Deana Zinßmeister: Das Lied der Hugenotten

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Deana Zinßmeister: Das Lied der Hugenotten
Verlag
ET (D)
2017
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783442484096

Informationen zum Buch

Seiten
576

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Sie wusste, dass es mitten in der Nacht war, denn kein Sonnenstrahl fiel durch die Spalten der Fensterläden.

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Handlungsort

Stadt
Kontinent
Handlungsorte
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Paris 1572. In der blutigen Bartholomäusnacht muss der Hugenottenjunge Pierre miterleben, wie sein Zuhause ausgelöscht wird. Sein Vater flüchtet mit ihm und der kleinen Schwester Magali in die Provinz Touraine. Um in Frieden leben zu können, passen sie sich dem katholischen Dorf an. Jahre später ahnen selbst Pierre und Magali nicht, dass sie einmal Hugenotten waren. Doch eines Tages erfährt Pierre durch einen Zufall die Wahrheit und seine Erinnerung kehrt zurück – mit schrecklichen Folgen ...

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Das Lied der Hugenotten

„Wenn um den Glauben gekämpft wird, kann nur die Liebe gewinnen.“

Rezi zu: „Das Lied der Hugenotten“

Autorin: Deana Zinßmeister

Genre: historischer Roman

Zeit: 16. Jahrhundert

Verlag: Goldmann

Um was geht es?

Wir schreiben das Jahr 1572, es ist eine sehr blutige Nacht, denn es ist die Bartholomäusnacht, eine Nacht in der die Katholich Gläubigen gegen die Hugenotten der Stadt ziehen und sie wie Vieh abschlachten. Der 5 jährige Pierre erlebt wie seine Mutter zu Tode kommt, kann sich und seine gerade geboren Schwester retten. Zusammen mit seinem Vater flüchtet die kleine Familie in die Provinz Touraine und baut sich hier ein Neues Leben auf. Leider muss der Vater von nun an seinen wahren Glauben verleugnen.

Mit der Zeit scheint Pierre die Schrecken jener Nacht zu vergessen und wächst wohlbehütet zusammen mit seiner Schwester auf, wobei der Vater Stillschweigen über ihre Vergangenheit bewahrt. Durch einen Zufall werden die Erinnerungen in Pierre allerdings wachgerüttelt, mit schrecklichen Folgen.

Meinung:

Die Autorin schickt ihre Leser nach Paris in das 16. Jahrhundert und mischt dabei reale mit fiktiven Fakten. Sie hat einen sehr bildlichen und mitreißenden Schreibstil, wobei ihre Protagonisten sehr authentisch und realistisch wirken. In brenzligen und gefährlichen Situationen muss man beim Lesen einfach mit ihnen mit fiebern.

Die Geschehnisse um die Bartholomäusnacht hat die Autorin zwar nicht in allen Einzelheiten und detailliert beschrieben, dennoch liefert sie ein gutes Bild von den Gräueln und Schrecken jener Nacht. Alles war sehr bildhaft vorstellbar und ich bin der Autorin sogar dankbar, dass sie hier nicht so detailliert geschrieben hat.

Die Handlung ist von der ersten bis zur letzen Seite sehr mitreißend und unterhaltsam, wobei ich allerdings über eine Stelle im Handlungsgeschehen gestolpert bin, die ich nicht nachvollziehen kann. Hier erwacht plötzlich ein in Eiswasser geglaubter Ertrunkener zum Leben. Da stellt sich mir die Frage wie das sein kann, zumal sein Freund zugegen war und ihn nicht aus dem Wasser ziehen konnte. Das ist aber auch der einzige Punkt über den ich gestolpert bin.

Sehr schön finde ich, dass die Autorin am Anfang ihres Romans ein Personenregister anfügt, so kann man beim Lesen besser sortieren was reale und was fiktive Personen sind. Ebenfalls ist ein Nachwort von der Autorin enthalten, das wiederum noch zusätzliche historische Informationen bereit hält.

Insgesamt kann man sagen konnte mich die Autorin auch mit diesem Roman wieder begeistern. Man merkt wie gut sie recherchiert hat, ihre Personen und auch die Handlung wirken lebendig.

Fazit: lesenswerter, mitreißender historischer Roman

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Bartholomäusnacht

Im Nachhinein muss ich zugeben, war das Buch nicht das was ich erwartet habe, aber es hat mir trotzdem ziemlich gut gefallen.

Den Auftakt mit der Bartholomäus Nacht finde ich sehr gelungen. Man fühlt mit den Personen mit, kann deren Angst und den Grauen absolut nachempfinden. Ich fand zwischendrin sogar, dass ich mich selbst richtig beklemmt gefühlt habe von den Beschreibungen, aber ich finde es macht ein gutes Buch aus, dass es solche Gefühle hervorrufen kann. Jacons Worte konnte ich nicht immer nachvollziehen, aber dann wer weiß was man alles selbst in so einer absoluten Ausnahmesituation sagen und tun würde.

Am Anfang haben mich die zwei Handlungsstränge etwas verwirrt, die scheinbar nichts miteinander zu tun hatten. Am Ende des ersten Abschnitts wurde es dann schon klar, worauf es hinauslaufen wird und ich finde die Autorin hat sie sehr geschickt zusammen geführt. Den dritten Handlungsstrang am Ende des Buches fand ich weniger gelungen. Ich kann einfach nicht verstehen, dass man aus der Situation wieder heraus kommt und dann bei der Rückkehr an den ursprünglichen Ort nur durch Erzählungen die Erinnerung zurückerlangt. Das sind aber auch meine einzigen Kritikpunkte.

Die Charaktere finde ich alle ziemlich gelungen. Gut Colette und ihrer Stieffamilie hätte ich mehrmals sauber in den allerwertesten Treten können, aber in die anderen kann man sich ziemlich gut hineinversetzen und bis auf wenige Ausnahmen kann man die Handlungen zumeist nachvollziehen.

Dieses Buch ist mein zweites Buch von Deana Zinßmeister und wird definitiv nicht mein letztes sein. Ich finde ihren Schreibstil einfach sehr mitreißend und fühle mich immer wohl beim Lesen ihrer Bücher.

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