Beatrix Mannel: Der Klang der blauen Muschel

Beatrix Mannel: Der Klang der blauen Muschel

 
5.0
 
5.0 (1)
918   1  
Bewertung schreiben
Add to list
Beatrix Mannel: Der Klang der blauen Muschel
Verlag
ET (D)
2014
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783453357853

Informationen zum Buch

Seiten
544

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Henriette fühlte ein merkwürdiges Kribbeln in ihrer rechten Hand.

Community

Kaufen

[Werbung / Affiliate-Link]

Bei Amazon kaufen Bei Booklooker kaufen Bei LChoice kaufen

Handlungsort

Handlungsorte
Karte anzeigen (Gesamtübersicht)

Samoa 1905: Die junge Henriette wandert in die deutsche Südsee-Kolonie aus. Aber sie ist einsam und nicht glücklich in diesem Paradies. Erst zusammen mit einem samoanischen Prinzen, der ihr eine magische Muschel anvertraut, entdeckt sie die Schönheit und die Geheimnisse der sagenumwobenen Insel. Doch genau diese Begegnung bringt Unheil über ganz Samoa, und Henriette muss nach San Francisco fliehen. Noch einmal glaubt sie von vorn anfangen zu können, doch der Klang der blauen Muschel holt sie immer wieder ein ...

Autoren-Bewertungen

1 Bewertungen

Gesamtbewertung 
 
5.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0  (1)
Charaktere 
 
5.0  (1)
Sprache & Stil 
 
5.0  (1)
Gesamtbewertung 
 
5.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0
Charaktere 
 
5.0
Sprache & Stil 
 
5.0

Samoa, eine mystische Muschel und das Schicksal zweier Schwestern

Samoa 1905: Die junge Henriette Mayberg wandert mit ihrer Mutter und Schwester in die deutsche Kolonie auf Samoa aus, wo ihr Vater eine Kokosplantage betreibt. Ihre Zwillingsschwester Sophie muß wegen Tuberkulose in Deutschland bleiben. Auf Samoa begegnet Henriette dem samoanischen Prinzen Tamatoa und seinen beiden Schwestern, von denen sie sehr viel über die Mythen und Legenden der Inseln erfährt. Tamatoa vertraut ihr eine magische blaue Muschel an, ein besonderes Geschenk, das Henriette bei ihrer Trauer über die Trennung von Sophie helfen soll. Leider bringt die Bekanntschaft von Henriette mit den Samoanern großes Unglück über die Insel.

Wie auch bei „Die Insel des Mondes“ führt die Autorin den Leser wieder in exotische Gegenden, diesmal geht die Reise nach Samoa in der Südsee, das trotz seiner Entfernung Anfang des 20. Jahrhunderts deutsche Kolonie war. Nicht nur Henriette lernt die samoanischen Mythen und Legenden kennen sowie das Geheimnis der blaue Muschel, welche über magische Fähigkeiten verfügt; dadurch bekommt der Roman eine mystische Note. Die Handlung konnte mich an einigen Stellen mit Wendungen überraschen, die ich so nicht erwartet hatte.

Wie immer bei Romanen der Autorin konnten mich auch diesmal wieder die Charaktere voll und ganz überzeugen. Die Zwillingsschwestern Henriette und Sophie halten wie Pech und Schwefel zusammen, dementsprechend leidet Henriette unter der Trennung. Sie träumt davon, Reiseschriftstellerin zu werden, aber kann sie ihrem Traum noch folgen, wenn sie verheiratet ist? Auf Samoa leidet sie unter den Konventionen, wie die strenge deutsche Kleiderordnung bei den feucht-schwülen Temperaturen; wenn sie die Möglichkeit hat, versucht sie sie zu umgehen. Henriette hat mir auch deswegen gefallen, weil sie sich nicht alles gefallen läßt, sondern auch mal aufbegehrt oder unerlaubte Wege geht, um ihr Ziel zu erreichen. In dem Zusammenhang hat mich die unterwürfige chinesische Hausangestellte Nian überrascht und verblüfft.

Die Geschichte wird nicht nur aus Henriettes Sicht erzählt, sondern auch aus der Perspektive des Fotografen Julius von Sommerfeld, der noch vor Samoa die beiden Zwillingsschwestern kennengelernt hat und von Henriette sehr angetan ist. Wie sich die Wege der Schwestern mit dem von Julius wieder begegnen, konnte mich ebenfalls überraschen.

