Maiken Nielsen: Das siebte Werk

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Maiken Nielsen: Das siebte Werk
Verlag
ET (D)
2009
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783499249433

Informationen zum Buch

Seiten
448

Sonstiges

Erster Satz
Das Leben zog in riesigen, farbschillernden Bildern an ihr vorbei.

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Hamburg 1892. Im Gängeviertel wird eine Tote gefunden, die auf verblüffende Weise Lili Winterberg, der Tochter eines Bestatters, gleicht. Die Polizei verdächtigt Winterberg selbst des Mordes, da die Mordwaffe aus seiner Werkstatt stammt. Die energische Lili macht sich auf, die Unschuld ihres Vaters zu beweisen und taucht ein in die dunklen Abgründe ihrer Stadt. Zwei junge Männer - heimliche Konkurrenten um ihre Gunst - unterstützen sie dabei. Und dann ist da noch die rätselhafte Magdalena, eine Freundin der Toten, die bald Lilis Vertrauen gewinnt. Doch als Lili endlich das Komplott durchschaut, wartet schon eine neue tödliche Gefahr... Ein farbenprächtiger Roman über Bestatter und Nachrufschreiber, Requiemkomponisten und Tänzerinnen vor dem Hintergrund einer Seuche, die eine ganze Stadt zu zerstören droht.

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Ende des 19. Jahrhunderts. Die junge Lili Winterberg kehrt nach Monaten aus London zu Ihren Eltern nach Hamburg zurück. Doch dort muss sie feststellen, dass die Familie um eine junge Frau trauert, die Lili zum Verwechseln ähnlich sieht und als Mordopfer vor ihrer Haustüre abgelegt wurde. Durch die Tatwaffe wird Lilis Vater als Tatverdächtiger festgenommen. Lili selbst glaubt nicht, dass ihr Vater diese Tat begangen hat und versucht der Sache nach zu gehen. Dabei treten zwei grundverschiedene Männer in ihr Leben, die anscheinend beide helfen möchten, sie aber jeweils sehr verwirren…

Das Ganze vor der düsteren Kulisse des Ausbruchs einer grauenhaften Epidemie, die keinen Halt zu machen scheint.

Für mich war „Das siebte Werk“ von Maiken Nielsen ein sehr überraschendes Buch. Dachte ich doch zunächst, ob des dramatischen Blickwinkels auf die Cholera-Epidemie in Hamburg Anfang des 20.Jahrhunderts sowie des Bestattungsinstitut der Familie Winterberg, es müsste eher eine düstere Wirkung auf mich haben. Doch die Autorin schaffte es hier fast spielerisch mit spritzigen Dialogen und sehr interessanten Hintergrundinformationen die schicksalhafte Geschichte um die junge Lili Winterberg aufzulockern. Überhaupt gefiel mir die recht menschlich gezeichnete Hauptprotagonistin sehr gut, auch wenn ich nicht hundertprozentig warm mit ihr werden konnte. Dabei gab es rund um die kriminalistische Geschichte viel zu spekulieren. Gespickt mit vielen aufschlussreichen Details konnte ich mir als Leserin ein ziemlich gutes Bild der damaligen Zeit, der ungeheuren Situation rund um die katastrophale Epidemie und der handwerklichen Einzelheiten des Bestattungstums machen. Auch die eine oder andere Erfindung dieser Zeit wurde geschickt eingeflochten, was mir sehr gefiel. Maiken Nielsen verstand es hierbei stets mir das düstere Hamburg mit seinen ärmlichen Gängeviertel so nahe zu bringen, dass ich so mancherorts meinte selbst die Gerüche wahrnehmen zu können. So unvorhersehbar und verstrickt die Geschichte auch war, war sie doch sehr flüssig zu lesen. Einzig der Schluss beziehungsweise die letzten 80 Seiten wurden für meinen Geschmack etwas zu schnell durchgezogen. Dies allerdings nicht dadurch, dass er zu plötzlich oder etwa zu banal verfasst war. Es war eher so, dass auf diesen Seiten proportional viel zu viel in kürzester Zeit passierte. Hier hätten ein paar Seiten mehr gut getan.



Alles in Allem für mich ein sehr aufschlussreicher und gut gelungener historischer Krimi, der zum Spekulieren einlädt und viel vermitteln kann.

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