Martina André: Das Rätsel der Templer

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Martina André: Das Rätsel der Templer
Verlag
ET (D)
2002
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783746624983

Informationen zum Buch

Seiten
759

Sonstiges

Erster Satz
Der Wind fegte in einer solch erbarmungslosen Strenge über die Festungsmauern von Chinon, als ob er das unbezwingare Gemäuer mit Gewalt seiner leidvollen Bestimmung entreißen wollte.

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Im Jahr 1156 bringt der Großmeister der Templer einen geheimnisvollen Gegenstand aus Jerusalem nach Südfrankreich. Dieses Artefakt sorgt dafür, dass der Orden zu unermesslichem Reichtum gelangt - und dass für die Tempelritter die Grenzen von Raum und Zeit verschwinden. Als 150 Jahre später der Orden vom französischen König verboten und verfolgt wird, soll Gero von Breydenbach, ein Templer aus Trier, zusammen mit seinen Getreuen in die deutschen Lande fliehen, um die dortigen Brüder zu warnen und den Untergang des Ordens zu verhindern. In der Zisterzienserabtei von Heisterbach soll er einem Mittelsmann des hohen Rates der Templer eine geheime Losung überbringen, damit dieser das so genannte »Haupt der Weisheit« zum Leben erwecken kann. Eine gefahrvolle, wahrhaft phantastische Reise beginnt, denn plötzlich finden sich Gero und sein jugendlicher Knappe im 21. Jahrhundert wieder!

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Der erste Satz:

„Der Wind fegte in einer solch erbarmungslosen Strenge über die Festungsmauern von Chinon, als ob er das unbezwingbare Gemäuer mit Gewalt seiner leidvollen Bestimmung entreißen wollte.“

Meine Meinung zum Buch:

So viel mehr kann ich meinen Vor-Schreiberinnen gar nicht hinzufügen.

Bei dem Umfang des Buches (über 700 Seiten) hatte ich schon befürchtet, mich mit einigen Längen herumschlagen zu müssen, denn bei den meisten Büchern mit dieser Dicke bin ich nach dem Lesen der Meinung, dass es auch 200 Seiten weniger hätten sein können. Das war hier ausnahmsweise einmal nicht der Fall, denn die Geschichte war durchweg spannend, sie zieht sich nicht in die Länge und es geht ohne Pause immer weiter voran.

Gefallen hat mir, dass die Zeitreise in zwei Richtungen beschrieben wird: einmal müssen sich die Mittelalter-Leute in unserer heutigen Welt zurecht finden und im Gegenzug müssen sich auch die Jetztzeit-Leute im Mittelalter mit den Gegebenheiten auseinandersetzen. Das hat das Verständnis auf beiden und für beide Seiten vertieft. Und es gab natürlich auch Stoff für viele witzige Momente, doch waren die nie so platt dargestellt, dass der Eindruck entstand, die Figur würde lächerlich gemacht werden.

Faszinierend für mich war, wie die Autorin das Mittelalter beschrieben hat. Diese Zeit wurde mir selten so anschaulich und interessant vor Augen geführt und das Buch macht mir Lust, mich mit dieser Zeit weiter auseinanderzusetzen.

Die Personen sind recht gut charakterisiert, ich bin schnell mit ihnen warm geworden und konnte ihre Handlungen verstehen, so dass ich immer mit ihnen mitfiebern konnte.

Ich kann nur einen kleinen Kritikpunkt anbringen: Die Ereignisse im Forschungszentrum (insbesondere was Professor Hagen betrifft) fand ich etwas undurchschaubar und auch die Aktionen der Amerikaner waren mir zu übertrieben. Hier fehlte die Glaubwürdigkeit. Davon sollte sich aber niemand abhalten lassen, das Buch zu lesen.

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Frankreich, Oktober 1307. Gerard "Gero" von Breydenbach, Mitglied des Tempelritterordens, wird vom Komtur seiner Ordensniederlassung in ein Geheimnis eingeweiht. Der französische König Philipp IV. hat begonnen, die Tempelritter gnadenlos zu verfolgen, weshalb Gero sich mit ein paar Kameraden nach Deutschland begeben soll, um dort das sagenumwobene "Haupt der Weisheit" aufzuspüren, das die Quelle von Reichtum und Wissen der Templer darstellt und schon vor Jahren zur Sicherheit in ein Kloster im deutschen Rheinland verbracht wurde.

Als die Komturei von Bar-sur-Aube von Philipps Mannen gestürmt wird, können sich Gero und einige seiner Kameraden mit knapper Not retten und gehen auf den langen, mühe- und gefahrvollen Ritt nach Deutschland, im Schlepptau einen vierzehnjährigen Knappen und eine schwangere Frau. Unterwegs kommt es zu einigen Auseinandersetzungen mit Verfolgern und Diebesgesindel, und plötzlich sind Gero und Knappe Matthäus spurlos verschwunden, mit ihnen ein paar Quadratmeter Wald.

Während sich ihre Begleiter die Köpfe zerbrechen, was da geschehen ist, macht man im Jahre 2004 in der Eifel die unglaubliche Entdeckung, dass plötzlich zwei Menschen aus dem Mittelalter aufgetaucht sind, auf dem Gelände einer streng geheimen Forschungseinrichtung. Einer der Forscher bringt Matthäus und den bewusstlosen Gero bei Hannah unter, die in mittelalterlichen Sprachen bewandert ist und in einem abgelegenen Häuschen wohnt. Kurz darauf bricht für die Forscher die Hölle los: mächtige Organisationen setzen sich auf die Fährte des Tempelritters, um ihn für ihre Zwecke einzusetzen, und Hannahs Leben wird gehörig durcheinandergewirbelt, während Gero und Matthäus sich in dieser für sie völlig fremden neuen Welt zurechtzufinden versuchen und vor allem eins wollen: nach Hause!

