Brenda Rickman Vantrease: Der Illuminator

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Brenda Rickman Vantrease: Der Illuminator
Verlag
ET (D)
2005
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
The Illuminator
ET (Original)
2005
ISBN-13
9783809024958

Informationen zum Buch

Seiten
573

Sonstiges

Übersetzer/in
Erster Satz
John Wycliffe legte seine Feder zur Seite und rieb sich die müden Augen.

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Handlungsort

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England um 1380 - Das Volk ist den Launen von Adel und Klerus hilflos ausgeliefert. Bücher sind rare Kostbarkeiten - für gewöhnliche Sterbliche nahezu unerreichbar. Zudem werden sie nur in Latein oder normannischem Französisch verfasst. Aber die alte Ordnung zeigt erste Risse... Um ihren beiden Söhnen das Erbe zu sichern und selbst den Schutz des Klosters zu gewinnen, lässt sich Lady Kathryn auf einen Handel mit dem mächtigen Abt von Broomholm ein: Auf Drängen der Abtei nimmt sie den Illuminator Finn und dessen Tochter Rose bei sich auf. Finn, ein Meister der Buchmalerei, wurde für eine große Aufgabe ausgewählt: Er soll das Johannes-Evangelium des Klosters illustrieren. Was Lady Kathryn nicht ahnt: Finn arbeitet heimlich für den Kirchenkritiker John Wycliffe, der die Bibel erstmals ins Englische übersetzen und so auch dem einfachen Volk zugänglich machen will. Zunächst freunden sich Kathryn und Finn nur zögerlich an, doch dann entwickelt sich eine leidenschaftliche Liebe - die jedoch einem Sturm aus tragischen Verwicklungen, Intrigen und Verrat ausgesetzt ist...

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East Anglia um 1380. Es ist die Zeit der Lollarden, einer kirchlichen Reformbewegung, die von der katholischen Kirche als Bedrohung und deren Mitglieder deshalb verfolgt wurden. John Wyclif arbeitet an einer Übersetzung der Bibel in die englische Volkssprache, damit jeder sie lesen kann. Illustriert werden soll diese Bibel von Finn, der aber zu seiner eigenen Sicherheit und zum Schutz seiner Tochter Rose diese Tätigkeit tarnen muß. Deshalb hat er eine Illustratorenaufgabe des Abtes von Broomholm angenommen und da er nicht mit seiner Tochter in einem Mönchskloster leben kann, werden die beiden auf Blackingham Manor, bei Lady Kathryn und ihren beiden Söhnen Alfred und Colin einquartiert. Nach anfänglichem Zögern entspinnt sich zwischen Finn und Kathryn ein Verhältnis, aber das Glück ist nicht von langer Dauer. Der Sheriff, vom Bischof unter Druck gesetzt, muß den Mörder eines Priesters finden, der just am Tag, als Finn und Rose auf Blackingham ankommen, verschwunden ist. Als einige Zeit später unter den Sachen Finns eine Perlenkette Kathryns gefunden wird, die der Priester laut seiner Inventarliste bei sich hatte, wird Finn verhaftet. Kathryn weiß, daß Finn unschuldig sein muß, fühlt sich aber nicht in der Lage, ihm zu helfen, um das Gut und damit das Erbe ihrer Söhne nicht zu gefährden. Albert tritt aber beim Sheriff als Schildknappe in Dienst und Colin verschwindet eines Tages spurlos. Kathryns Sorgen reißen auch angesichts eines betrügerischen Verwalters und des zudringlichen Sheriffs nicht ab.

Um es gleich zu sagen: Dies ist ein sogenannter historischer Roman der schlechten Sorte. Der Hintergrund von Wyclifs Bibelübersetzung, die Tätigkeit der Lollarden und der Bauernaufstand unter Wat Tyler ist durchaus richtig, aber darüber hinaus ist vieles zweifelhaft. Es wäre sicher besser gewesen, dem Bischof nicht ausgerechnet den Namen Despenser zu verpassen, denn Vater und Sohn Despenser haben zu Beginn des 14. Jahrhunderts eine wichtige Rolle in der englischen Geschichte gespielt, von einem Henry weiß ich allerdings nichts. Auch eine Reihe Kleinigkeiten haben mich den Kopf schütteln lassen. Dafür ein Beispiel: Als Lady Kathryn den früheren Raum ihres Mannes für den Gast vorbereitet räumt sie auch die Truhe ihres Mannes auf und findet dabei ein Stück Pergament. Und natürlich denkt sie als erstes an einen Liebesbrief, den ihr Mann versteckt aufbewahrte. Pergament ist relativ aufwendig in der Herstellung und daher teuer gewesen, so teuer, daß es reichlich Beispiele von Palimpsesten gibt, auf denen der ursprüngliche Text abgekratzt und die Pergamente dann neu beschrieben wurden. Da war es natürlich das Naheliegendste, einen Liebesbrief auf diesem Material zu schreiben und diesen dann auch noch aufzubewahren ...

Darüber ließe sich hinwegsehen, wenn die Protagonisten gut gestaltet und glaubhaft wären. Lady Kathryn ist zwar einerseits so selbstbewußt und eigenständig, daß sie das Gut nach dem Tod ihres Mannes weiterführt, um ihrem ältesten Sohn den Besitz zu sichern, aber sobald der Verwalter auftaucht, wird sie zum völligen Trottel und zaghaft. Auch die übrigen Personen sind nach kurzer Zeit recht leicht in ihren Reaktionen auszurechnen, egal ob es sich um den eher ungestümen Alfred, den ruhigeren Colin, die unschuldige Rose, den selbstsicheren Finn oder die resolute Köchin Agnes handelt. Offensichtlich wußte die Autorin zum Ende des Buches auch nicht, was sie mit den ganzen Leuten noch anfangen sollte, weshalb sie dann reihenweise sterben. Da sie mir aber zuvor nicht sonderlich ans Herz gewachsen waren, konnte ich das mit einem Schulterzucken abtun. Zwar bekommt der Roman, der sich über die ersten fast zwei Drittel eher dahinschleppt, damit doch noch etwas Fahrt, aber das rettet die Geschichte letztlich auch nicht mehr. zumal es auch sprachlich nicht gerade anspruchsvoll ist. Fazit: Ein Buch, das besser im Regal bleibt.

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