Laila El Omari: Die englische Erbin

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Laila El Omari: Die englische Erbin
Verlag
ET (D)
2006
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783426629857

Informationen zum Buch

Seiten
655

Sonstiges

Erster Satz
Alec kletterte mühsam aus den Tiefen seiner Bewusstlosigkeit, ein stetes Hämmern in seinem Kopf, das anschwoll, je näher er dem Erwachen kam.

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Kalkutta 1875: Die verwirrende Vielfalt der Stimmen, das Gemisch der Düfte und die atemberaubende Pracht der Farben - als Alec Delaney nach zehn Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen wird, überwältigen ihn die Eindrücke der brodelnden Stadt. Doch er ist entschlossen, sich seinen Platz im Leben zu erobern - und Rache zu nehmen an dem Mann, der ihn einst unschuldig verurteilt hat. London, drei Jahre später: Als Alec, mittlerweile zum Geschäftsmann aufgestiegen, Lady Helena Ashington zum ersten Mal erblickt, verändert dieser flüchtige Moment sein Leben. Denn die junge Frau ist die Tochter seines Erzfeindes - und die Liebe seines Lebens.

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Gar nicht so lange her, aber trotzdem völlig fremd war mir die Welt des englischen Hochadels mit ihren strengen Sitten, starren Moralvorstellungen und einengenden Lebensbedingungen. Dabei lebten die adeligen Töchter im materiellen Sinne nicht schlecht, aber eben in einem goldenen Käfig - das ist die Erkenntnis, die ich aus Laila El Omaris Roman "Die englische Erbin" gewonnen habe.

Daher fand ich auch die Hauptfigur der Geschichte, Helena, weniger sympathisch als mehr bemitleidenswert, eine Gefangene ihres Standes und ihrer Zeit. Weitere Protagonisten sind auch ganz typisch gezeichnet: der unerbittlich strenge Vater, die unterwürfige Mutter, der sadistische und lieblose Ehemann. Über weite Strecken hinweg beherrschen die daraus entstehenden familiären Konflikte das Geschehen.

Die zweite Hauptfigur, Alec, nimmt am Anfang einiges an Spielraum ein, seine Geschichte verwässert aber im Mittelteil zusehends. Über ihn hätte ich gerne noch mehr gelesen.

Richtig gut gefallen hat mir der Roman im letzten Drittel, als die Erzählperspektive beginnt, zwischen Helena und Alec abzuwechseln; dadurch gewinnt die Geschichte an Dynamik, was ihr sehr gut tut. Außerdem bietet dieser Abschnitt einige interessante und dramatische Wendungen, die mich mit den Längen im Mittelteil wieder versöhnt und auch immer mehr emotional gefesselt haben.

Dass das Buchcover ein indisches Motiv zeigt, weckt so manche Erwartungshaltung beim Leser, die der Roman aber inhaltlich nicht halten kann; Indien spielt eine sehr untergeordnete Rolle und ist nur selten Schauplatz der Geschichte. Der Titel "Die englische Erbin" dagegen passt sehr gut zum Inhalt.

Von den erwähnten Schwächen abgesehen, hat mir das Buch gut gefallen; ein interessantes Sittengemälde des 19. Jahrhunderts mit einer außergewöhnlichen Liebesgeschichte und eine schöne Sommerlektüre.

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Anders als der Klappentext suggeriert, geht es nun weniger um Alecs Rache, und ihn selbst. Sondern um Helena, die Tochter des Mannes dem Alec die 10 schlimmsten Jahre seines Lebens zu verdanken hat, und in die er sich unsterblich verliebt. Helena ist als Tochter von Stand völlig dem Willen ihres herrischen Vaters unterworfen, der für seinen guten Ruf über Leichen geht. Eine Beziehung mit Alec oder gar eine Ehe währe unmöglich. Stattdessen muss sie sich dem Willen Ihres Vaters beugen und den ebenso herrischen und gewalttätigen Matthew heiraten. Es erwartet einen also eher ein Familiendrama des 19. Jhd mit integrierter Liebesgeschichte in London, als ein Roman über das Schicksal eines Mannes in Indien wie das Cover und der Klappentext erwarten lässt.

Dieses Buch steckt voller Gefühl über Liebe, Wut, Verzweiflung, Trauer, Leidenschaft und Resignation ist hier die ganze Palette an Emotionen vertreten. Und der Leser wird mitten hinein gerissen in diese Achterbahnfahrt. Laila El Omari schreibt fesselnd und mitreisend so dass man gerne mit ihr ins England um 1875 eintaucht. Man erlebt mit was es hieß damals ein Mädchen aus gutem Hause zu sein und welche starken Auflagen und Zwänge damit verbunden waren. Helena tat mir oft einfach nur leid, man lernt es wirklich zu schätzen in der heutigen Zeit zu leben und ist erschüttert über das was sie durchmachen muss nur weil Ihr Vater den Ruf ihres Hauses wahren will und dies auch mit allen Mitteln durchsetzt. Auch die Liebesgeschichte mit Alec durchlebt sehr viele Hochs und Tiefs selbst wenn sie nicht immer präsent ist, ist sie doch der rote Faden welcher durch den gesamten Roman führt.

Es ist sehr schade dass man auf Grund des Covers und Klappentextes wahrscheinlich mit falschen Erwartungen an dieses sehr gelungene Familiendrama heran geht und deshalb vom Buch selbst enttäuscht wird. Wer jedoch eine junge Frau um 1865 auf ihrer Suche nach Glück, Liebe und ein bisschen Freiheit begleiten will und dabei große Gefühle erleben möchte solle sich mit diesem Buch und einer Kanne Tee ein paar schöne Stunden machen.

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Laila el Omaris Roman "Die englische Erbin" erzählt einen Teil der Lebensgeschichte von Helena, die zugleich eine sehr tragische Geschichte ist und auch mit einer unglücklichen Liebe in Verbindung steht. Die Stimmung war mir insgesamt etwas zu traurig, weil die Protagonistin Helena im Verlauf der Geschichte viele Schicksalsschläge hinnehmen muss und auch der Lebensweg von Alec, Helenas unglücklicher Liebe, nicht der einfachste ist. Leider habe ich mich bei der Auswahl dieses Buches zu sehr vom Titelbild leiten lassen, welches den Eindruck vermittelte, das Buch spielt in Indien, und außerdem hatte ich erwartet es wäre vielleicht insgesamt nicht ganz so bedrückend.

Sogar die Zeitsprünge sind manchmal so angelegt, dass man denkt es geht gerade wieder bergauf bevor der nächste Tiefpunkt kommt. Was ich jedoch gut dargestellt fand, war die Stellung der Frau in der damaligen Gesellschaft und es war für mich als Leserin interessant zu erfahren wie eine junge Frau trotz solcher Verhältnisse ihren Weg macht. Zudem tröstet das Ende dann doch über die trübe Stimmung im Rest des Buches hinweg.

Meinen Geschmack traf das Buch leider nicht, wenn man allerdings historische Romane mag, die ein wenig mit einer tragischen Familiengeschichte aufgewertet sind und es um Liebe geht, dann ist dieser Roman vielleicht das Richtige.

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