Iny Lorentz: Die Kastratin

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Iny Lorentz: Die Kastratin
Verlag
ET (D)
2003
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783426623664

Informationen zum Buch

Seiten
511

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Die junge Giulia, Tochter des Kapellmeisters Fassi aus Salerno, hat nur einen brennenden Wunsch: Sie möchte im Chor ihres Vaters singen, denn sie hat eine wunderschöne Stimme. Doch im Italien der Renaissance ist den Frauen das Singen in der Kirche verwehrt. Ein Zufall gibt Giulia die Chance, ihren größten Traum zu verwirklichen, doch sie zahlt einen hohen Preis dafür, denn fortan muss sie als Kastrat verkleidet durch die Lande ziehen. Als sie ihrer großen Liebe begegnet, wird ihr das zum Verhängnis.

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Das elfjährige Mädchen Giulia Fassi kann nicht verstehen, dass Frauen verboten ist, religiöse Lieder zu singen. Nur Männer dürfen im 16 Jhd. zur Lobpreisung Gottes ihre Stimme erheben. Doch Giulia fällt Zurückhaltung nicht leicht, und oft genug wird sie hart bestraft, wenn beim Singen erwischt wird. Doch dann muss sie durch einen Zufall im Knabenchor ihres Vaters die Rolle des Solosängers der neuen Palestrina-Messe übernehmen - verkleidet als Junge. Ab diesem Zeitpunkt gibt sie sich als Kastrat, als "Nichtmann" aus, und erlangt so nicht nur in Italien zu Reichtum und Ansehen. Doch immer müssen sie und ihre Reisegefährten sich vor der päpstlichen Inquisition in Acht nehmen, denn wenn ihr Geheimnis aufgedeckt würde, drohte ihnen allen der Scheiterhaufen.

"Die Kastratin" ist einer der Romane, in deren Geschichte man schon auf der ersten Seite reinrutscht. Und so bangt man auch sofort mit der kleinen Giulia, deren Ausnahmestimme man zu gerne selbst hören würde, sobald sie einen ihrer Gesänge anstimmt. Das Buch wird auf keiner Seite langweilig und die bizarre - und oft schmerzhafte - Welt der Kastraten wird einfühlsam geschildert. Die Entwicklung Giulias' im Laufe der Jahre ist ebenso interessant wie glaubwürdig. Erst ein verschüchtertes, kleines Mädchen, reift sie doch zu einer selbstbewussten, jungen Frau, deren wahres Geschlecht niemand wissen darf. Doch die Sehnsucht nach Liebe wächst und der Leser fiebert mit dem sympathischen Hauptcharakter bis zur letzten Seite. Einzig diese letzten Seiten kamen mir etwas dürftig vor - die letztendliche Lösung, der weitere Werdegang Giulias - wurde sehr schnell abgehandelt und auch die sich entwickelnde Beziehung von "Held" und "Heldin" ist gewöhnungsbedürftig und leich homosexuell angehaucht, denn Vincenzo de la Torre, der Giulias Lebensweg kreuzt, fühlt sich seltsamerweise sehr zu dem smarten "Mann" hingezogen und verliebt sich schließlich in "ihn".

Trotz dieses kleinen Gefühls, dass da am Ende etwas zu kurz gekommen ist, bleibt der Gedanke an einen spannenden Roman, den man da gerade gelesen hat. Ein gelungenes Debüt, mit fast allem, was ein Buch normalerweise braucht, um sich und die Welt um einen zu vergessen: Spannung, Abenteuer, Romantik und das Gefühl, mit Freunden unterwegs zu sein. Allerdings werden Freunde komplexer und anspruchsvoller Historienschmöker enttäuscht werden.

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Bevor man einen historischen Roman schreibt, sollte man sich dokumentieren. Es gibt tatsächlich gute (Fach)Literatur zu dieser Periode, die spannender ist als "Die Kastratin". Die Sprache in diesem Roman ist so einfach und so arm, dass das Buch fast unlesbar wird (sagt eine Leserin, die keine Muttersprachlerin ist). Schade, dass so was auf der Bestseller-Liste steht...

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Ich habe mich sehr stark mit dem Thema "Kastraten" und "Barockmusik" auseinandergesetzt (eine Maturarbeit (Abi) darüber geschrieben). Es gibt wahnsinnig gute Bücher über diese Zeit,"Die Kastratin" gehört meiner Meinung nach nicht dazu. Ich fand die Charaktere klischeehaft und künstlich, konnte mich überhaupt nicht mit der Protagonistin anfreunden. Ich mag die Bücher von Ini Lorentz sonst eigentlich aber dieses hat mich enttäuscht

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