Umberto Eco: Der Name der Rose

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Umberto Eco: Der Name der Rose
Verlag
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783423105514

Informationen zum Buch

Seiten
676

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Handlungsort

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Daß er in den Mauern der prächtigen Benediktinerabtei an den Hängen des Apennin das Echo eines verschollenen Lachens hören würde, das hell und klassisch herüberklingt aus der Antike, damit hat der englische Franziskanermönch William von Baskerville nicht gerechnet. Zusammen mit Adson von Melk, seinem etwas tumben, jugendlichen Adlatus, ist er in einer höchst delikaten politischen Mission unterwegs. Doch in den sieben Tagen ihres Aufenthalts werden die beiden mit kriminellen Ereignissen und drastischen Versuchungen konfrontiert: Ein Mönch ist im Schweineblutbottich ertrunken, ein anderer aus dem Fenster gesprungen, ein dritter wird tot im Badehaus gefunden. Aber nicht umsonst stand William lange Jahre im Dienste der heiligen Inquisition. Das Untersuchungsfieber packt ihn. Er sammelt Indizien, entziffert magische Zeichen, entschlüsselt Manuskripte und dringt immer tiefer in ein geheimnisvolles Labyrinth vor, über das der blinde Seher Jorge von Burgos wacht ...

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Ein Klassiker: Der Name der Rose

Es ist Herbst. November. Feucht-frostiger Wind streift um die hohen Mauern einer Abtei im Norden Italiens. Die Landschaft ist karg, grau und wenig einladend. Es ist 1327. Und es gibt keine Fernheizung, kein elektrisches Licht und TV-Shows, die das Herz erwärmen könnten. Es ist also verdammt ungemütlich.

Umberto Eco, der große italienische Schriftsteller unserer Zeit, holt uns mit Kalkül in eine Zeit, in der finstere Mächte des Diesseits und Jenseits ihr Spiel mit den Mönchen und uns Lesern treiben. Seien Sie sich bewusst: Die nächsten Tage werden düster und geheimnisvoll. Der Franziskaner-Mönch William von Baskerville reist mit seinem Schüler, dem Benediktiner-Novizen Adson von Melk, in einem geheimnisvollen Auftrag in eine norditalienische Abtei. Mysteriöse Todesfälle im Kloster beanspruchen die Aufmerksamkeit der beiden Besucher. Der ehemalige Inquisitor und Philosoph William und der junge Adson nehmen die Recherchen auf. Ihr erster Verdacht fällt auf die Bibliothek, ein Labyrinth aus Räumen mit Büchern aus der gesamten Welt. Innerhalb von nur sieben Tagen werden die Bibliothekare und Bibliotheks-Helfer nacheinander tot in der Abtei aufgefunden. Welches grausame Geheimnis birgt die Bibliothek, welches Buch erregt die Aufmerksamkeit der Mönche? Und welche Beziehung unterhielten Adelmus und Berengar miteinander?

Zentrales Thema des Buches sind neben der meisterhaften Kriminalgeschichte die detaillierten Diskussionen philosophischen, theologischen und politischen Inhalts in einer Zeit des ausgehenden Mittelalters. In den Städten gewinnen italienische Kaufleute an Einfluss, die italienische Sprache verdrängt die lateinische; die Kirche, und mit ihr die Abtei, verliert mehr und mehr an Macht beim Volk. Die Kirche bäumt sich mit ihren Dogmen auf vor der neuen Zeit, die die Allmacht Gottes in Frage stellt. Das Zeitalter der Wissenschaften und des menschlichen Geistes zieht am Horizont auf.

Umberto Eco hat sichtlich Freude am Erzählen und Ausschmücken der Begebenheiten. Er nimmt sich Zeit für die Aufklärung der Mordfälle, er schwelgt in ausführlichen Umschreibungen der Abtei, der Menschen und der Dispute zu Kirche und weltlicher Belange. Ecos Buch fordert das Mitdenken, das Mitforschen nach dem Mörder der Mönche. Eco als Professor für Semiotik ließ es sich natürlich nicht nehmen, Zeichen und Symbole in die Geschichte zu weben und den Leser über deren Bedeutung im Unklaren zu lassen. Die eine oder andere Bedeutung erschließt sich beim zweiten, dritten Lesen. Die Geschichte wirkt unglaublich real, genauso hätte es damals in der Abtei geschehen können. Oder ist es nicht auch so geschehen? Wer weiß das schon?

Mit dem “Rosen-Roman” hat Eco einen glänzend recherchierten Historienroman, untermalt mit einer Vielzahl an lateinischen Zitaten, vorgelegt. Überraschend prophetisch ist die Passage “Fürchte die Wahrheitspropheten...”, am Ende des Buches, in der Umberto Eco philosophiert, dass jede Religion sich die eigenen Teufel schaffe. Ein zuviel an Glauben an die einzig gültige Wahrheit führe unweigerlich zu Verderben und Tod. 1986 wurde das Buch durch Jean-Jacques Annaud mit Sean Connery und Christian Slater verfilmt. Eine großartige Leistung, denn der Film steht dem Buch in nichts nach. Ein doppelter Glücksfall für Fans von intelligenten Historien-Geschichten.

