Brigitte Riebe: Die Hüterin der Quelle

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Brigitte Riebe: Die Hüterin der Quelle
Verlag
ET (D)
2005
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783453290044

Informationen zum Buch

Seiten
543

Sonstiges

Erster Satz
Rekas Fiepen drang in ihren Schlaf und ließ sie unruhig werden.

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Bamberg 1626. Der alte Weihbischof versetzt die einst friedliebenden Bürger der Stadt mit seinem Hexenwahn in Angst und Schrecken. Als Marie Sternen die geheimnisvolle Fremde, Ava, um einen Liebeszauber bittet, bricht das Unheil über die beiden Frauen herein. Marie Sternen weiß, dass Veit ihr nie ganz gehören wird. Dennoch heiratet sie den Krippenschnitzer aus Neapel, der nach dem Tod seiner Frau mit den Kindern Simon und Selina in seine Heimatstadt Bamberg zurückkehrte. Als ihre Ehe kinderlos bleibt, hat Marie den Verdacht, dass sich die fast taubstumme Selina darüber freut. Dieses Mädchen ist Marie unheimlich. In ihrer Verzweiflung wendet sie sich an Ava, eine geheimnisvolle, schöne Frau, die in einem Bootshaus wohnt. In Mondnächten schwimmt sie im Fluss - manche Bamberger sagen, sie verwandle sich dabei in ein Otterweibchen. Doch Ava kann Marie nicht helfen - wie auch, sie liebt Veit, heimlich und verzweifelt. Noch ahnt niemand in Bamberg, dass das, was der Stadt widerfahren wird, seinen Anfang nahm in Avas Haus ...

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Veit Sternen, seines Zeichens Krippenschnitzer und Schürzenjäger Bambergs, erhält den Auftrag, die Weihnachtskrippe des Fürstbischofs zu schnitzen. Doch auf die Arbeit kann er sich neben seinen Weiberschichten nicht so richtig konzentrieren. Vor allem Ava, die geheimnisvolle, alleine in einer Hütte lebende Frau, die sogar einen zahmen Otter ihr eigen nett, spukt ihm im Kopf herum. Da bleibt für die eigentliche Frau seines Lebens keine Zeit. Marie, mit der Veit seit einigen Jahren verheiratet ist, wird immer verzweifelter (Anmerkung: Es ist nicht Marie, die um einen Liebestrank bittet, sondern eine ehemalige Gespielin Veits - wer denkt sich nur diese Klappentexte aus?). Doch neben den kleinen Sorgen und Nöten der Bamberger steht das drohende Unheil der Hexenverfolgung und der Hungersnot am Horizont. Weihbischof Friedrich Förner hat zur Drutenjagd geblasen.


"Die Hüterin der Quelle" lässt sich wunderbar schnell lesen. Als ich das Buch zum ersten Mal aufschlug, war ich fast überwältigt von der tollen Karte Bambergs, die auf die Buchdeckel gedruckt ist. Was ich dabei nicht minder faszinierend fand: Vorne ist ein größerer Ausschnitt zu sehen, wobei dann hinten im Buch mehr Details im größeren Maßstab zu sehen sind. Da hat sich jemand bei der Ausstattung wirklich Gedanken gemacht. Einzig ein Lesebändchen fehlt. Aber auch der Umschlag gefällt mir sehr gut, obwohl ich keinen Bezug zum Buch herstellen kann.

Was auf den ersten Seiten auffällt: Alle Personen werden in kurzen Szenen vorgestellt. Das verleiht ihnen anfangs mehr Tiefe, andererseits kann man sich längere Zeit nicht auf die Personen einstellen und "mit ihnen warm werden". Dennoch bringen die schnellen Wechsel Tempo in das ansonsten eigentlich sehr ruhige Buch. Anfangs hatte ich eine ganz andere Erwartung, weil ich dachte, dass es ein Buch über Hexenverfolgung sei, aber dann las ich das Nachwort: Es sei ein Buch des Entkommens - nicht der Verfolgung. Tatsächlich kommt "Die Hüterin der Quelle" auch ohne unnötige Effekthascherei aus, hat aber trotzdem die Atmosphäre, wie ich mir das Damals vorstelle. Man fühlt sich mittendrin im Geschehen, hält nicht pausenlos den Atem an, in der Erwartung, dass den Hauptprotagonisten wieder etwas Schreckliches widerfährt. Zwar ist die Bedrohung "Hexenverfolgung" immer im Hinterkopf, aber es wird einfach das Leben der normalen Bürger gezeichnet.

Es ist also ein sehr ruhiges Buch, das oft nur vor sich hinplätschert. Vielleicht fühlte ich mich deshalb auch recht heimisch. Mir kam das Mittelalter gar nicht so düster vor, wie immer behauptet wird. Die Bürger waren nicht sofort "Feuer & Flamme", wenn es um die Hexenverfolgung ging. Alles entwickelt sich ruhig und gemächlich, die Stimmung schwankt, das Leben geht normal weiter, aber die Gedanken der Menschen werden nach und nach vergiftet. Diese Stimmung kam wirklich perfekt bei mir an.

Und noch etwas positives: Ein toller Anhang, wo Brigitte Riebe etwas zu "Wahrheit und Fiktion" sagt und außerdem noch erklärende Texte der historischen Begebenheiten und Literaturempfehlungen zum Thema gibt. Einziger Kritikpunkt könnte sein, dass das Buch nur wenig Spannung bietet und man fast den roten Faden vermissen könnte.

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