Ulf Schiewe: Das Schwert des Normannen

Ulf Schiewe: Das Schwert des Normannen

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Ulf Schiewe: Das Schwert des Normannen
Verlag
ET (D)
2013
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783426513163

Informationen zum Buch

Seiten
400

Serieninfo

Sonstiges

Originalsprache
deutsch

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Handlungsort

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Die Normandie im 11. Jahrhundert: Der berüchtigte Robert Guiscard von Hauteville, genannt das Schlitzohr, ist auf der Flucht nach Süditalien, wo seine Brüder sich als Kriegsherren einen Namen gemacht haben. Unter Roberts Gefährten befindet sich der 17-jährige Gilbert, dessen Herkunft im Dunkeln liegt und der bei den Hautevilles als Schweinehirt aufgewachsen ist. Seine Treue und Waghalsigkeit lassen ihn schnell zu Roberts engstem Vertrauten werden. Sie beginnen als Raubritter, für die nichts als Gold zählt, und sind doch dabei, ein Reich zu schaffen, das in ­Europa seinesgleichen suchen wird.

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Die Ausbreitung der Normannen in Süditalien


Normandie 11. Jahrhundert: Der junge Gilbert muss direkt miterleben, wie sein Heimatdorf überfallen, die Mutter bei dem Überfall geschändet und getötet und er entführt wird. Jedoch hat er Glück im Unglück und landet bei der Familie von Hauteville, von denen er quasi fast adoptiert und wie ein eigener Sohn aufgezogen wird. Als der Heißsporn Robert Guiscard von Hauteville seine Heimat Hals über Kopf verlassen muss und sich nach Süditalien begibt, begleitet ihn Gilbert und steigt schließlich zu seinem Knappen auf. In Süditalien besteht Gilbert an der Seite von Robert einige Kämpfe und beweist seinen Mut und seine Loyalität. Nur die Liebe seines Lebens macht es ihm nicht so leicht, wie gehofft.

Das Buch ist in der Ich-Perspektive aus der Sicht von Gilbert beschrieben und anhand der Erzählweise kann man sehr gut nachvollziehen, wie aus dem kleinen Kind Gilbert ein schließlich doch erwachsener junger Bursche wird. Die Ich-Sichtweise war für mich zu Beginn erstmal etwas gewöhnungsbedürftig, aber im Verlauf des Buches habe ich mich schnell an sie gewöhnt und fand sie dann doch sehr passend, da dadurch einige Begebenheiten doch eine persönlichere Note durch die Bewertung von Gilbert bekommen haben.

Bis auf Gilbert und seine große Liebe Gerlaine sind die meisten Figuren historisch belegt und Ulf Schiewe hat ihnen sehr gut Leben eingehaucht und sie vor meinem geistigen Auge lebendig werden lassen. Gerade Robert von Hauteville, aber auch seinen ganzen Brüder sind sehr faszinierende Gestalten und ich freue mich schon noch mehr von ihnen zu lesen.

Das gesamte Buch ist gefühlt ein Roadmovie, da Robert und Gilbert v. a. von einem Fleck zum nächsten ziehen, Raubüberfälle begehen bzw. sich die Normannen dann in einer alles entscheidenden Schlacht behaupten müssen. Daher liest sich das Buch sehr kurzweilig und die knapp 400 Seiten verfliegen wie im Flug. Gleichzeitig macht die Fülle an vorkommenden Personen es aber manchmal auch schwierig den Überblick zu behalten und oft musste ich kurz nochmal nachdenken, wer denn jetzt genau wer ist.

Alles in allem aber ein sehr gelungenes Buch, dass mir einige vergnügliche Lesestunden beschert hat und mir noch einige Dinge zu der Geschichte von Süditalien und der Normannen näher gebracht hat, die mir so gar nicht klar waren.

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Auftakt der Normannen-Saga

Normandie, 11. Jahrhundert. Das Dorf, in dem die Familie des jungen Gilbert lebt, wird überfallen, seine Eltern getötet, doch den Jungen nehmen die Angreifer mit. Gilbert wächst daraufhin im Clan der Hautevilles auf und wird von diesen wie ein Sohn und Bruder behandelt. Nach und nach ziehen einige seiner älteren Brüder auf der Suche nach Ruhm, Ehre und Vermögen Richtung Italien und als sich auch Robert Hauteville, genannt Robert Guiscard, auf den Weg macht, geht Gilbert mit ihm, ebenso wie seine Freundin Gerlaine, die um jeden Preis aus dem tristen Leben in ihrem Heimatdorf entkommen möchte.