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Also ich mußte "Der Name der Rose" für die Schule lesen und es war ein Akt, denn teilweise habe ich 20 Seiten auf einmal überschlagen, um wenigstens ein bißchen weiter zu kommen. Denn meiner Meinung nach sind die Beschreibungen, teilweise überflüssiger Nebensächlichkeiten zu detailiert. Aber die Kriminalhandlung fand ich persönlich die beste und auch die spannendste. Aber auch der Ansatz über das Lachen oder auch die Armut Christi´s fand ich sehr gelungen. Mein Urteil ist: Abgesehen von den sehr detailierten Beschreibungen ist das Buch mehr als lesenswert.

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Auch ich habe mich durch "Der Name der Rose" durchgekämpft und war auch ziemlich fasziniert von dem Buch. Mir hat vor allem die Auseinandersetzung mit dem Glauben gefallen, was einem selbst dazu bringt, mehr darüber nachzudenken. Nur den Schluss, also den Inhalt des geheimen Buches fand ich ernüchternd, da ich es ein wenig zu trivial finde, als dass es so ein großen Einfluss auf die Christenheit haben könnte.

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Ich lese dieses Buch gerade im Deutschunterricht im Rahmen eines Literaturprojektes. Umberto Eco hat meiner Meinung nach ein gewaltiges Buch geschrieben, welchem es an Spannung und Hintergrund es in keinstem fehlt. Die unheimliche Atmosphäre die die Abtei vermittelt, welche in dichten Nebelschwaden an den Hängen des Apennin liegt, birgt ein dunkles Geheimnis. Morde wühlen den geregelten Tagesablauf der Mönche auf. William von Baskerville, ist als eine Art Sherlock Holmes, der Detektiv und Spurensucher, welcher versucht die Morde aufzudecken. Gemeinsam mit seinem Schüler und Novizen Adson durchstreift er die Abtei nach Indizien und nimmt alle Mönche ins Visier.

Zudem kommt noch die spannende ploitische Mission hinzu, in der er als wichtiger Mitstreiter und auch Vermittler ein gemeinsames Abkommen zwischen der päpstlichen Legation und der kaiserlichen Legation finden musss, die sich über die Armut Christi streiten. Der Hintergrund des düsteren Mittelalters, macht die ganze Geschichte noch viel unheimlicher.Gekoppelt mit den düsteren Prophezeihungen der Apokalypse wirkt die Szenerie wie der eingeläutete Untergang der Welt. Bis zum Schluss hat man keine Ahnung wer der Mörder seien könnte, der das friedliche Abteileben, zu zerstören versucht. Ich kann das Buch nur in den höchsten Tönen loben. Selten habe ich ein Buch gelesen was den Leser so nah in das Geschehen des Mittelaters eintauchen lässt.

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«Der Name der Rose» ist sicher jetzt schon ein Klassiker und absolut lesenswert. In diesem Buch wird ein Krimi erzählt, ein Einblick ins Klosterleben des 14. Jahrhunderts gegeben, die verschiedenen Ketzerbewegungen dieser Zeit beschrieben und gleich noch eine religiöse Debatte über die Armut Christi (und anderes) geliefert. Natürlich kann dabei kein Buch entstehen, dass man mit ins Schwimmbad nimmt, der Kopf wird beim Lesen gefordert. Ich schreibe diese Rezension, nachdem ich das Buch zum dritten Mal gelesen habe und stelle fest, dass es von Mal zu Mal mehr Spass macht. Ich behaupte, dass man «Der Name der Rose» im ersten Durchgang gar nicht verstehen kann, ausser man sei sehr bewandert in der (Kirchen-)Geschichte des 13. und 14. Jahrhunderts. Darum liest man es mit Gewinn ein zweites oder drittes Mal ohne dass es von seiner Klasse einbüssen oder gar langweilig würde. Mit diesem Werk hat Umberto Eco einen absoluten Schatz abgeliefert, der ihn zu Recht weltberühmt machte.

Als ich das Buch das erste Mal las, fand ich die theologischen Debatten oder die ellenlangen Beschreibungen von Fresken und ähnlichem eher mühsam. Mittlerweile bin ich aber der Meinung, dass sie dem Buch einiges von seiner Qualität geben: Durch die «Langsamkeit» beim Erzählen hat man das Gefühl, man tauche tatsächlich in die Welt der Mönche des Mittelalters ein und nehme ein wenig ihren Lebensrhythmus an. Auch wenn das dem modernen Menschen ein wenig schwer fallen mag...

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