Sarah Waters: Die Frauen von London

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1947   1  
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Sarah Waters: Die Frauen von London
ET (D)
2006
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
Night Watch
ET (Original)
2006
ISBN-13
9783378006720

Sonstiges

Übersetzer/in
Erster Satz
So weit ist es also mit mir gekommen, dachte Kay.

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London 1947: Viv und Helen arbeiten in einer Partnervermittlungsagentur. Julia kann sich wieder dem Bücherschreiben widmen. Auch Vivs Bruder Duncan, der während des Krieges im Gefängnis saß, scheint seinen Platz im Leben zu finden. Nur Kay, die in den Bombennächten einen Krankenwagen fuhr und bewundernswerten Mut bewies, hat mit ihrer Liebe auch ihre Aufgabe verloren. Der Alltag der fünf jungen Londoner war bestimmt von der täglichen Angst ums Überleben. So ließen sie sich auf verbotene Liaisons und sexuelle Abenteuer ein. Liebe, Leidenschaft und Verrat von damals wirken fort bis in ihre Gegenwart

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London 1947. Die Stadt ist dabei, sich vom Krieg zu erholen, das Leben soll weitergehen, der Wiederaufbau ist in vollem Gange.

Kay lebt in einem abbruchreifen Haus auf einem Trümmergrundstück und streift in Männerkleidung stundenlang alleine durch die Stadt. Helen arbeitet in einer Partnervermittlungsagentur und liebt die Schriftstellerin Julia, doch das darf keiner wissen. Helens Kollegin Viv lebt ebenfalls eine heimliche Liebe, Vivs sensibler Bruder Duncan ist gerade aus dem Gefängnis gekommen und arbeitet in einer Kerzenfabrik, obwohl er eigentlich ganz andere Fähigkeiten hätte.

Durchkreuzte Lebenspläne, Heimlichkeiten, verbotene Liebesbeziehungen stehen im Mittelpunkt dieses Buches, dessen Besonderheit in der Erzählweise liegt: Sarah Waters zeichnet die Lebenswege dieser fünf Menschen rückwärts nach, stellt uns zunächst die aktuelle Lage vor und springt dann weiter in die Vergangenheit, um uns zu zeigen, wie es dazu gekommen ist.

Es passiert zunächst nicht viel in dem Buch, die Geschichte läuft ganz langsam und sehr ruhig an, lässt sich Zeit, die Charaktere einzuführen und uns mit ihren Lebensumständen vertraut zu machen, doch dabei entsteht schon eine unglaubliche Spannung, weil man als Leser einfach wissen will, welche Geheimnisse es im Leben der Prota-gonisten gibt und was sie dorthin geführt hat, wo sie heute sind.

Neben den Beziehungsgeschichten und den lebensnahen Figuren, die man gerade wegen ihrer Ecken und Kanten liebgewinnt, erfährt man zahlreiche interessante Details über London im Krieg: den Alltag der Sanitätstruppen, die hauptsächlich aus Frauen bestehen, ein Amt zur Verwaltung von Wohnungsverlusten durch Bombenschäden und zur Vermittlung neuer Unterkünfte, in dem die Mühlen trotz des Krieges bürokratisch langsam mahlen, die Lebensmittelknappheit mit ihren Auswirkungen ...

Die Schilderungen der Bombennächte und der Einsätze der Sanitätskorps gingen mir beim Lesen sehr an die Nieren, so viel Leid und Tod, Verletzungen und Verzweiflung.

Nicht zu vergessen den Schauplatz der Geschichte, London, diese wunderbare, faszinierende, lebensprühende Stadt, die man mit den Figuren zu durchwandern glaubt und die jeder, der schon einmal dort war, beim Lesen richtig vor sich sehen wird.

Eines fand ich bei dem Buch allerdings sehr nervig: aus unerfindlichen Gründen hat der Übersetzer die Anreden Mr., Mrs. oder Miss eingedeutscht - von "Fräulein Pearce" oder "Herr Mundy" zu lesen hat meine Lesefreude dann doch etwas getrübt, weil ich das als Stilbruch empfand.

Davon abgesehen war das Buch eine spannende, berührende und teils auch beklemmende Lektüre, die ich kaum aus der Hand legen konnte, als ich mich erst einmal eingelesen hatte.

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Feie Frauen von London

London 1947
Viv und Helen, zwei Frauen Ende 20 betrieben im Nachkriegs-London eine Partnerschaftsagentur. Durch diese beiden lernt dann auch Julia, eine Autorin und die Lebensgefährtin von Helen, kennen; Duncan, Viv’s Bruder und Kay deren Bekanntschaft mit Viv zuerst sehr mysteriös ist.

Das Buch ist in drei Abschnitte aufgeteilt:
1947
1944
1941
Entgegen der üblichen Zeitfolge, wird man zurückgeführt in die Kriegsjahre Londons und somit auch in das bewegt Leben dieser fünf jungen Menschen. Der Krieg ist an ihnen, wie auch an der restlichen Bevölkerung Londons nicht spurlos vorübergegangen und jeder hat seine Ängste, Sorgen und Sehnsüchte. Den Einblick, welchen man in das alltägliche Leben Londons während des Krieges bekommt, ist sehr interessant, wie auch die Lebensgeschichten der fünf Protagonisten.
Sarah Waters hat ein sehr schönes, aber auch streckenweise trauriges Buch geschrieben, welches zu keiner Zeit Langeweile aufkommen lässt.

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