Der Leser begleitet die kleine Truppe auf ihrem Weg nach Süditalien, auf dem sie bereits einige Abenteuer erleben. Die Geschichte wird, eher ungewöhnlich für historische Romane, in der Ich-Perspektive aus Sicht Gilberts geschildert. Auf diese Weise werden historische Fakten spannend und interessant dargestellt.

Die Verknüpfung von historisch belegten Figuren und deren Geschichte und die Anreicherung durch fiktive Charaktere fand ich hier wieder einmal sehr gelungen. Ich habe anhand des Buches einiges über die Normannen in Italien gelernt, deren Geschichte war mir so vor der Lektüre überhaupt nicht bewusst. Robert und seine Männer sind dabei nicht immer Sympathieträger, und auch Gilbert trifft im Laufe der Handlung die eine oder andere aus heutiger Sicht erschreckende Entscheidung.

Vor der Darstellung der damals oftmals üblichen Gewalt schreckt der Autor nicht zurück und auch wenn ich einige Stellen sehr blutig fand, wirkt das Ganze authentisch und durchweg so, als könnte es sich genauso abgespielt haben. Man merkt dem Buch eben an, dass die Geschichte intensiv recherchiert wurde. Und neben all den Überfallen, Beutezügen und Kämpfen gibt es auch noch eine zarte Liebesgeschichte, die sich dezent und angenehm in den Rahmen der Handlung einfügt.

Wer die bisherigen dicken Wälzer des Autors kennt, wundert sich vielleicht über den doch eher knappen Umfang des Buches von gerade mal 400 Seiten, aber "Das Schwert des Normannen" ist der Auftaktband zu einer Reihe, der zweite Teil "Die Rache des Normannen" ist bereits für Juli 2014 angekündigt und mindestens zwei weitere Bände sind in Planung.
Mein einziger Wunsch für den nächsten Teil wäre ein Personenregister, welches die verbürgten und fiktiven Figuren übersichtlich darstellt. Ansonsten bin ich einfach nur gespannt, wie Gilberts Leben weiter verlaufen wird!

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Das Schwert des Normannen

Meine Meinung: „Das Schwert des Normannen“ ist der Auftakt einer neuen Buchreihe von Ulf Schiewe. Er erzählt von der Eroberung Italiens durch die Normannen. Es ist das 11 Jahrhundert und Robert Guiscard von Hauteville macht sich auf den Weg nach Süditalien um sich seinem Bruder anzuschließen. Gilbert, ein 17jähriger Ziehjunge der Familie ist ebenfalls mit von der Partie. Von den Abenteuern dieser Männer erzählt die Geschichte.

Der Erzählstil des Autors ist leicht und flüssig zu lesen und so flogen die Seiten nur so dahin. Es gibt interessante Einblicke in die Eroberung Italiens und in die Familien, die daran beteiligt waren. Mir hat dieser erste Band gut gefallen auch wenn es einige brutale Szenen gab, aber die Zeit war ebenso und eine Eroberung ist brutal. Der Autor hat es aber gut geschafft seine Geschichte so zu erzählen, dass sie glaubwürdig und dabei gleichzeitig spannend und interessant zu lesen war. Ulf Schiewe hat historische Fakten gekonnt mit seinen fiktiven Charakteren wie z.B. Gilbert verbunden. Er hat seine Protagonisten mit Ecken und Kanten geschaffen und ihren Charakteren einiges an Tiefe verliehen. Wobei er gekonnt einige Fäden gesponnen hat die sich noch nicht lösen. Einige Frage klären sich am Ende dieses Teils, anderes wiederrum nicht und machen neugierig darauf wie es wohl weitergehen wird und wie sich die Charaktere weiterentwickeln werden. Der Autor hat noch genügend Spielraum gelassen um einiges spannende zu erzählen und auch damit seine Protagonisten noch wachsen können.

In einem Nachwort klärt der Autor noch kurz, was Wahrheit und Fiktion ist. Die Familie Hauteville sind historisch belegte Protagonisten und eine sehr interessante Familie. Eine kleine Karte Italiens ist auch vorhanden, so dass man sich beim Lesen gut zu Recht finden kann. Ich mag solche Details immer sehr gern. Ein kleines Personenregister wäre nicht schlecht gewesen, vielleicht ja im nächsten Band.

Mein Fazit: „Das Schwert der Normannen“ ist ein gelungener Auftakt zu einer spannenden Buchreihe, die von der Eroberung Süditaliens und vor allem von der Familie Hauteville erzählt. Mir hat das gut gefallen und ich warte gespannt auf den nächsten Band um zu lesen wie es mit Gilbert uns seinen Gefährten weitergeht.

