Titus Müller: Die Brillenmacherin

Titus Müller: Die Brillenmacherin

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Titus Müller: Die Brillenmacherin
ET (D)
2005
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783352007170

Informationen zum Buch

Seiten
437

Sonstiges

Erster Satz
Jedes der vier Karpfenbecken am Flußufer war so groß wie ein See.

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England im Jahr 1387. Nur wenige Meister in Europa beherrschen die Kunst des Brillenmachens, das schwierige Linsenschleifen aus unregelmäßigem Glas und das kunstvolle Schnitzen feiner Holzgestelle. Courtenay, der Erzbischof von Canterbury, weiß um die Bedeutung der Brillenmacher. Als Herren über die Sehkraft und damit über die Schrift haben sie dort noch Macht, wo mit Schwertern nichts mehr auszurichten ist. Um den Geheimbund der Bedeckten Ritter zu zerschlagen, die für Vernunft und Wissenschaft kämpfen und den vogelfreien Bibelübersetzer Hereford verstecken, will sich Courtenay diese Macht zunutze machen. Doch Elias Rowe, der beste Brillenmacher weit und breit, ist nicht willens, seine Sache zu unterstützen. Eines Morgens findet ihn seine junge Frau Catherine tot in der Werkstatt. Um dem Mörder ihres Ehemanns auf die Spur zu kommen, eignet sich die junge Witwe sein Handwerk an und gerät mitten in den Machtkampf zwischen dem Erzbischof und den Geheimbündlern. Am Ende muß Catherine all ihr optisches Können aufwenden, um sich und Ritter Latimer, den Mann ihres Herzens, zu retten.

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Die Brillenmacher sind Meister des Lichts. Als überall gerne gesehene Handwerker geben Sie den Menschen durch mühevolles Schleifen von Glas wieder mehr Sehkraft. Auch Elias Rowe ist einer von ihnen. Nach einem Auftrag für Sir Thomas Latimer wird er jedoch von seiner jungen Frau Catherine morgens tot aufgefunden - ermordet. Die junge Frau nimmt die Werkzeuge ihres Mannes und arbeitet nun selbst als Brillenmacherin. Doch auch Catherines Bruder Alan scheint vom Unglück verfolgt und beide geraten als Spielbälle zwischen die Fronten im Kampf gegen die Bedeckten Ritter, einer Gruppe Edler, die für eine Übersetzung der Bibel ins englische kämpfen. Auf der einen Seite Catherines Gönner, der Erzbischof Courtenay, auf der anderen Seite Sir Latimer und die Anhänger des Doktor Hereford.

Mit "Die Brillenmacherin" hat Titus Müller einen der besseren historischen Romane geschrieben. Der Leser fällt schon auf der ersten Seite direkt in die Geschichte Catherines, die gerade auf dem Weg zu ihrem Mann Elias ist. Eine erklärende Vorgeschichte fehlt und so erfährt man anfangs auch recht wenig über die Hauptprotagonistin. Auch die Kapitelübergänge sind ähnlich rasant und oft hatte ich den Eindruck, dass ich irgendetwas überlesen hatte. Es geht in dem Buch nicht so sehr um das Herstellen von Brillen im Mittelalter (obwohl dies natürlich der Rahmenhandlung dient), sondern vielmehr um den Kampf der katholischen Kirche gegen die Bedeckten Ritter, die das Ziel haben, eine englische Bibelübersetzung unter das Volk zu bringen. Der Titel ist also etwas irreführend und ich hätte mir mehr über das interessante Thema gewünscht.

Titus Müller verzichtet auf umfangreiche Personenbeschreibungen, erklärt aber umso ausführlicher - mit prägnanten Metaphern - die Landschaft. So hustet eine Stadt, dehnt sich aus. Oft weiht der Autor auch seine Leser vor der eigentlichen Szene schon in die folgende Geschichte ein - natürlich nur andeutungsweise. Dies mag man oder auch nicht - für mich erhöhte es die Spannung. Ebenfalls sehr schön ist die Karte Englands im Buch. Einzig ein Lesebändchen, ein Personenverzeichnis und eine Chronik fehlen noch bei der Ausstattung.

Leider bleiben die Personen durch die fehlenden intensiveren Beschreibungen etwas blass. Man fiebert mit, ist aber immer auf Abstand. Manche Szenen wirken auch etwas unglaubwürdig (z.B. als Catherine auf Anhieb die perfekte Brille gelingt). Doch davon sollte man sich nicht abschrecken lassen, denn "Die Brillenmacherin" ist so spannend und wunderbar zu lesen, dass die Zeit wie im Fluge vergeht und man sich am Ende fragt "Und wie gehts weiter?". Tatsächlich schreit der Schluß nach einer Fortsetzung - ich bin gespannt!

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