Julia Freidank: Die Gauklerin von Kaltenberg

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Julia Freidank: Die Gauklerin von Kaltenberg
ET (D)
2010
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783547711660

Informationen zum Buch

Seiten
491

Sonstiges

Erster Satz
"Anna!" Die Stimme des Dorfschmieds überschlug sich vor Wut.

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Kaltenberg, 1315. Mit einem sinnlichen Lied aus den »Carmina Burana« soll die junge Anna ihren Geliebten, den Burgherrn Ulrich, verhext haben. In letzter Minute rettet sie der Schwarze Ritter Raoul vor dem Tod. Fortan steht Anna zwischen den beiden Männern, die sich abgrundtief hassen.

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Es begab sich vor langer langer Zeit eine tragische Liebesgeschichte. Ränke wurden geschmiedet, es kamen eine rothaarige Maid niederen Standes, ein Burgherr und ein schwarzer Ritter vor. Einzig ein Lied auf den Lippen brachte die Maid Männerherzen zum erliegen, doch das Lied war es, das ihr zum Verhängnis wurde. Die missgünstige "Stiefmutter" (eigentlich die Ehefrau des Burgherren) wollte die Maid als Hexe brandmarken und tot sehen. Nur knapp entkam die Maid ihren Peinigern und wollte fortan ihren Namen rein waschen, damit sie zur Liebe ihres Lebens zurückkehren konnte. So oder anders muss es sich zugetragen haben.

Unsere Maid, nennen wir sie Anna, muss mit Marthe verwandt sein, denn Anna ist taff (logisch), sie ist bildschön (natürlich), mutig (glasklar) und wird aus jeder brenzligen Situation wie durch ein Wunder gerettet. Als weitere Zutaten für einen historischen Schmöker nehme man:

- ein Überfall auf das Dorf

- ein paar Bösewichte mit Eiterbeulen und juckendem Ausschlag

- die obligatorische Vergewaltigung mit ein paar vorangegangenen Fast-Vergewaltigungen

- ein mysteriöser Unbekannter

- eine ordentliche Portion Theatralik in den Dialogen

- fürs Alibi: Einen Roten Faden, hier die Carmina Burana.

Weder sprachlich noch inhaltlich konnte mich Julia Freidank von ihrem Buch überzeugen. Es gibt immer wieder ungelöste Handlungsstränge, vieles bleibt unklar (z.B. wie konnte Anna bei der Wasserprobe gerettet werden?). Bereits nach den ersten 10 Seiten weiß man eigentlich, wohin sich die Geschichte entwickeln wird. Trotzdem ist das Buch über weite Strecken recht spannend und damit als leichte Zwischendurchlektüre bei Strandbesuchen und ungnädig herabknallender Sonne durchaus zu empfehlen.

Historisch gesehen kommt die großartig angekündigte Geschichte um die "Carmina Burana" viel zu kurz. Letzten Endes hätte man sich die zwei, drei Fakten auch bei Wikipedia anlesen können. Allerdings wäre einem da ein sehr interessanter Hauptcharakter entgangen: Raoul ist der Traum vieler schlafloser Nächte (o.k., nicht unbedingt meiner, aber ...) und insgesamt der vielschichtigste Protagonist des Buches. Anna kann alles und ist mutiger als jeder Mann. Stellt sich gegen Ritter, Burgherren und Geistliche und schnell gewinnt man den Eindruck, dass sie auch durch pures Handauflegen den Kölner Dom verrücken könnte, wäre er nicht zu weit von Kaltenberg entfernt.

Leser historischer Romane werden von "Die Gauklerin von Kaltenberg" schwer enttäuscht sein. Leserinnen von historischen Liebesromanen werden vermutlich mehr mit dem Buch anfangen können. Für einen Erstling ganz ordentlich geraten und das Buch lässt sich auch recht flott lesen, aber insgesamt war es für mich doch eher enttäuschend.

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