Iny Lorentz: Die Goldhändlerin

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Iny Lorentz: Die Goldhändlerin
Verlag
ET (D)
2003
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783426625682

Informationen zum Buch

Seiten
624

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Lea, Tochter eines jüdischen Goldhändlers, entgeht mit ihren jüngeren Geschwistern nur knapp einem Pogrom. Um in der Heimat zu überleben, muss sie in der Rolle des toten älteren Bruders den Goldhandel weiterführen. Ihre Handelsreisen sind gefährlich, doch ein mysteriöser junger Mann namens Roland Fischkopf beschützt sie. Lea verliebt sich in ihn und muss bald seinen Kopf retten: aus der Schlinge der spanischen Inquisition.

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Ich habe das ganze Buch hindurch mit Lea alias Samuel mitgefiebert. Sie ist als Frau und auch in ihren verschiedenen Verkleidungen überzeugend. Das muss sie auch, denn für eine Frau, die sich als Mann ausgeben muss, ist das Leben im Mittelalter gar nicht einfach. Erst Recht nicht für eine Jüdin, da die Juden generell keinen guten Stand haben.

Lea ist zwar nicht die Hübscheste, doch ihr messerscharfer Verstand ist in dieser grauenvollen Zeit auch viel Wichtiger. Glücklicherweise steht Lea nicht alleine da, denn ohne die Hilfe anderer wäre sie schon längst auf dem Scheiterhaufen oder in einer Folterkammer gelandet. Der mysteriöse Roland wird zu einer Schlüsselfigur in der Geschichte, doch Lea ist selten begeistert auf ihn zu treffen. Witzig und Wortgewand werden die Gespräche zwischen den beiden rübergebracht.

Doch nicht nur die Handlung ist sehr spannend. Ich fand es sehr interessant, mehr aus dem Leben und den Gebräuchen der Juden zu lesen. Für mich war es erschreckend zu erkennen, dass den Juden eigentlich keine andere Chance blieb, als sich dem Christentum anzuschließen oder dem Tod ins Auge zu blicken. Denn wohin hätte man als Jude fliehen sollen, wenn ganz Europa der Gegner ist?

Fazit: Ein spannend erzählter historischer Roman. Es lohnt sich sehr ihn zu lesen, denn es wird auf keiner seiner über 600 Seiten langweilig!

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#1 Rezensent
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Ende des 15. Jahrhunderts im deutsch-römischen Großreich: Seit Jahren werden die hier lebenden jüdischen Bürger sowohl vom einfachen Volk als auch vom Adel, der sich an den klugen Handelsleute bereichert, angefeindet und verfolgt. Progrome und Autodafés, in denen bereits viele von den angeblichen "Christusmördern" umkamen, sind zwar eher selten, doch als Tuchhändler Goldstaub mit seinen Kindern Samuel, Lea, Rachel und Elieser nach Hartingen kommen, sind sie über die hier herrschende Feindseeligkeit entsetzt. Als die Gemüter überkochen und das christliche Volk mit Hilfe der - verkleideten - Stadtwache viele Juden erschlagen und aus der Stadt treiben, können nur Lea, Rachel und Elieser mit viel Glück - und dank Leas Verstand - dem Tod entkommen. Fortan muss die mutige Lea in Männerkleidern die Geschäfte des toten Vaters weiterführen, denn eine fromme, demütige Jüdin weiß um ihren Platz zu Hause - hat sie schließlich auch nicht den messerschafen Verstand eines Mannes. Dass dem nicht so ist, beweist Lea alias Samuel Goldstaub bald: Die Geschäfte laufen besser als zuvor.

Auf einer ihrer Handelsreisen werden sie und ihr Knecht Jochanan von einem fanatischen Mönch, der sich der Judenverfolgung verschrieben hat, fast auf den Scheiterhaufen gebracht. Doch der junge Roland Fischkopf greift ein und rettet beiden das Leben. In Zukunft wird er noch einige Male Leas Lebensweg kreuzen und meist ist die junge Frau davon überhaupt nicht begeistert.

Schon wieder eine Verkleidungsgeschichte des Autorenteams Iny & Elmar Lorentz? Tatsächlich! Aber diese ist noch besser gelungen als das Erstlingswerk "Die Kastratin". Mal wieder überzeugt der flüssige Erzählstil und die spannende Handlung. Die Bräuche und das Leben der Juden ist faszinierend und mit den beiden Hauptcharakteren Lea und Orlando kann man herrlich mitfiebern und mitleiden. Manchmal hätte ich mir noch weitere historische Details gewünscht, doch die Vorhandenen wurden nahezu perfekt in die Geschichte verwoben. Wie auch bei "Die Kastratin" ist man von anfang an mitten im Geschehen - Längen gab es für mich kaum.

Zuerst dachte ich, Lea sei mal wieder so eine perfekte, intelligente - überzeichnete - Frau. Doch sie brauchte auf ihrem Weg öfter fremde Hilfe, ohne die sie es nicht geschafft hätte. Auch ist sie keine Schönheit (im Gegensatz zu ihrer gehässigen Schwester Rachel) und genau das macht sie noch um Längen sympatischer. Roland Fischkopf stahl ihr dennoch die Schau: Dunkelhaarig und mysteriös, frech und sympathisch. Dürfte ich ihn bitte kennenlernen?

Ebenfalls sehr positiv ist mir der Epilog aufgefallen, in dem noch auf einiges zur Geschichte selbst (was sind historische Tatsachen, was nicht?) eingegangen wird.

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