Thomas R. P. Mielke: Das Sakriversum

Thomas R. P. Mielke: Das Sakriversum

Hot
 
0.0
 
3.0 (1)
2171   1  
Bewertung schreiben
Add to list
Thomas R. P. Mielke: Das Sakriversum
Verlag
ET (D)
1993
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783499134142

Informationen zum Buch

Seiten
485

Sonstiges

Erster Satz
Wenn die Flamme der Kerze den letzten Tropfen Bienenwachs verzehrt hat, werden wir sterben.

Community

Kaufen

[Werbung / Affiliate-Link]

Bei Amazon kaufen Bei Booklooker kaufen Bei LChoice kaufen

Handlungsort

Handlungsorte
Karte anzeigen (Gesamtübersicht)

Das Jahr 1318: Der letzte große Kreuzzug ist gescheitert. Mächtige Orden wie die Templer sind zerschlagen, die Päpste nach Avignon verbannt. Der Weiterbau der himmelwärts strebenden gotischen Kathedralen stockt; nur die größte und schönste darf Roland von Coburg, der geniale Architekt und Alchimist, vollenden. Unter dem Dach baut er das Sakriversum, einen von der Welt vollkommen abgeschlossenen Lebensraum, in dem er seine Kinder, die Zwillinge Gudrun und Lancelot, versteckt. 700 Jahre überstehen ihre Nachkommen in dieser ökologischen Nische Hungersnöte, Pestilenz und Kriege. Sie überleben auch den Tag des Jahres 2018, an dem das weiße Feuer der Neutronenbombe alles Leben auf der Erde auslöscht. Für die Menschheit beginnt das Wagnis eines neuen Anfangs. 'Ein Klassiker der historische Science-Fiction-Literatur'.

Benutzerkommentare

1 Bewertungen

Gesamtbewertung 
 
3.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
3.0  (1)
Charaktere 
 
3.0  (1)
Sprache & Stil 
 
3.0  (1)
Bewertung (je höher desto besser)
Plot / Unterhaltungswert
Charaktere
Sprache & Stil
Rezensionen
Gesamtbewertung 
 
3.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
3.0
Charaktere 
 
3.0
Sprache & Stil 
 
3.0

Stellen sie sich vor, sie erwachen mit einem ganz unguten Gefühl, alle Glieder schmerzen, die Haut brennt, sie haben Hunger und Durst, kurz sie fühlen sich elend, können sich aber an nichts erinnern. Dann fallen sie wieder in tiefen Schlaf zurück, und beim nächsten Erwachen geht es ihnen nicht besser. Langsam kommt die Erinnerung zurück, bruchstückhaft. Schreckliches Grauen erfüllt sie, und dann diese unerträglichen Schmerzen und der Hunger. Zum Glück finden sie sich räumlich zurecht, und können etwas Essbares auftreiben. Auch etwas zu Trinken finden sie. Mit vollem Bauch überfällt sie erneut der Schlaf. Träume geprägt von Angst und Entsetzen begleiten sie. So ergeht es Götz von Coburg. Nach einer nuklearen Katastrophe erwacht er in der Druckerei seines langjährigen Arbeitgebers. Durch Glück war er zum Zeitpunkt der Katastrophe im Keller. Durch Bleilettern vor den tödlichen Strahlen abgeschirmt. Es scheint, als sei er der einzige Überlebende in einer von zentralen Computern gesteuerten Welt. Bis er in der nahe gelegenen Kathedrale auf menschliche Spuren stößt, die noch nicht so alt sein können. Doch irgendetwas stimmt damit nicht.

Der Autor zeichnet eine unheimliche Welt, die schon vor der Katastrophe erschreckend war. Die Handlung spielt in der heutigen Zeit, wurde aber bereits vor 20 Jahren als Zukunftsvision verfasst. Beängstigend viele Details scheinen aus heutiger Sicht zuzutreffen. Technische Innovationen, die unser Leben erleichtern sollen, erweisen sich als todbringende Gefahr. Vorsorgliche Kontrolleinrichtungen, die vor Gewalt und Kriminalität schützen sollen, werden zu unberechenbaren Institutionen und richten sich gegen die zu Schützenden.

Auf sprachlich hohem Niveau wird der Leser vertraut mit den handelnden Personen, eingewoben in das Netz ihres Lebens, mit allen Gefahren und Bedürfnissen. Der flüssig geschriebene Handlungsablauf trägt zu einem gut lesbaren Science-Fiction Roman bei, der trotz seines Alters relativ aktuell ist. Die Handlung ist durchweg spannend, auch wenn einige Passen kleinere Längen aufweisen. Die Charaktere sind sehr vielfältig und vielschichtig beschrieben, wodurch es oft zu spannenden Wortwechseln und interessanten dramatischen Wendungen kommt.

Das Buch enthält neben einer Karte auch eine Ahnentafel der handelnden Figuren, deren gemeinsamer Ursprung und historisch bedingte Verwandtschaft erst daraus ersichtlich wird.

Ingesamt ein spannender und intelligent geschriebener Roman, auf relativ hohem Niveau. Trotz einiger zäher Passagen konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen, weil ich unbedingt erfahren wollte wie es weiter geht. Das Ende ist nicht unbedingt offen, weist aber Potenzial für eine spannende Fortsetzung auf, die durch den Autor bisher nicht vorgesehen ist. Nun, dadurch kann sich der Leser eigene Gedanken machen und die Geschichte selbst weiter spinnen.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 

Für eine werbefreie Plattform und literarische Vielfalt.

unterstuetzen books

 

 

Affiliate-Programm von Amazon, um Literaturschock zu unterstützen. Weitere Möglichkeiten, Danke zu sagen.

Tassen, Shirts und Krimskrams gibt es übrigens im

Buchwurm-Shop

I only date Booknerds

Diese Seite nutzt Cookies.

Datenschutz & Widerspruchshinweise

Erlauben
© 2018 Susanne Kasper, Literaturschock

Mobile-Menue