Tim Pieper: Der Minnesänger

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Tim Pieper: Der Minnesänger
Verlag
ET (D)
2010
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783453470996

Informationen zum Buch

Seiten
480

Sonstiges

Erster Satz
Nach einem Festgelage lag Dankwart von Aue auf einer Strohmatte im Steinsaal.

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Es ist ein Privileg, als Sohn eines unfreien Lehnsherrn in einem Kloster ausgebildet zu werden. Hartmann von Aue weiß das zu schätzen. Als sich der junge Mann in die Nachbarstochter Judith verliebt, lernt er das Harfespielen nur, um seiner Angebeteten ein Lied zu singen. Bis der Minnesänger sie wiedersieht, vergehen Jahre voller Sehnsucht und Gefahren. Jahre, die den Ritter auf den Kreuzzug führen und die zu Unrecht des Giftmordes beschuldigte Heilerin in den Kerker. Wird er ihr je von seiner Liebe singen können?

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Ein gelungenes Debüt

Dankwart von Aues Frau Agnes schenkte einem Sohn das Leben. Gerade war er geboren, als Dankwart zu Hause eintraf. Sie nannten ihn Hartmann.
Als zweitgeborener Sohn hatte Hartmann wenig Aussichten auf ein gutes Leben. Doch der Herzog war Dankwart zu Dank verpflichtet, da dieser ihm in der Schlacht gegen die Thüringer zusammen mit seinem Freund das Leben gerettet hatte. Dankwart selbst und sein Freund waren in Gefangenschaft geraten. Nun sollte Dankwart sich von dem Herzog etwas wünschen, und er wünschte sich eine Ausbildung in einer Klosterschule für seinen Sohn Hartmann. Dort wäre dieser gut aufgehoben, so dachte er.
Die Regeln in der Schule waren hart, und Hartmann übertrat sie schon, weil er mit einem Spielmann befreundet war, der ihm das Harfespiel und dichten von Liedern beibrachte. Lange durfte er nicht nach Hause, da der Weg für ihn zu gefährlich war. Als er schließlich zum ersten Mal die Heimat wieder sah traf er auch Judith, seine ’Sandkastenfreundin’ wieder. Beide waren jetzt fast erwachsen, und sie verlieben sich ineinander. Er sang ihr vor und versprach, bei seinem nächsten Heimaturlaub neue Lieder mitzubringen. Doch es sollte ganz anders kommen. Denn Blixa, der Spielmann, setzte sich zur Ruhe, und schenkte Hartmann seine Harfe, die er zum Spielen bei einem Bauern hinterlegte. Hartmann hatte einen Freund im Kloster, Ulrich, der das Harfespiel verabscheute, da es „Teufelswerk“ sei, und außerdem die Mönche des Klosters den Umgang mit dem Spielmann verboten hatten. Der Freund hatte so große Gewissensbisse, dass er Hartmann verriet, und dieser, da er keine Reue zeigte, bis aufs Blut gegeißelt wurde. Er schlitterte nahe am Tod vorbei. In dem folgenden Jahr fügte sich Hartmann in das Unvermeidliche, denn er wollte die Schule abschließen. Er war der beste Schüler, was seinen Lehrer veranlasste ihn zu fragen, ob er nicht eine Stelle im Kloster antreten wolle. Doch dazu hätte er das Gelübde ablegen müssen, und das wollte er nicht. So musste er schließlich von einem auf den anderen Tag das Kloster verlassen.
Bedingt durch die Strafe und das viele Lernen, hatte er sein Versprechen gegenüber Judith nicht einhalten können, und so traf er sie, als er endlich heimkam, als Ehefrau von August dem Jüngeren an. Mechthild hatte ihre Tochter dem Mann förmlich angeboten. Da sie sich von Hartmann im Stich gelassen fühlte, war sie einverstanden. Doch sie ahnte nicht, was da alles auf sie zukommen würde. Er war brutal, und bereit, sie mit seinen Freunden zu teilen!
Hartmann war bei dem Herzog als Gehilfe des Notarius untergekommen. Die Arbeit machte ihm Spaß, doch auch den Schwertkampf musste er erlernen. Bei einem Besuch auf der Adlerburg sah er Judith wieder, die vor ihrem Mann und seinen Kumpanen geflohen war. Doch August hatte Haus und Hof verlassen, und fristete als Wegelagerer mit seinen Kumpanen sein Leben.
Wird August eines Tages wieder kommen? Und wenn ja, wie würde er Judith behandeln, bzw. wie würde sie sich verhalten? Würde sie sich weiterhin alles gefallen lassen?
Würden die beiden Liebenden Judith und Hartmann doch noch zueinander finden? Wie weit würde der Weg bis zu diesem Ziel noch sein? All dies erfährt der Leser beim Lesen dieses Buches.

Es ist ein spannender Debütroman von Tim Pieper, der nur durch die etwas deutliche Beschreibung von sexuellen Dingen etwas leidet. Denn das finde ich nicht spannend, und so wird die Spannung unterbrochen. Etwas weniger deutlich hätte gereicht. Trotzdem hat mir das Buch gut gefallen, und ich kann es durchaus empfehlen.

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