Aber auch die Spannung kommt in dem Roman nicht zu kurz: welches Geheimnis trägt Henriettes Vater mit sich, welches noch aus seiner Zeit am Klondike zu stammen scheint? Warum hängt das Schicksal der Familie davon ab, daß Henriette baldmöglichst heiratet? Um diese Fragen zu beantworten, muß Henriette ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen und auf eigene Faust Nachforschungen anstellen. Von den Antworten auf ihre Fragen erhofft sie sich Aufklärung und Rache für begangenes Unrecht.

Durch geheimnisvolle Verbindungen scheint das Schicksal der Protagonisten miteinander verwoben zu sein – und im Mittelpunkt steht immer wieder die blaue Muschel. Mich konnte die Reise nach Samoa wieder voll und ganz überzeugen, ich habe vieles über das Südseeparadies erfahren, was mir bisher nicht bekannt war; ich habe mich von den betörenden Wohlgerüchen der samoanischen Pflanzenwelt verführen lassen und dem Meeresrauschen der Südsee gelauscht.

Und freue mich jetzt schon auf den nächsten Roman aus der Feder von Beatrix Mannel.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 

Benutzerkommentare

1 Bewertungen

Gesamtbewertung 
 
5.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0  (1)
Charaktere 
 
5.0  (1)
Sprache & Stil 
 
5.0  (1)
Bewertung (je höher desto besser)
Plot / Unterhaltungswert
Charaktere
Sprache & Stil
Rezensionen
(Aktualisiert: 13 Oktober 2014)
Gesamtbewertung 
 
5.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0
Charaktere 
 
5.0
Sprache & Stil 
 
5.0

Ein Jahrhundertroman!!

Beatrix Mannel - "Der Klang der blauen Muschel"
München/Samoa 1905
Die beiden Zwillingsschwestern Sophie und Henriette sind ein Herz und eine Seele, die Beiden teilen ein Leben in Harmonie und freudiger Erwartung, was das Leben ihnen zu bieten hat, nie wollen sie sich trennen, allen Widrigkeiten zum Trotz..
Henriette, die gerne Reiseschriftstellerin werden möchte, hat eines Tages ein übersinnliches Erlebnis.
Es ist, als würde ein Geist sich Henriettes Hand bemächtigen, die zarte Hand fängt an zu zucken - sie muss schreiben..die Tinte formt Worte in einer ihr unbekannten Sprache: "O le Tala ia Tapuitea.." Sie erkennt weder Sinn, noch ihre eigene Handschrift, die beiden Schwestern suchen rat bei einer Geisterbeschwörerin und lernen einen netten Photografen kennen, auch er ist auf der Suche..
Sophie wird von "Madame" mit der TBC angesteckt, ihr Zustand verbietet ihr eine Einreise nach Samoa, Henriette ist darüber sehr traurig, fühlt sich unvollständig.
--
Der Vater, zog einst aus, um ein Glücksritter am Klondike zu werden, die Goldfelder am Yukon, sicherten die Zukunft der Familie auf Samoa, mit genügend Kapital aber auch alten "Ehrschulden" bezieht er mit seiner Familie sein neues Domizil, ein schönes Haus, mit blühendem Garten und Strand..
Die Sterne scheinen längst und ein seltsames Leuchten zieht Henriette ans Meer, sie lernt einen samoanischen Prinzen kennen, er schenkt ihr eine magische blaue Muschel..nur Henriette hört sie rauschen und rufen..
--
Henriette braucht Sophie, denn der Vater hat ein Geheimnis, welches dringend aufgedeckt werden muss..
--
PSSSST - Es gibt einen "Schurken" und eine sehr unerschrockene Tante Berta aus San Francisco..
--
Ausgestattet mit Dauerspannung, Südseeromantik und Mystik, ein genussvolles Leseerlebnis.
"Der Klang der blauen Muschel" - ein Buch, das ich durch all die vielen Seiten geliebt habe, es fehlte an nichts, für mich, ein Jahrhundertroman!

War diese Rezension hilfreich für Sie? 

Für eine werbefreie Plattform und literarische Vielfalt.

unterstuetzen books

 

 

Affiliate-Programm von Amazon, um Literaturschock zu unterstützen. Weitere Möglichkeiten, Danke zu sagen.

Tassen, Shirts und Krimskrams gibt es übrigens im

Buchwurm-Shop

I only date Booknerds

Diese Seite nutzt Cookies.

Datenschutz & Widerspruchshinweise

Erlauben
© 2018 Susanne Kasper, Literaturschock

Mobile-Menue