Es beginnt wie viele Templergeschichten, mit einem Geheimnis des Ordens, einem Geheimauftrag und der brutalen Verfolgung durch den französischen König. Nicht unspannend, aber auch noch nichts Besonderes. Mit Geros Verschwinden Schnitt auf das moderne Forschungszentrum, Auftritt eines größenwahnsinnigen Professors, üblicher Verschwörungsthrillerstoff, nicht schlecht, aber genausowenig originell.

Doch spätestens als Gero in der heutigen Zeit aus seiner Bewusstlosigkeit erwacht, sich über die Frau wundert, die so ein komisches Mittelhochdeutsch spricht und aus Unwissenheit in verschiedene Fettnäpfchen tritt, kommt das Buch richtig in Fahrt, abwechselnd amüsant und hochspannend und obendrein gut recherchiert. Die Odyssee von Gero und Hannah wartet mit einigen überraschenden Wendungen auf und bleibt fesselnd bis zum Schluss. Da macht es auch nichts, dass die Sprache gelegentlich etwas holprig wirkt und gerade die Dialoge im Forschungszentrum ziemlich hölzern daherkommen. Ärgerlich sind allerdings die zahlreichen Rechtschreibfehler, ein sorgfältigeres Lektorat wäre wünschenswert gewesen.

Davon abgesehen ein schöner Zeitreiseschmöker der besonderen Art.

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1307, Kurz vor Freitag dem 13.

Der junge Tempelritter Gero erhält den Geheimauftrag das "Haupt der Weisen" zu suchen und mit seiner Hilfe den Templerorden vor dem bevorstehenden Untergang zu retten. Auf der Flucht vor den Häschern des französischen Königs wird er von seinen Kameraden getrennt und wird dann gemeinsam mit seinem Knappen plötzlich, nicht weit von seiner Heimatburg in der Eifel entfernt, von einem Licht erfasst und in unsere Gegenwart transferiert. Dort ist auf einer ehemaligen Militärbasis, unter Schirmherrschaft der USA, ein wissenschaftliches Experiment im Gange, welches per Quantenphysik die Zeit überwinden soll. Als die beiden plötzlich auf dem Gelände auftauchen, nutzt einer der Forscher das Chaos und beschließt sie vor einer Zukunft im Labor zu bewahren und sie bei einer alten Freundin, Hannah, die in der Nähe lebt, unterzubringen. Ziemlich auf sich allein gestellt, versucht sie nun den beiden Transferierten begreiflich zu machen, dass sie sich in der Zukunft befinden, ihr Orden seit mehreren hundert Jahren der Vergangenheit angehört und die Möglichkeit einer Rückkehr ziemlich begrenzt ist.

Zeitreisegeschichten mag ich und Templerromane mag ich ebenfalls, einer Kombination aus beidem stand ich dann aber doch eher kritisch gegenüber. Als ich dann aber aus zuverlässiger Quelle eine positive Resonanz zu dem Buch gelesen habe, habe ich meinen inneren Widerstand überwunden.

Die Kritik gibt es als Erstes: Schlecht gefiel mir, dass die Karten am Ende des Buches versteckt waren, ich mag es lieber, wenn sie sich vorne befinden, so habe ich nämlich erst nach zwei Dritteln gemerkt, dass es da Karten gab, die die Orientierung für mich deutlich vereinfacht hätten. Als nicht sonderlich realistisch empfand ich die Beschreibung von Hannahs Mittelhochdeutschkenntnissen. Ich habe ebenfalls ein paar entsprechende Uni-Seminare besucht (und mehr wird von ihr ja auch nicht berichtet), aber auch ein einfaches "Ich bin XY, wer bist du" hätte bereits damals zu Kopfzerbrechen geführt und würde mich nun, ein paar Jahre später, völlig überfordern, da es eben nicht als lebendige Sprache unterrichtet wird, sondern man sich eher mit Übersetzungen ins Neuhochdeutsche und grammatischen Strukturen beschäftigt. Die eingestreuten mittelhochdeutschen Sätze kamen mir allerdings zumindest recht korrekt vor und haben die Darstellung angenehm realistisch gemacht. Überhaupt hat mir der Realismus gefallen, die Zeitreise wird wissenschaftlich begründet und die übliche Diskussion über Paradoxa umgeht die Autorin, indem sie ihre Wissenschaftler an dieser Stelle selbst unsicher sein lässt. Die Darstellung des Mittelalters ist nicht beschönigend, auf der anderen Seite lässt sie aber ihre modernen Figuren immer wieder feststellen, dass auch das dunkle Mittelalter eher ein Gerücht ist. Der Autorin gelingt es außerdem sehr gut, die tiefe Gläubigkeit zu vermitteln, die für die mittelalterlichen Personen völlig selbstverständlich und uns völlig abhanden gekommen ist.

Es gab mehrere Stellen, an denen die Autorin das Buch problemlos hätte beenden, können, dass sich dann jedes Mal noch eine neue Wendung ergab, die zu einer Fortführung der Geschichte führte, ist aber keine Kritik, ich hatte schließlich bis zum Schluss meinen Spaß an dem Buch. Es wird nicht unbedingt zu meinen Lieblingsbüchern werden, ist aber ein gelungener Genremix und gut für so einige Stunden unterhaltsamer Lektüre.

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