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Das Schwert des Normannen

Normandie, Süditalien, 11.Jahrhundert. Robert Guiscard überfällt, in Ulf Schiewes Roman 'Das Schwert des Normannen', das Dorf des fünfjährigen Gilbert, seine Mutter wird vergewaltigt und getötet, das Dorf niedergebrannt und der Junge als Geisel genommen. Da sein Vater aber nicht aufzufinden ist, wächst Gilbert schließlich bei den Hautevilles, der Familie von Robert auf, die ihn wie ein eigenes Kind behandelt.
Während der Junge aufwächst, verdient Robert seinen Lebensunterhalt mit Raubzügen. Als Gilbert siebzehn Jahre alt ist, muss Robert die Normandie verlassen. Er geht nach Süditalien, in das Land, in dem schon zwei seiner älteren Brüder Fuß gefasst haben. Gilbert zieht als Roberts Knappe mit. Auch dessen Freundin Gerlaine schließt sich der Söldnertruppe an. Im weiteren Verlauf des Romans erleben wir Roberts Aufstieg zum Fürsten, und Gilberts Aufnahme in die Familie und seinen Aufstieg zum Schildträger Roberts mit.

'Das Schwert des Normannen' ist ein ungewöhnlicher historischer Roman. Ulf Schiewe erzählt seine Geschichte ganz aus der Perspektive der fiktiven Figur Gilbert, und erreicht dadurch eine Unmittelbarkeit des Erlebens, die ich selten so intensiv in einem historischen Roman lesen konnte. Das Buch ist mit 400 Seiten für das Genre kurz und knapp, aber dafür spannend, actiongeladen und ohne jegliche Längen, eben eher ein Abenteuerroman. Dennoch fehlt es dem Buch, der erste Teil einer Reihe über die Normannen in Süditalien, nicht an historischem Hintergrund und Detailreichtum, der allerdings so gut in die Geschichte verwoben ist, das er niemals stört oder zum Selbstzweck wird.
Ulf Schiewe ist es gelungen, einen wunderbar authentischen historischen Abenteuerroman zu schreiben, der sich wohltuend von den Klischees und Konventionen des Genres abhebt. Ich freue mich seit langem zum ersten Mal auf die Fortsetzung.

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Mit den Normannen in Italia

Das Schwert des Normannen ist der Auftakt einer Trilogie, die die Geschichte der Normannen in Italien beleuchtet. Anhand der fiktiven Figur Gilbert, der als Waisenkind in der normannischen Familie der Hauteville aufwächst wird anschaulich gezeigt, wie die Inbesitznahme des Mezzogiornos durch die Normannen im 11. Jahrhundert vor sich gegangen ist. Dabei beschönigt oder heroisiert Ulf Schiewe das Vorgehen seiner Hauptfiguren in keiner Weise. Gilbert ist Adoptivbruder von Robert Guiscard und dient ihm auf Raub- und Feldzügen als Schildknappe. Die Normannen lassen kaum eine Gelegenheit aus, um Beute zu machen. Sie verschonen auch arme Bauern und Klöster nicht und führen äußerst blutige Kämpfe.

Der Roman ist aus der Sicht von Gilbert in der Ich-Erzählform verfasst. Ulf Schiewe setzt innere Monologe sparsam ein und lässt die Handlung sehr sachlich von Gilbert berichten. Dennoch ist man hautnah dabei, wenn es um Beutezüge oder gemütliches Beisammensein in Burgen geht. Selbstverständlich gibt es auch eine sich anbahnende Liebesgeschichte und jede Menge interessanter und anschaulich beschriebener Schauplätze.

Für mich besticht das Buch vor allem durch eine Vielzahl an historischen Figuren und überlieferten Begebenheiten. Da hätte ich mir neben der hilfreichen Italienkarte eigentlich noch eine Liste mit den historisch verbürgten Figuren gewünscht. Wenn ein Autor so profunde Recherchen betreibt und seinen Roman so nah an den historischen Begebenheiten aufbaut, darf man das ruhig zeigen.

Das Buch ist in angenehm flüssiger Sprache verfasst, so dass die 400 Seiten sehr schnell dahin fliegen und man sich auf die Fortsetzung freut, die im Juli 2014 erscheinen wird.

Mir hat dieses Buch die Türe zu einem eher unbekannten Kapitel der europäischen Geschichte geöffnet und ich kann die Geschichte der Staufer nun in einem weiteren Zusammenhang sehen.

Ein schöner Start, der Lust auf diese Normannenreihe macht. Von mir 4 Sterne mit einer Leseempfehlung.

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