Erstbekanntschaft mit Gabaldon

Ich habe das Buch im englischen Original gelesen.

Lord John Grey, bekannt aus der Reihe um Jamie und Claire, hat mit Entsetzen festgestellt, dass der Verlobte seiner Cousine Olivia, die nach dem Tod ihrer Eltern in Johns Elternhaus lebt, an einer Geschlechtskrankheit leidet. Fieberhaft überlegt er, wie er die Verbindung verhindern könnte, ohne einen Skandal auszulösen.
Währenddessen gibt es noch ein anderes Problem: ein Mitglied seines Regiments ist brutal ermordet worden. Wie sich herausstellt, hatte Tim O'Connell keine weiße Weste, weder im Umgang mit seiner Frau noch beruflich - er soll ein Spion gewesen sein.
Seine Ermittlungen führen Lord John in die verrufensten Viertel Londons, und schon bald findet er Dinge heraus, die auch den guten Joseph Trevelyan, Olivias Verlobten, stark belasten könnten.

Diana Gabaldon war mir bisher nur dem Namen nach bekannt, und da ich erstens nicht so auf Highlander stehe (im Gegensatz zu John Grey) und zweitens kürzere Bücher vorziehe, dachte ich, dass das auch so bleiben würde. Als ich allerdings in der Bibliothek auf "Lord John and the Private Matter" stieß und feststellte, dass es erstens in London spielt und zweitens angenehm dünn ist (300 sehr großzügig bedruckte Seiten), lieh ich es mir in der Erwartung, gut unterhalten zu werden, aus.
Einen Tag später muss ich erleichtert feststellen, dass meine Erwartung nicht enttäuscht wurde, im Gegenteil hat mich der trockene Humor des Buches angenehm überrascht. Die Geschichte an sich ist zwar nichts besonderes - vor allem der Spionagestrang ließ mich kalt - aber die Erzählweise und der gute Stil haben es mir angetan. Hinzu kommt, dass einiges über eine Londoner Subkultur des 18. Jahrhunderts erzählt wird, die in historischen Romanen wohl eher selten behandelt wird. (Da Gabaldon hinten im Buch einiges an Fachliteratur angibt, gehe ich davon aus, dass sie ordentlich recherchiert hat, ohne dass ich das jetzt wirklich beurteilen könnte.)
Das soll jetzt nicht bedeuten, dass ich mich an die Jamie & Clare-Bücher machen werde (zu dick, zu schottisch), aber weiterer Lord John-Lektüre bin ich nicht abgeneigt.

Fazit: Anspruchslose aber gute Unterhaltung, ideal um an einem heißen Sommertag in einem lauschigen Plätzchen im Halbschatten sitzend und des Nichtstun genießend gelesen zu werden.

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#1 Rezensent
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Lord John Grey, den einige Leser/innen bereits von Diana Gabaldons Highland-Saga kennen, hat auch ein eigenes Leben. Der smarte Offizier löst in "Das Meer der Lügen" einen - meiner Meinung nach - etwas abstrusen Mordfall: Eine schlimm zugerichtete Leiche wird als angeblicher Spion der Franzosen identifiziert. Der Tote, Tim O'Connell, hatte brisante Papiere in seiner Obhut, die nun schnellstens gefunden werden müssen, soll es nicht schwerwiegende Folgen für die Truppenbewegungen Englands haben. Lord John Grey erkennt schließlich im Haus Lavender, einem verruchten "Lokal" für einschlägige Besucher, eine Verbindung der Morde mit Trevelyan, dem Verlobten seiner Cousine. Als wäre dem nicht schon genug, wird bald eine weitere, bis zur Unkenntlichkeit verstümmelte Leiche gefunden.

Die ersten drei Teile der Highland-Saga von Diana Gabaldon mochte ich gerne, doch was die Autorin hier vorlegt, ist in keiner Weise mit den Schottlandbüchern zu vergleichen. Die Sprache war mir oft allzu seicht und das Schicksal der Figuren vermochte mich einfach nicht zu interessieren. Lord Johns Neigungen zu seinem Geschlecht wird - neben Rotwein - zum zentralen Thema. Die Handlung fand ich zu wirr, weshalb sie mich immer nur für kurze Zeit fesseln konnte. Auch die humorvollen Stellen fand ich schließlich gar nicht so witzig. Dafür war das Buch aber - vor allem gegen Schluß - recht flott zu lesen und die Auflösung war dann doch noch etwas überraschend. Fazit: Für Fans von Diana Gabaldon ein Muss, alle anderen können getrost auf das Taschenbuch warten.

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