Johannes K. Soyener: Der Schatten des Kaisers

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Johannes K. Soyener: Der Schatten des Kaisers
ET (D)
2004
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ET (Original)
2004
ISBN-13
9783785721759

Informationen zum Buch

Seiten
606

Sonstiges

Erster Satz
Die Menge bewegte sich wie ein riesiges, gestaltloses Tier in der schneegepeitschten Dunkelheit.

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Ein frostiger Tag im Dezember 1840. Fast ein Vierteljahrhundert nach seinem Tod wird Napoleon Bonaparte nach Paris überführt. Unter den Menschen, die dem Sarg folgen, ist ein Mann in der Uniform eines Marschalls der alten kaiserlichen Garde. Sein Name: Jean-Dominique Larrey. Er hat die blutigen Wirren der Revolution gesehen. Er kennt die Intrigen in den Salons von Paris. Er war auf den Feldzügen Napoleons dabei von den hitzeflirrenden Wüsten Ägyptens bis zu den eisigen Öden Russlands. Er stand auf dem Schlachtfeld von Waterloo, wo alles endete. Doch Jean-Dominique Larrey war kein Soldat, sondern Arzt. Tausenden, ob Feind oder Freund, hat er das Leben gerettet, getrieben von einer alten Schuld, die niemals Vergebung findet. Nun geht Larrey seinen letzten Gang, um dem Feind ins Auge zu blicken, der ihn sein ganzes Leben verfolgt hat. Wird sich am Ende des Zuges im Invalidendom sein Schicksal entscheiden?

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Als erstes möchte ich Autor und Verlag für die Ausstattung des Buches ein Lob aussprechen. Eine Karte Europas mit den Daten der Schlachten Napoleons, ein Personenverzeichnis, eine Zeittafel mit den relevanten Lebensdaten des Protagonisten und ein ausführliches Literaturverzeichnis gehören zu den lobenswerten Extras dieses Buches. Allerdings wurde bei der Neuauflage als Taschenbuch dieser unleidigen Angewohnheit nachgegeben und dem Buch ein neuer Titel verpasst, dort heißt es nämlich „Der Chirurg Napoleons.“

Hauptfigur ist Jean Dominique Larrey, der als oberster Feldchirurg an allen Kriegen Napoleons teilgenommen hat. Wir erleben Larreys Werdegang von seiner Lehrzeit bis zu seiner ersten Begegnung mit Napoleon und von da an in allen Schlachten an Bonapartes Seite, oder besser gesagt direkt hinter ihm, die immer zahlreicheren Verwundeten und Kranken aufsammelnd. Der Autor zeichnet ein plastisches Zeitenbild mit teilweise sehr genauen Beschreibungen der Operationen, dabei aber nicht im Blut schwelgend, sondern sehr sachlich berichtend. Hier wäre ein kleines zusätzliches Glossar bzw. ein Schaubild des Menschen mit den entsprechenden Begriffen beschriftet, vielleicht nicht schlecht gewesen um besser nachvollziehen zu können, welche Sehnen etc. Larrey gerade durchtrennt, wenn die Amputation des Armes am Schultergelenk genauestens beschrieben wird.

Etwas verwirrend war die Angewohnheit des Autors zwischen der Ich-Form und einer außenstehenden Perspektive zu wechseln. Zusammenfassungen über die Erlebnisse, die mehrere Tage oder Wochen umfassten, und die Rahmengeschehnisse zu Napoleons Beerdigung werden von außen geschildert, aber einzelne, detaillierte Szenen darf die Hauptfigur mit eigenen Worten erzählen. Dadurch musste man sich so manches Mal erst wieder erneut in eine Szene einlesen. Da ich mich bisher noch gar nicht mit Napoleon beschäftigt hatte, bekam ich von dem Buch auch diesbezüglich noch einiges an neuem Wissen, auch wenn Napoleons Person eine Nebenfigur bleibt. Die Personenzeichnungen des Autors fand ich generell zu distanziert, man konnte sich in niemanden hineinfühlen und blieb stets als Bobachter außen vor, selbst die beschriebene Liebesgeschichte ließ mich kalt. Das Buch gefiel mir persönlich trotzdem gut, allerdings muss man tatsächlich ein Faible für medizinische Abläufe haben, sonst fühlt man sich vermutlich von den doch recht häufigen und detailreichen Krankengeschichten gelangweilt.

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