Silvia Kaffke: Das rote Licht des Mondes

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Silvia Kaffke: Das rote Licht des Mondes
Verlag
ET (D)
2008
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783499248139

Informationen zum Buch

Seiten
512

Sonstiges

Erster Satz
Der helle Tag war längst zu Ende gegangen, erwärmt von der Spätherbstsonne.

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Der Mond ist ein stummer Zeuge. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts bricht an Rhein und Ruhr ein neues Zeitalter an. Doch auch der Fortschritt hat eine dunkle Seite: Während Lina Kaufmeister, Tochter aus gutem Hause, davon träumt, sich als Schneiderin selbständig zu machen, erschüttert der Fund zweier grausam zugerichteter Leichen die Stadt Ruhrort. Beiden Mädchen wurden die Herzen aus dem Leib geschnitten. Weitere Opfer folgen. Ein Werk des Teufels, munkelt man. Zusammen mit Commissar Robert Borghoff kommt Lina einer Verschwörung auf die Spur. Sie ahnen: Wenn der Blutmond die Stadt in sein rotes Licht taucht, ist keiner mehr sicher.

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Diese Geschichte fand ich sehr, sehr spannend und ich wollte das Buch zum Schluss hin nicht mehr aus der Hand legen. Wobei ich gar nicht entscheiden möchte, ob mir die Ermittlungen in den Mordfällen oder die Geschichte um Lina Kaufmeister mehr gefallen haben – beides fließt wunderbar ineinander über und ist eigentlich nicht voneinander zu trennen. Die Geschichte ist insgesamt rund.

Lina Kaufmeister ist eine sehr sympathische Figur, ich mochte sie gleich sehr. Ihr Leben und ihr Kampf um Selbstständigkeit als allein lebende Frau sind eindrücklich erzählt, ich konnte mit ihr immer mitfühlen, mich mit ihr freuen und mit ihr leiden. Was man am Rande dabei über die Stellung der Frau zur damaligen Zeit erfährt, war für mich erschütternd. Lina ist eine sehr glaubwürdige Figur und denkt für die damalige Zeit sehr modern – was sie dann auch in die entsprechenden Schwierigkeiten bringt, was wiederum die Glaubwürdigkeit erhöht, denn damit ist Lina keine Superheldin, welche sich über die Gegebenheiten ihrer Zeit so einfach hinwegsetzen kann.

Auch Commissar Robert Borghoff ist ein sympathischer Charakter, der sich wie Lina mit den Erfordernissen der Zeit herumschlagen muss. So muss er – entgegen besserem Wissen – mit ansehen, wie ein Unschuldiger verurteilt wird, nur weil dies seinem Vorgesetzten, der den Fall möglichst schnell erledigt haben möchte, so am besten gefällt.

Die Schilderungen oder Beschreibungen in der Geschichte erschienen mir sehr farbig und bildhaft – ich hatte die jeweilige Szenerie oder die jeweilige Person immer vor Augen.

Faszinierend fand ich insgesamt die Zeit, in der diese Geschichte angesiedelt ist. Die beginnende Industrialisierung mit ihrer Goldgräberstimmung und den „neureichen“ Stadtbewohnern, die rigide Behandlung und geheimdienstliche Beschattung der 1848er-Revolutionäre und nicht zuletzt die Bevormundung der Frauen waren hoch interessant in die Handlung eingeflochten.

Für mich war dieses Buch ein sehr schönes Leseerlebnis – und der zweite Band steht schon auf meiner Merkliste.

Ich habe das Buch in einer sehr spannenden Leserunde gelesen - wer sich für unsere Spekulationen interessiert, kann alles dort nachlesen.

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